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Internationale Akademie für Pathologie
Deutsche Abteilung e.V.
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53227 Bonn

222 - Lymphadenitis – klassische Formen und Grenzziehung zu malignen Lymphomen

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Autor

A.C. Feller, Lübeck, H. Merz, Lübeck, 2011 2016

Anamnese-/Diagnoseliste

Anamnesen_LS222.pdf pdf-Datei, 56,81 KB
Diagnosen_LS222.pdf pdf-Datei, 7,75 KB

Fall 01-1
P1291/16
Klinische Angaben:
P., S., 51J, ♀
Zustand nach nodulären Lymphozyten-prädominanten Hodgkin-Lymphom, jetzt Verdacht auf Rezidiv rechts supraclaviculär.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit einer überwiegend erhaltenen Architektur. Auffällige Verbreiterung der Kapsel und vermehrt Lymphozyten und einzelne Follikel in der Kapsel. Neben einer follikulären Hyperplasie sieht man auch mehrere progressiv transformierte Keimzentren. Dort erkennt man auch einzelne Sternhimmelzellen und auch Keimzentrumsreste. Vermehrt kleinere Lymphozyten, die aus der Mantel- oder Marginalzone oder der T-Zone stammen. Interfollikulär sieht man vermehrt Blasten, manche mit prominenten Nukleolen. Fokal sieht man eine monozytoide B-Zell-Reaktion. Gelegentlich Histiozyten, keine auffälligen Granulome, fokal etwas gesteigerte Vaskularisation, vereinzelt geringe perivaskuläre Sklerose und mononukleäre Infiltrate und stellenweise vermehrt eosinophile Granulozyten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Auf den Schnittstufen sieht man in der CD20 und in der CD5-Färbung eine Expansion der B-Zonen mit follikulärer Hyperplasie und Hyperplasie der Mantelzonen sowie einzelne progressiv transformierte Keimzentren. Die TZonen sind kräftig entwickelt und in den progressiv transformierten Keimzentren sieht man ebenfalls etwas vermehrt CD5-positive T-Zellen. In der bcl2-Färbung werden die Follikel ausgespart. In der Ki67- Färbung zeigen die Follikel eine erhöhte Proliferationsrate, teilweise ist noch eine Schichtung erkennbar. In progressiv transformierten Keimzentren sieht man eine niedrige Proliferationsaktivität, deutlich vermehrt proliferierende Zellen sieht man in den T-Zonen. In der CD30-Färbung sieht man vermehrt Blasten, aber keine Grüppchen und auch keine Hodgkin- oder Sternbergzellen. In der CD15- Färbung sieht man einzelne Granulozyten, teilweise liegen diese im Gefäß. Keine Markierung von Blasten. In der PAX5-Färbung werden die B-Zell-Infiltrate kräftig positiv markiert. Einzelne interfollikuläre B-Zell-Blasten. In der CD21-Färbung sieht man überwiegend gut erhaltene FDC-Netze in den Follikeln. In der Färbung für epitheliales Membran-Antigen werden einige Plasmazellen markiert. In der Kappa- und Lambda-Färbung sieht man intragerminal vermehrt Plasmazellen, polyklonales Muster. Man sieht nur in einzelnen Follikeln eine Vermehrung von IgG4-positiven Plasmazellen, keine signifikante Steigerung von IgG4 positiven Plasmazellen. In der OCT2-Färbung sieht man positive B-Zell-Infiltrate. Keine auffälligen L & H-Blasten.
In der PgM1-Färbung sieht man ein lebhaftes Sternhimmelbild in den Keimzentren sowie vermehrt Histiozyten teilweise um die Gefäße. Vermehrt Histiozyten, zum Teil als epitheloid Zellen sieht man auch in der verbreiterten Lymphknotenkapsel. Keine echten Granulome.

Fall 01-2
L7265/13
Klinische Angaben:
K., S., 31J, ♂ (wahrscheinlich t ü rkischer Abstammung)
Aktuell lokalisierte Lymphknotenschwellung rechts zervikal (2 Jahre zuvor isolierter Lymphknoten Ellenbeuge rechts). Patient im Übrigen beschwerdefrei, keine Hinweis auf eine Systemerkrankung.
Mikroskopischer Befund:
Mehrere Lymphknoten ohne erkennbare organoide Grundstruktur, zytomorphologisch (Giemsa) zeigt sich eine etwas variable Population kleiner und mittelgroßer Zellen mit rundlichen, teilweise auch irregulär konturierten Kernen mit mäßig dichter Chromatinstruktur und kleinen prominenten Nukleolen. Hin und wieder zeigen sich auch untermischte Blasten, größere Blastengruppen oder geschlossene Blastenrasen sind jedoch nicht nachweisbar. Einzelne Keimzentren.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In den immunhistochemischen Untersuchungen zeigen sich CD20-positive B-Zonen und CD3- und CD5-positive T-Zonen.
In der CD23- Färbung im Bereich der Sekundärfollikel umschriebene FDC-Netze sowie eine überwiegende Positivität der B-Zell-Population. Eine ZyklinD1-Koexpression der B-Zellen ist nicht nachweisbar. Die Leichtkettenanalysen ohne Nachweis einer Klonalität (fraglich Überwiegen von Kappa). Die Proliferationsrate, gemessen an MIB 1-positiven Zellen, ist gering gesteigert und liegt bei 25-30%. In den Keimzentren eine erwartungsgemäß höhere Proliferationsaktivität. Keine Befunderweiterung in der PAS-Reaktion, speziell keine nukleären Einschlusskörperchen. In der Versilberung eine leicht vergröberte Fasertextur.
Es wurden noch einige immunhistochemische Untersuchungen ergänzt: Es zeigen sich auch an dem aktuellen Lymphknoten diffus vermehrt CD30-positive Blasten, diese sind deutlich größenvariabel, einige erinnern an Hodgkin-Blasten. Beweisende Reed-Sternberg-Zellen finden sich nicht. Die B-Zonen und auch die Blasten zeigen eine mäßig kräftige bis kräftige OCT2-Positivität. Es zeigt sich eine CD4-dominierende T-Zell-Population im Abgleich mit CD8. Darunter auch vermehrt CD57-exprimierende Zellen.
In den in-situ-Hybridisierungen zur Darstellung der leichten Ketten lässt sich eine Klonalität der eingestreuten Plasmazellen für Kappa oder Lambda nicht nachweisen. Die Plasmazellen mit Positivität gegenüber IgG, darunter nur Einzelzellen mit IgG-Positivität.
Molekulargenetik:
Die TCR- und IgH-Analysen verliefen negativ, eine Leichtkettenrestriktion war in der in-situ-Hybridisierung für Kappa und Lambda nicht eindeutig nachweisbar.

Fall 01-3
P6283/15
Klinische Angaben:
B., M., 24 J, ♀
1,9 cm messende Lymphknotenleiste links, keine weiteren Informationen verfügbar.
Mikroskopischer Befund:
Die Lymphknotenkapsel ist schmal und lymphozytär durchsetzt, in den kortikalen und parakortikalen Zonen liegen erheblich vermehrt Blasten vor, die teilweise bereits Rasen ausbilden. Daneben sind kleinherdig T-Zonen mit locker eingestreuten Dendriten erhalten, abschnittsweise ist die Vaskularisation etwas gesteigert und man findet umschrieben die von Ihnen bereits beschriebenen pigmentbeladenen Makrophagen. Lymphfollikeltexturen sind konventionell-morphologisch nur vereinzelt abgrenzbar. Das retikuläre Fasernmuster ist im Prinzip intakt, die Fasern gleichwohl etwas verdichtet, auch die Trabekel recht prominent, der Lymphknotenhilus intakt.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In den Immunfärbungen nur mäßig breite BZonen, eine B-Zell-Vermehrung im Bereich der Sinus bzw. parasinusoidal (zum Teil einer monozytoiden B-Zell-Reaktion entsprechend), daneben eine Markierung der parakortikalen Blastenfraktion, die eine deutlich wechselnde Färbeintensität zeigen und zum Teil auch CD20- negativ sind. Deutlich positiv ist dagegen CD30. Nur vereinzelte kleine EBV-positive Zellen (EBER-ISH). Der Anteil an CD8-positiven T-Zellen ist recht deutlich erhöht, dass T-ZellKompartiment imponiert insgesamt prominent (CD3), die Blasten sind negativ für T-ZellMarker. In der Leichtkettenfärbung zeigen die Blasten eine polytypische Expression. Eine nennenswerte Vermehrung S100-positiver Retikulumzellen besteht nicht, nur herdförmig werden kleine kompakte S100-positive Aggregate nachgewiesen. Erwartungsgemäß ist die Proliferation in der parakortikalen Zone fleckförmig stark erhöht.

Fall 01-4
P 8245/15
Klinische Angaben:
J., M., 57 J, ♀
Lymphknoten rechte Axilla 3 cm Durchmesser. Keine weiteren Angaben.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man überwiegend erhaltene Sinus und zahlreiche Lymphfollikel mit einer scharf begrenzten Keimzentrumsreaktion, die zytologisch regelhaft zusammengesetzt ist und von einer erhaltenen, teilweise verbreiterten Follikelaußenzone begleitet wird. Die Interfollikulärzone ist auffällig bunt und in der Übersicht recht hell, zytologisch liegen hier vermehrte lymphatische Blasten vor mit teilweise recht prominenten Kernen (Hodgkin-Zell-ähnlich), daneben recht reichliche, helle Histiozyten. Kleine Straßen einer monozytoiden B-Zell-Reaktion. Vereinzelte Plasmazellen mit intrazytoplasmatischem globulärem Einschluss. In der Giemsa-Färbung reichliche Mastzellen in lockerer Anordnung. Die Vaskularisation ist gesteigert, besonders ist dies in der Versilberung zu erkennen, etwas weniger prominent in der PAS-Reaktion.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch sieht man eine CD20- Positivität der Follikel, daneben einige interfollikuläre CD20-positive B-Zell-Blasten. Die B-ZellVermehrung in der Interfollikulärzone ist insgesamt nur gering. Die T-Zellen sind hier arealweise etwas ausgedünnt (CD3). Reichliche CD30-positive aktivierte Zellen und Blasten ohne das typische Muster einer Hodgkin-Infiltration. In der EBV-in-situ-Hybridisierung (EBER), nur ganz vereinzelte kleine positive Lymphozyten. Die deutlich vermehrte Zahl plasmazellulär differenzierter Zellen in der Interfollikulärzone mit polytypischem Leichtkettenmuster, auch intrafollikulär zum Teil eine Plasmazellvermehrung. IgG4 wird nur auf wenigen Plasmazellen nachgewiesen. Die Proliferationsrate ist interfollikulär deutlich erhöht und im Durchschnitt mit 30-35 % zu beziffern (Ki67). In der Darstellung von CD4 und CD8 sieht man eine leichte bis moderate Zunahme von CD8- positiven T-Zellen, aber noch immer ein deutliches Überwiegen von CD4. CD56-positive Zellen sind etwas vermehrt, aber durchgehend locker verstreut.

Fall 01-5
P1210/16
Klinische Angaben:
N., J.-M., 57 J, ♂
Lymphknoten submandibulär. Keine klinischen Angaben. Hodgkin Lymphom?
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit einer teilweise noch gut erhaltenen Architektur. Relativ viele follikuläre Formationen mit Sternhimmelbild. Peri- und interfollikulär sieht man eine etwas unregelmäßige Schichtung mit Eosinophilie und einigen Histiozyten und einzelnen Blasten. Einzelne Zellen lassen Nukleolen erkennen. Stellenweise auffällige Gefäße mit signifikanter Sklerose (Hyalinose?).
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Wir haben Spezialfärbungen durchgeführt, dabei sieht man CD20-kräftig positive Follikel mit abgrenzbaren Mantelzonen. In den T-Zonen sieht man gelegentlich auch B-Zellen und auch B-Blasten, hier kommen gelegentlich etwas größere polymorphe Zellen vor. In der CD30-Färbung sieht man vermehrt positive Zellen, nicht selten im Randbereich der Keimzentren, vereinzelt interfollikulär. In der CD15-Färbung sieht man neutrophile Granulozyten, die verstreut nachweisbar sind. Keine Markierung von Blasten. In der CD3-Färbung sieht man relativ viele T-Zellen auch intragerminal. Kräftig entwickelte TZonen.
In der bcl2-Färbung werden die Follikel ausgespart, die Follikelmantelzonen werden kräftig positiv markiert. Leicht vermehrt histiozytäre Zellen in den Keimzentren als Sternhimmelzellen.
Keine Granulome. Die Plasmazellen sind vermehrt nachweisbar man sieht sie teilweise in den Keimzentren, teilweise interfollikulär und entlang der Trabekel. Hiernach polyklonales Muster für Kappa und Lambda. Einige IgG4-positive Plasmazellen in den Keimzentren. Geringe Vermehrung von IgG4-positiven Zellen auch interfollikulär. In der Ki67- Färbung werden die Follikel kräftig positiv markiert, interfollikulär sieht man einzelne proliferierende Zellen entsprechend den vorbeschriebenen Blasten.
In der Epstein-Barr-Virus in-situ-Hybridisierung sieht man keine EBV-positiven Zellen.

Fall 01-6
P 1014/16
Klinische Angaben:
B., H., 56 J, ♂
Zustand nach Lymphknotenbiopsie 2014, 2015 und aktuell: 7 Knoten wurden entfernt von rechts zervikal, ein Knoten 47 mm mit etwas auffälliger markiger Schnittfläche.
Mikroskopischer Befund:
histologische Veränderungen mit 2 wesentlichen Aspekten:
Ad1 Man sieht eine follikuläre Hyperplasie mit lebhaftem Sternhimmelbild der Follikel. Abgrenzbare Follikelmantelzonen. Mehrere progressiv transformierte Follikel. Epitheloidzellgrüppchen im Randbereich der Follikel/im Übergangsbereich zu den T-Zonen oder zur Pulpa. Immer wieder sieht man blastäre Zellen, die man nicht sicher zuordnen kann. Sie sind zwar auffällig, aber sie entsprechen häufig nicht den typischen LP-Zellen, einzelne wiederum könnten passen.
Man sieht eine erhöhte Vaskularisation in der T-Zone, die Gefäße sind aber nicht auffällig verzweigt. Zudem kommen gelegentlich dort auch Plasmazellen vor. In einzelnen Abschnitten sieht man auch eine Expansion der T-Zone und der Pulpa und dort vermehrt Epitheloidzellen und wiederum zahlreiche Blasten, dabei fallen aber auch keine echten Hodgkin- oder Sternbergzellen auf. Einzelne Zellen zeigen Nukleolenprominenz und man sieht auch einige eosinophile Granulozyten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Ad 1:
I mmunhistochemisch sieht man etwas expandierte, aber immer noch gut abgrenzbare CD20 kräftig positive B-Zonen. Die progressiv transformierten Follikel zeigen etwas vermehrt kleinere B-Zellen und Kolonisation der Follikel mit kleinen B-Zellen.
In der CD5-Färbung sieht man abgrenzbare T-Zonen, vereinzelt auch intragerminal relativ viele T-Zellen, zum Beispiel in den progressiv transformierten Keimzentren. In der OCT2-Färbung werden gelegentlich in den progressiv transformierten Keimzentren Blasten gesehen. Diese sind aber nicht hinreichend auffällig (das Bild sollte an ein Sternhimmelbild erinnern). In der Ki67-Färbung proliferieren die regelhaften Keimzentren kräftig. Man sieht eine Schichtung und in den progressiv transformierten Keimzentren ist die Proliferationsrate erniedrigt. Einzelne etwas größere Blasten sind nachweisbar. In der CD23-Färbung sieht man abgrenzbare FDC in den regelhaften Follikeln. Stellenweise verbreiterte Mantelzonen. Fokaler Verlust von FDC in den progressiv transformierten Follikeln. Dort vermehrt Mantelzonenzellen. In der CD57-Färbung sieht man vermehrt NK-/T-Zellen in den progressiv transformierten Follikeln, etwas vermehrt solche in einzelnen Keimzentren. Keine auffälligen NK-/T-Rosetten um Blasten. In der PD1- Färbung sieht man etwas vermehrt germinale T-Zellen in den progressiv transformierten Follikeln. Vereinzelt kommen auch PD1-positive Rosetten vor um Blasten. Nur vereinzelt sieht man Granulozyten in der Chlorazetatesterase-Färbung. Etwas vermehrt Mastzellen entlang der Trabekel und Sinus. In der Chlorazetatesterase-Färbung etwas vermehrt Granulozyten. Diese sieht man vor allem in Abschnitten mit einer monozytoiden B-Zell-Reaktion. Hier sieht man auch etwas verbreiterte TZonen mit einer Vermehrung von CD30-positiven Blasten. Keine Hodgkin- oder SternbergBlasten, aber aktivierte lymphatische Zellen. In der CD15-Färbung werden die neutrophilen Granulozyten markiert, keine Markierung von Blasten. In der PgM1-Färbung sieht man vermehrt histiozytäre Zellen in den Keimzentren (Sternhimmelmakrophagen). Weiterhin Epitheloidzellgrüppchen und vermehrt Histiozyten und einzelne Riesenzellen in den T-Zonen. Manchmal sieht man kleinere Epitheloidzellgrüppchen jenseits der verbreiterten Mantelzonen, ein Bild, welches immer wieder mal zu beobachten ist. Einzelne Keimzentren zeigen eine deutliche Vermehrung von IgG4-positiven Plasmazellen. IgG4-positive Plasmazellen sieht man auch interfollikulär. Im Vergleich dazu sieht man aber wesentlich zahlreicher Kappa- und Lambda-positive Plasmazellen, so dass die Kriterien für eine IgG4-assoziierte Lymphadenitis aus unserer Sicht nicht ausreichend erfüllt sind. In den etwas auffälligen T-Zonen sieht man auch eine erhöhte proliferative Aktivität gemessen an Ki67-positiven Zellen. Ad2: Nun kommen wir zu einem Befund, der sich von den übrigen Veränderungen etwas abhebt, der aber wahrscheinlich ein Kontinuum darstellt, der nun aber eindeutig zytologisch pathologisch ist:
In einem Flächenanteil von weniger als 1% Prozent bezogen auf die Fläche der vorgelegten Schnittstufen von vier Lymphknoten atypische OCT2-positive, CD20-positive L&H-Zellen neben Epitheloidzellen, NK-Zellen und PD1-positiven T-Zellen. Das sind die typischen Veränderungen eines nodulären Lymphozyten-prädominanten Hodgkin-Lymphoms.

Fall 01-7_CD005
P1887/16
Klinische Angaben:
E., T., 32 J, ♀
Zustand nach Lebertransplantation 1999 wegen Leberzirrhose bei Hepatitis C. Mehrere Schübe von Abstoßung in der Vergangenheit und Rezidiv der Hepatitis. Aktuell Lymphknoten submandibulär/submental. Zunächst keine weiteren klinischen Informationen. Nähere Informationen auf Nachfrage (siehe Diskussion)
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man in dem Lymphknoten eine grundsätzlich erhaltene Architektur. Einzelne Sekundärfollikel teilweise mit lebhaftem Sternhimmelbild und relativ vielen Blasten. Abgrenzbare Mantelzonen. Daneben sieht man dann aber auffällige interfollikuläre Abschnitte, wobei man T-Zonen und Pulpa kaum voneinander abgrenzen kann. Buntes Bild mit kleinen Lymphozyten, einige Plasmazellen, einigen Mastzellen, Histiozyten und intermediär großen lymphatischen Zellen, die teilweise etwas pleomorph sind. Eingestreut sieht man Blasten, die etwas polymorph sind. Keine Hodgkin- oder Sternberg-Zellen. Einzelne Mitosen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Wir haben immunhistochemische Untersuchungen durchgeführt, dabei sieht man kompakte CD20 kräftig positive B-ZellInfiltrate. Abgrenzbare Sekundärfollikel mit Mantelzonen. Das auffällige B-Zell-Infiltrat breitet sich peri/interfollikulär aus und dort sieht man auch eine vermehrte Expression von CD5. CD23 sieht man auf den FDC in den Keimzentren und den erhaltenen Mantelzonen. FOXP1 markiert die interfollikulären B-Zellen überwiegend. Auch die Mantelzonen werden kräftig positiv markiert. IGD markiert die Mantelzonen. Die Leichtkettenanalyse ergibt weder eine verlässliche Leichtkettenrestriktion für Kappa noch für Lambda, keine plasmozytische Differenzierung. In der Ki-67-Färbung sieht man eine deutlich erhöhte Proliferationsrate. Epstein-Barr-Virus wird in der in-situ-Hybridisierung für EBV nicht nachgewiesen (Kontrolle kräftig positiv). Wir haben die T-Zellen weiter analysiert. Man sieht eine kräftige Expression von CD3 auf den T-Zellen, ein signifikanter Anteil der T-Zellen ist CD8-positiv. In der CD4-Färbung sieht man auch kleinere T-Zell-Grüppchen, zudem auch einige histiozytäre Zellen, keine eigentlichen Granulome. In der CD21- und CD23-Färbung sieht man jeweils scharf begrenzte FDC-Netze in den Keimzentren. Man sieht nur vereinzelt PD1-positive Lymphozyten. Im Bereich der getroffenen Sekundärfollikel lassen sich vermehrt PD1-positive T-Zellen im äußersten Randbereich nachweisen. In der TGPFärbung wird ein Teil der T-Zellen markiert. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. In der TCL1- Färbung fand sich eine kräftige Markierung von B-Zellen, speziell von den Mantelzonen-Zellen. Diese sind jeweils gut erhalten und abgrenzbar von den Follikeln. Interfollikulär gelegentlich TCL1-positive Lymphozyten. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. Einzelne Primärfollikel sind kräftig positiv. Wir haben die molekulare Analyse durchgeführt. Ergebnis: FR1-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR2-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR3-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar TCR A-PCR polyklonales Muster reproduzierbar TCR B-PCR biklonales Muster vor polyklonalem Hintergrund reproduzierbar

Fall 01-7_CD20
P1887/16
Klinische Angaben:
E., T., 32 J, ♀
Zustand nach Lebertransplantation 1999 wegen Leberzirrhose bei Hepatitis C. Mehrere Schübe von Abstoßung in der Vergangenheit und Rezidiv der Hepatitis. Aktuell Lymphknoten submandibulär/submental. Zunächst keine weiteren klinischen Informationen. Nähere Informationen auf Nachfrage (siehe Diskussion)
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man in dem Lymphknoten eine grundsätzlich erhaltene Architektur. Einzelne Sekundärfollikel teilweise mit lebhaftem Sternhimmelbild und relativ vielen Blasten. Abgrenzbare Mantelzonen. Daneben sieht man dann aber auffällige interfollikuläre Abschnitte, wobei man T-Zonen und Pulpa kaum voneinander abgrenzen kann. Buntes Bild mit kleinen Lymphozyten, einige Plasmazellen, einigen Mastzellen, Histiozyten und intermediär großen lymphatischen Zellen, die teilweise etwas pleomorph sind. Eingestreut sieht man Blasten, die etwas polymorph sind. Keine Hodgkin- oder Sternberg-Zellen. Einzelne Mitosen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Wir haben immunhistochemische Untersuchungen durchgeführt, dabei sieht man kompakte CD20 kräftig positive B-ZellInfiltrate. Abgrenzbare Sekundärfollikel mit Mantelzonen. Das auffällige B-Zell-Infiltrat breitet sich peri/interfollikulär aus und dort sieht man auch eine vermehrte Expression von CD5. CD23 sieht man auf den FDC in den Keimzentren und den erhaltenen Mantelzonen. FOXP1 markiert die interfollikulären B-Zellen überwiegend. Auch die Mantelzonen werden kräftig positiv markiert. IGD markiert die Mantelzonen. Die Leichtkettenanalyse ergibt weder eine verlässliche Leichtkettenrestriktion für Kappa noch für Lambda, keine plasmozytische Differenzierung. In der Ki-67-Färbung sieht man eine deutlich erhöhte Proliferationsrate. Epstein-Barr-Virus wird in der in-situ-Hybridisierung für EBV nicht nachgewiesen (Kontrolle kräftig positiv). Wir haben die T-Zellen weiter analysiert. Man sieht eine kräftige Expression von CD3 auf den T-Zellen, ein signifikanter Anteil der T-Zellen ist CD8-positiv. In der CD4-Färbung sieht man auch kleinere T-Zell-Grüppchen, zudem auch einige histiozytäre Zellen, keine eigentlichen Granulome. In der CD21- und CD23-Färbung sieht man jeweils scharf begrenzte FDC-Netze in den Keimzentren. Man sieht nur vereinzelt PD1-positive Lymphozyten. Im Bereich der getroffenen Sekundärfollikel lassen sich vermehrt PD1-positive T-Zellen im äußersten Randbereich nachweisen. In der TGPFärbung wird ein Teil der T-Zellen markiert. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. In der TCL1- Färbung fand sich eine kräftige Markierung von B-Zellen, speziell von den Mantelzonen-Zellen. Diese sind jeweils gut erhalten und abgrenzbar von den Follikeln. Interfollikulär gelegentlich TCL1-positive Lymphozyten. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. Einzelne Primärfollikel sind kräftig positiv. Wir haben die molekulare Analyse durchgeführt. Ergebnis: FR1-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR2-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR3-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar TCR A-PCR polyklonales Muster reproduzierbar TCR B-PCR biklonales Muster vor polyklonalem Hintergrund reproduzierbar

Fall 01-7_CD23
P1887/16
Klinische Angaben:
E., T., 32 J, ♀
Zustand nach Lebertransplantation 1999 wegen Leberzirrhose bei Hepatitis C. Mehrere Schübe von Abstoßung in der Vergangenheit und Rezidiv der Hepatitis. Aktuell Lymphknoten submandibulär/submental. Zunächst keine weiteren klinischen Informationen. Nähere Informationen auf Nachfrage (siehe Diskussion)
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man in dem Lymphknoten eine grundsätzlich erhaltene Architektur. Einzelne Sekundärfollikel teilweise mit lebhaftem Sternhimmelbild und relativ vielen Blasten. Abgrenzbare Mantelzonen. Daneben sieht man dann aber auffällige interfollikuläre Abschnitte, wobei man T-Zonen und Pulpa kaum voneinander abgrenzen kann. Buntes Bild mit kleinen Lymphozyten, einige Plasmazellen, einigen Mastzellen, Histiozyten und intermediär großen lymphatischen Zellen, die teilweise etwas pleomorph sind. Eingestreut sieht man Blasten, die etwas polymorph sind. Keine Hodgkin- oder Sternberg-Zellen. Einzelne Mitosen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Wir haben immunhistochemische Untersuchungen durchgeführt, dabei sieht man kompakte CD20 kräftig positive B-ZellInfiltrate. Abgrenzbare Sekundärfollikel mit Mantelzonen. Das auffällige B-Zell-Infiltrat breitet sich peri/interfollikulär aus und dort sieht man auch eine vermehrte Expression von CD5. CD23 sieht man auf den FDC in den Keimzentren und den erhaltenen Mantelzonen. FOXP1 markiert die interfollikulären B-Zellen überwiegend. Auch die Mantelzonen werden kräftig positiv markiert. IGD markiert die Mantelzonen. Die Leichtkettenanalyse ergibt weder eine verlässliche Leichtkettenrestriktion für Kappa noch für Lambda, keine plasmozytische Differenzierung. In der Ki-67-Färbung sieht man eine deutlich erhöhte Proliferationsrate. Epstein-Barr-Virus wird in der in-situ-Hybridisierung für EBV nicht nachgewiesen (Kontrolle kräftig positiv). Wir haben die T-Zellen weiter analysiert. Man sieht eine kräftige Expression von CD3 auf den T-Zellen, ein signifikanter Anteil der T-Zellen ist CD8-positiv. In der CD4-Färbung sieht man auch kleinere T-Zell-Grüppchen, zudem auch einige histiozytäre Zellen, keine eigentlichen Granulome. In der CD21- und CD23-Färbung sieht man jeweils scharf begrenzte FDC-Netze in den Keimzentren. Man sieht nur vereinzelt PD1-positive Lymphozyten. Im Bereich der getroffenen Sekundärfollikel lassen sich vermehrt PD1-positive T-Zellen im äußersten Randbereich nachweisen. In der TGPFärbung wird ein Teil der T-Zellen markiert. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. In der TCL1- Färbung fand sich eine kräftige Markierung von B-Zellen, speziell von den Mantelzonen-Zellen. Diese sind jeweils gut erhalten und abgrenzbar von den Follikeln. Interfollikulär gelegentlich TCL1-positive Lymphozyten. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. Einzelne Primärfollikel sind kräftig positiv. Wir haben die molekulare Analyse durchgeführt. Ergebnis: FR1-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR2-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR3-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar TCR A-PCR polyklonales Muster reproduzierbar TCR B-PCR biklonales Muster vor polyklonalem Hintergrund reproduzierbar

Fall 01-7_Gie
P1887/16
Klinische Angaben:
E., T., 32 J, ♀
Zustand nach Lebertransplantation 1999 wegen Leberzirrhose bei Hepatitis C. Mehrere Schübe von Abstoßung in der Vergangenheit und Rezidiv der Hepatitis. Aktuell Lymphknoten submandibulär/submental. Zunächst keine weiteren klinischen Informationen. Nähere Informationen auf Nachfrage (siehe Diskussion)
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man in dem Lymphknoten eine grundsätzlich erhaltene Architektur. Einzelne Sekundärfollikel teilweise mit lebhaftem Sternhimmelbild und relativ vielen Blasten. Abgrenzbare Mantelzonen. Daneben sieht man dann aber auffällige interfollikuläre Abschnitte, wobei man T-Zonen und Pulpa kaum voneinander abgrenzen kann. Buntes Bild mit kleinen Lymphozyten, einige Plasmazellen, einigen Mastzellen, Histiozyten und intermediär großen lymphatischen Zellen, die teilweise etwas pleomorph sind. Eingestreut sieht man Blasten, die etwas polymorph sind. Keine Hodgkin- oder Sternberg-Zellen. Einzelne Mitosen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Wir haben immunhistochemische Untersuchungen durchgeführt, dabei sieht man kompakte CD20 kräftig positive B-ZellInfiltrate. Abgrenzbare Sekundärfollikel mit Mantelzonen. Das auffällige B-Zell-Infiltrat breitet sich peri/interfollikulär aus und dort sieht man auch eine vermehrte Expression von CD5. CD23 sieht man auf den FDC in den Keimzentren und den erhaltenen Mantelzonen. FOXP1 markiert die interfollikulären B-Zellen überwiegend. Auch die Mantelzonen werden kräftig positiv markiert. IGD markiert die Mantelzonen. Die Leichtkettenanalyse ergibt weder eine verlässliche Leichtkettenrestriktion für Kappa noch für Lambda, keine plasmozytische Differenzierung. In der Ki-67-Färbung sieht man eine deutlich erhöhte Proliferationsrate. Epstein-Barr-Virus wird in der in-situ-Hybridisierung für EBV nicht nachgewiesen (Kontrolle kräftig positiv). Wir haben die T-Zellen weiter analysiert. Man sieht eine kräftige Expression von CD3 auf den T-Zellen, ein signifikanter Anteil der T-Zellen ist CD8-positiv. In der CD4-Färbung sieht man auch kleinere T-Zell-Grüppchen, zudem auch einige histiozytäre Zellen, keine eigentlichen Granulome. In der CD21- und CD23-Färbung sieht man jeweils scharf begrenzte FDC-Netze in den Keimzentren. Man sieht nur vereinzelt PD1-positive Lymphozyten. Im Bereich der getroffenen Sekundärfollikel lassen sich vermehrt PD1-positive T-Zellen im äußersten Randbereich nachweisen. In der TGPFärbung wird ein Teil der T-Zellen markiert. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. In der TCL1- Färbung fand sich eine kräftige Markierung von B-Zellen, speziell von den Mantelzonen-Zellen. Diese sind jeweils gut erhalten und abgrenzbar von den Follikeln. Interfollikulär gelegentlich TCL1-positive Lymphozyten. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. Einzelne Primärfollikel sind kräftig positiv. Wir haben die molekulare Analyse durchgeführt. Ergebnis: FR1-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR2-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR3-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar TCR A-PCR polyklonales Muster reproduzierbar TCR B-PCR biklonales Muster vor polyklonalem Hintergrund reproduzierbar

Fall 01-7_Ki67
P1887/16
Klinische Angaben:
E., T., 32 J, ♀
Zustand nach Lebertransplantation 1999 wegen Leberzirrhose bei Hepatitis C. Mehrere Schübe von Abstoßung in der Vergangenheit und Rezidiv der Hepatitis. Aktuell Lymphknoten submandibulär/submental. Zunächst keine weiteren klinischen Informationen. Nähere Informationen auf Nachfrage (siehe Diskussion)
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man in dem Lymphknoten eine grundsätzlich erhaltene Architektur. Einzelne Sekundärfollikel teilweise mit lebhaftem Sternhimmelbild und relativ vielen Blasten. Abgrenzbare Mantelzonen. Daneben sieht man dann aber auffällige interfollikuläre Abschnitte, wobei man T-Zonen und Pulpa kaum voneinander abgrenzen kann. Buntes Bild mit kleinen Lymphozyten, einige Plasmazellen, einigen Mastzellen, Histiozyten und intermediär großen lymphatischen Zellen, die teilweise etwas pleomorph sind. Eingestreut sieht man Blasten, die etwas polymorph sind. Keine Hodgkin- oder Sternberg-Zellen. Einzelne Mitosen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Wir haben immunhistochemische Untersuchungen durchgeführt, dabei sieht man kompakte CD20 kräftig positive B-ZellInfiltrate. Abgrenzbare Sekundärfollikel mit Mantelzonen. Das auffällige B-Zell-Infiltrat breitet sich peri/interfollikulär aus und dort sieht man auch eine vermehrte Expression von CD5. CD23 sieht man auf den FDC in den Keimzentren und den erhaltenen Mantelzonen. FOXP1 markiert die interfollikulären B-Zellen überwiegend. Auch die Mantelzonen werden kräftig positiv markiert. IGD markiert die Mantelzonen. Die Leichtkettenanalyse ergibt weder eine verlässliche Leichtkettenrestriktion für Kappa noch für Lambda, keine plasmozytische Differenzierung. In der Ki-67-Färbung sieht man eine deutlich erhöhte Proliferationsrate. Epstein-Barr-Virus wird in der in-situ-Hybridisierung für EBV nicht nachgewiesen (Kontrolle kräftig positiv). Wir haben die T-Zellen weiter analysiert. Man sieht eine kräftige Expression von CD3 auf den T-Zellen, ein signifikanter Anteil der T-Zellen ist CD8-positiv. In der CD4-Färbung sieht man auch kleinere T-Zell-Grüppchen, zudem auch einige histiozytäre Zellen, keine eigentlichen Granulome. In der CD21- und CD23-Färbung sieht man jeweils scharf begrenzte FDC-Netze in den Keimzentren. Man sieht nur vereinzelt PD1-positive Lymphozyten. Im Bereich der getroffenen Sekundärfollikel lassen sich vermehrt PD1-positive T-Zellen im äußersten Randbereich nachweisen. In der TGPFärbung wird ein Teil der T-Zellen markiert. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. In der TCL1- Färbung fand sich eine kräftige Markierung von B-Zellen, speziell von den Mantelzonen-Zellen. Diese sind jeweils gut erhalten und abgrenzbar von den Follikeln. Interfollikulär gelegentlich TCL1-positive Lymphozyten. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. Einzelne Primärfollikel sind kräftig positiv. Wir haben die molekulare Analyse durchgeführt. Ergebnis: FR1-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR2-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR3-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar TCR A-PCR polyklonales Muster reproduzierbar TCR B-PCR biklonales Muster vor polyklonalem Hintergrund reproduzierbar

Fall 01-7-HE
P1887/16
Klinische Angaben:
E., T., 32 J, ♀
Zustand nach Lebertransplantation 1999 wegen Leberzirrhose bei Hepatitis C. Mehrere Schübe von Abstoßung in der Vergangenheit und Rezidiv der Hepatitis. Aktuell Lymphknoten submandibulär/submental. Zunächst keine weiteren klinischen Informationen. Nähere Informationen auf Nachfrage (siehe Diskussion)
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man in dem Lymphknoten eine grundsätzlich erhaltene Architektur. Einzelne Sekundärfollikel teilweise mit lebhaftem Sternhimmelbild und relativ vielen Blasten. Abgrenzbare Mantelzonen. Daneben sieht man dann aber auffällige interfollikuläre Abschnitte, wobei man T-Zonen und Pulpa kaum voneinander abgrenzen kann. Buntes Bild mit kleinen Lymphozyten, einige Plasmazellen, einigen Mastzellen, Histiozyten und intermediär großen lymphatischen Zellen, die teilweise etwas pleomorph sind. Eingestreut sieht man Blasten, die etwas polymorph sind. Keine Hodgkin- oder Sternberg-Zellen. Einzelne Mitosen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Wir haben immunhistochemische Untersuchungen durchgeführt, dabei sieht man kompakte CD20 kräftig positive B-ZellInfiltrate. Abgrenzbare Sekundärfollikel mit Mantelzonen. Das auffällige B-Zell-Infiltrat breitet sich peri/interfollikulär aus und dort sieht man auch eine vermehrte Expression von CD5. CD23 sieht man auf den FDC in den Keimzentren und den erhaltenen Mantelzonen. FOXP1 markiert die interfollikulären B-Zellen überwiegend. Auch die Mantelzonen werden kräftig positiv markiert. IGD markiert die Mantelzonen. Die Leichtkettenanalyse ergibt weder eine verlässliche Leichtkettenrestriktion für Kappa noch für Lambda, keine plasmozytische Differenzierung. In der Ki-67-Färbung sieht man eine deutlich erhöhte Proliferationsrate. Epstein-Barr-Virus wird in der in-situ-Hybridisierung für EBV nicht nachgewiesen (Kontrolle kräftig positiv). Wir haben die T-Zellen weiter analysiert. Man sieht eine kräftige Expression von CD3 auf den T-Zellen, ein signifikanter Anteil der T-Zellen ist CD8-positiv. In der CD4-Färbung sieht man auch kleinere T-Zell-Grüppchen, zudem auch einige histiozytäre Zellen, keine eigentlichen Granulome. In der CD21- und CD23-Färbung sieht man jeweils scharf begrenzte FDC-Netze in den Keimzentren. Man sieht nur vereinzelt PD1-positive Lymphozyten. Im Bereich der getroffenen Sekundärfollikel lassen sich vermehrt PD1-positive T-Zellen im äußersten Randbereich nachweisen. In der TGPFärbung wird ein Teil der T-Zellen markiert. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. In der TCL1- Färbung fand sich eine kräftige Markierung von B-Zellen, speziell von den Mantelzonen-Zellen. Diese sind jeweils gut erhalten und abgrenzbar von den Follikeln. Interfollikulär gelegentlich TCL1-positive Lymphozyten. Die Keimzentren sind bcl2-negativ. Einzelne Primärfollikel sind kräftig positiv. Wir haben die molekulare Analyse durchgeführt. Ergebnis: FR1-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR2-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar FR3-PCR polyklonales Muster, reproduzierbar TCR A-PCR polyklonales Muster reproduzierbar TCR B-PCR biklonales Muster vor polyklonalem Hintergrund reproduzierbar

Fall 02-1
P1098/16
Klinische Angaben:
H., R., 44 J, ♀
Cervicale Lymphadenopathie seit 3 Monaten. Keine näheren klinischen Informationen. Lymphknoten Histologie im Dezember 2015: isomorpher Befund zur aktuellen Einsendung.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit teilweise großen Follikeln. In diesen Follikeln erkennt man teilweise noch Keimzentrumsreste, die Mantel- und Marginalzonen sind aber offensichtlich verbreitert, und es liegt das Bild von progressiv transformierten Keimzentren vor. In diesen sieht man häufig einen Verlust von Sternhimmelzellen. Eingestreut sieht man einzelne Blasten, die etwas größer sind als kleine aktivierte Blasten, jedoch sieht man keine typischen L&H- Zellen/LP-Zellen. Keine Hodgkinoder Sternbergzellen. In den T-Zonen sieht man eine etwas gesteigerte Vaskularisation einzelner Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Man sieht expandierte CD20 kräftig positive Follikel. Diese sind allerdings gegenüber den angrenzenden T-Zonen gut abgrenzbar. Follikel zeigen Keimzentren und Mantelzonen und man sieht progressive transformierte Follikel. Dort vermehrt CD57-positive NKT-Zellen.
In der OCT2-Färbung sieht man vermehrt Blasten, die aber nicht wesentlich stärker positiv sind als die residuellen Keimzentrums-Blasten; einige OCT2-positive Blasten sieht man auch perigerminal. Vermehrt PD1-positive Zellen in den Follikeln; vereinzelte Rosetten um Blasten. In der CD5-Färbung sieht man relativ viele TZellen in einzelnen umgebauten Follikeln. In der CD23-Färbung sieht man spärliche FDCNetze in teilweise atrophen Follikeln. Vereinzelt kleinere Follikel innerhalb der progressiv transformierten Keimzentren. Verstreut CD30-positive Blasten häufig perigerminal in den TZonen. Vereinzelt eine zweikernige Zelle. Die Proliferationsrate ist in den progressiv transformierten Keimzentren teilweise niedriger als in den Follikeln, stellenweise aber noch deutlich höher als in Primärfollikeln. In der Kappa und Lambda-Färbung sieht man gelegentlich plasmozytisch differenzierte Zellen und es werden auch einzelne Blasten markiert, hiernach polyklonales Muster. In der CD15-Färbung sieht man einige neutrophile Granulozyten.
In der IgG4-Färbung sieht man fokal etwas vermehrt IgG4-positive Plasmazellen. Keine kompakten Grüppchen.

Fall 02-2
L7508/09
Klinische Angaben:
O., T., 40 J, ♂
Retroperitonealer Tumor
Mikroskopischer Befund:
Histologisch zeigt sich ein knotiges Infiltrat, wobei es sich offenbar um ausgedehnte follikuläre Strukturen handelt. Keimzentren sind nur in kleinen Anteilen dieser Knoten erkennbar. Große Teile der Knoten werden durch kleine Lymphozyten ausgefüllt. Innerhalb dieser Knoten diffus verteilt Epitheloidzellen. In wenigen knotigen Strukturen sieht man ein Einsprießen der Follikelmantelzellen in schmalen Strängen oder Straßen, so dass Keimzentrumsreste in kleinen Herden erhalten bleiben und so ein sogenanntes florales Muster entsteht. Schließlich sieht man innerhalb einzelner Knoten einige größere Blasten, keine „lymphocyte predominant cells“ (LP-cells)
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch zeigen die Knoten eine durchgehende CD20-Positivität. Es fallen große Blasten stark CD20-positiv auf. Sie zeigen ebenfalls eine mittelstarke Oct2-Expression. Die Keimzentrumsreststrukturen sind CD10-negativ, zumindest ein Teil dieser residuellen Keimzentrumsstrukturen ist allerdings eindeutig bcl2-positiv. CD23 zeigt überwiegend destruierte Netzwerke bzw. kleine Reste follikulärer dendritischer Zellen, CD30 markiert wenige aktivierte lymphatische Zellen. Schließlich sieht man innerhalb der Keimzentrumsreste eine ausgeprägte Vermehrung CD57- positiver Zellen.
In der FISH-Analyse zeigt sich ein Nachweis einer Translokation t(14 ;18 )

Fall 02-3
L3708/09 und L11630/10
Klinische Angaben:
B., F.-J., 56 J, ♂
Tumor Glandula submandibularis, unklare Raumforderung, Verdacht auf Lymphom (2-3) zervikale Lymphknotenschwellung, Verdacht auf Lymphom (2-4) Die Lymphknoten wurden in einem Abstand von 8 Monaten entnommen.
Mikroskopischer Befund:2-3:
Histologisch eine erhaltene Lymphknotenstruktur mit dem Bild einer follikulären Hyperplasie. Zahlreiche Lymphknoten zeigen eine typische zonale Schichtung mit regelhaft ausgebildetem Follikelmantel, daneben Follikel mit partiell oder vollständig progressiv transformierten Keimzentren. Anteilsmäßig liegen die transformierten Keimzentren bei 10- 20%. Es finden sich relativ ausgeprägte Interfollikulärareale, zum Teil mit Eosinophile und einem bunten zellulären Infiltrat und einer geringen Vermehrung epitheloider Venolen, auch einzelne Epitheloidzellen sind nachweisbar. In den transformierten Keimzentren selbst sieht man einzelne prominente Blasten, ganz vereinzelt auch Blasten, die an LP-Zellen, bzw. Popcorn Zellen erinnern, ohne ihnen vollständig zu entsprechen. Die Lymphknotenkapsel ist überall gut abgrenzbar.
2-4:
Histologisch ein Lymphknoten mit einer ebenfalls gut erhaltenen Grundstruktur mit einer ausgeprägten follikulären Hyperplasie. Die Keimzentren sind in ihrer Struktur regelhaft mit regelhafter zytologischer zellulärer Zusammensetzung. Man sieht hier lediglich ein oder zwei Follikel mit angedeuteter progressiver Transformation, im Übrigen entsprechen die Veränderungen weitgehend dem vorangegangenen Fall (vgl. 4-15). Auch hier wieder prominente Interfollikulärareale mit reichlich Plasmazellen und auch eosinophilen Granulozyten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:2-3:
Immunhistochemisch in der Darstellung von CD20 ein regelhaft erhaltener Strukturaufbau des Lymphknotens. In den progressiv transformierten Keimzentren zeigen die T-Zellen (CD3) überwiegend eine diffuse Verteilung, keine typische Clusterbildung. CD23 zeigt ein reduziertes, teilweise destruiertes Netzwerk follikulärer dendritischer Zellen, CD10 ist zum Teil deutlich reduziert, Oct2 und Pax5 ausgeprägt positive Zellen finden sich nur ganz vereinzelt. Die Zahl der CD57-positiven Zellen ist in den reaktiv veränderten Keimzentren deutlich erhöht, in den progressiv transformierten Keimzentren allerdings relativ wenig nachweisbar. Kein Nachweis von bcl2 in den Keimzentren. Zwei Keimzentren zeigen ein Überwiegen von Lambda-positiven Plasmazellen.
2-4:
Immunhistochemisch ein identisches Muster zu dem vorbeschriebenen Präparat (2-3).
Kein Nachweis klonaler Plasmazellen in einzelnen Keimzentren.

Fall 02-4
L3708/09 und L11630/10
Klinische Angaben:
B., F.-J., 56 J, ♂
Tumor Glandula submandibularis, unklare Raumforderung, Verdacht auf Lymphom (2-3) zervikale Lymphknotenschwellung, Verdacht auf Lymphom (2-4) Die Lymphknoten wurden in einem Abstand von 8 Monaten entnommen.
Mikroskopischer Befund:2-3:
Histologisch eine erhaltene Lymphknotenstruktur mit dem Bild einer follikulären Hyperplasie. Zahlreiche Lymphknoten zeigen eine typische zonale Schichtung mit regelhaft ausgebildetem Follikelmantel, daneben Follikel mit partiell oder vollständig progressiv transformierten Keimzentren. Anteilsmäßig liegen die transformierten Keimzentren bei 10- 20%. Es finden sich relativ ausgeprägte Interfollikulärareale, zum Teil mit Eosinophile und einem bunten zellulären Infiltrat und einer geringen Vermehrung epitheloider Venolen, auch einzelne Epitheloidzellen sind nachweisbar. In den transformierten Keimzentren selbst sieht man einzelne prominente Blasten, ganz vereinzelt auch Blasten, die an LP-Zellen, bzw. Popcorn Zellen erinnern, ohne ihnen vollständig zu entsprechen. Die Lymphknotenkapsel ist überall gut abgrenzbar.
2-4:
Histologisch ein Lymphknoten mit einer ebenfalls gut erhaltenen Grundstruktur mit einer ausgeprägten follikulären Hyperplasie. Die Keimzentren sind in ihrer Struktur regelhaft mit regelhafter zytologischer zellulärer Zusammensetzung. Man sieht hier lediglich ein oder zwei Follikel mit angedeuteter progressiver Transformation, im Übrigen entsprechen die Veränderungen weitgehend dem vorangegangenen Fall (vgl. 4-15). Auch hier wieder prominente Interfollikulärareale mit reichlich Plasmazellen und auch eosinophilen Granulozyten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:2-3:
Immunhistochemisch in der Darstellung von CD20 ein regelhaft erhaltener Strukturaufbau des Lymphknotens. In den progressiv transformierten Keimzentren zeigen die T-Zellen (CD3) überwiegend eine diffuse Verteilung, keine typische Clusterbildung. CD23 zeigt ein reduziertes, teilweise destruiertes Netzwerk follikulärer dendritischer Zellen, CD10 ist zum Teil deutlich reduziert, Oct2 und Pax5 ausgeprägt positive Zellen finden sich nur ganz vereinzelt. Die Zahl der CD57-positiven Zellen ist in den reaktiv veränderten Keimzentren deutlich erhöht, in den progressiv transformierten Keimzentren allerdings relativ wenig nachweisbar. Kein Nachweis von bcl2 in den Keimzentren. Zwei Keimzentren zeigen ein Überwiegen von Lambda-positiven Plasmazellen.
2-4:
Immunhistochemisch ein identisches Muster zu dem vorbeschriebenen Präparat (2-3).
Kein Nachweis klonaler Plasmazellen in einzelnen Keimzentren.

Fall 02-5
L9289/10d und L9289/10a
Klinische Angaben:
M., A., 14 J, ♂
Anlässlich einer inkarzerierten Leistenhernie entfernte inguinale Lymphknoten (2-5 und 2-6). Verdachtsdiagnose: reaktive Lymphadenitis oder frühes interfollikuläres Hodgkin Lymphom
Mikroskopischer Befund:2-5:
Histologisch eine erhaltene Lymphknotengrundstruktur mit weitgestellten Sinus. Im Vordergrund stehen kleine Lymphozyten, die sich teils diffus ausbreiten, teils in kleinen Knoten nachweisbar sind. Man findet darin eingebettet nur vereinzelt Blasten, einzelne Epitheloidzellen. In einem Anschnitt ein partiell progressiv transformiertes Keimzentrum, allerdings ohne typische LP-Zellen. Deutliche Sinuslymphozytose.
2-6:
Hier imponiert in einem Teil des Lymphknotens ein knotiges Infiltrat, welches offenbar große Follikel darstellt, diese Follikel entsprechen zum Teil progressiv transformierten Keimzentren, innerhalb dieser Keimzentren unregelmäßig verteilt größere Blasten, z. T. LPZellen und Popcorn Zellen entsprechend. In den Randbereichen sieht man Veränderungen wie in Präparat 2-5 beschrieben. Etwa 50-60% des Lymphknotens erscheinen umgebaut durch progressiv transformierte Keimzentren.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:2-5:
Immunhistochemisch zeigt sich, dass ein Teil der knotenförmigen lymphozytischen Herde CD20-positiv ist, überwiegend exprimieren sie CD3. Ganz vereinzelt ein isoliert gelegener CD20-positiver Blast. Innerhalb des einzelnen progressiv transformierten Keimzentrums vermehrte CD57-positive Zellen, allerdings auch in den kleinen als Primärfollikel erscheinenden B-Zell-Herden. Die Plasmazellen zeigen ein polyklonales Ig-Muster, CD23 zeigt ein typisches Netzwerk follikulärer dendritischer Zellen. Lediglich in dem solitären Keimzentrum eine Reduktion der FDC.
2-6:
Immunhistochemisch zeigen diese Keimzentren ein typisches Muster mit starker CD20 und Oct2-Expression der Blasten. Ferner eine sehr ausgeprägte Vermehrung von CD57. Auch die progressiv transformierten Keimzentren haben noch einen hohen T-Zell-Gehalt.

Fall 02-6
L9289/10d und L9289/10a
Klinische Angaben:
M., A., 14 J, ♂
Anlässlich einer inkarzerierten Leistenhernie entfernte inguinale Lymphknoten (2-5 und 2-6). Verdachtsdiagnose: reaktive Lymphadenitis oder frühes interfollikuläres Hodgkin Lymphom
Mikroskopischer Befund:2-5:
Histologisch eine erhaltene Lymphknotengrundstruktur mit weitgestellten Sinus. Im Vordergrund stehen kleine Lymphozyten, die sich teils diffus ausbreiten, teils in kleinen Knoten nachweisbar sind. Man findet darin eingebettet nur vereinzelt Blasten, einzelne Epitheloidzellen. In einem Anschnitt ein partiell progressiv transformiertes Keimzentrum, allerdings ohne typische LP-Zellen. Deutliche Sinuslymphozytose.
2-6:
Hier imponiert in einem Teil des Lymphknotens ein knotiges Infiltrat, welches offenbar große Follikel darstellt, diese Follikel entsprechen zum Teil progressiv transformierten Keimzentren, innerhalb dieser Keimzentren unregelmäßig verteilt größere Blasten, z. T. LPZellen und Popcorn Zellen entsprechend. In den Randbereichen sieht man Veränderungen wie in Präparat 2-5 beschrieben. Etwa 50-60% des Lymphknotens erscheinen umgebaut durch progressiv transformierte Keimzentren.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:2-5:
Immunhistochemisch zeigt sich, dass ein Teil der knotenförmigen lymphozytischen Herde CD20-positiv ist, überwiegend exprimieren sie CD3. Ganz vereinzelt ein isoliert gelegener CD20-positiver Blast. Innerhalb des einzelnen progressiv transformierten Keimzentrums vermehrte CD57-positive Zellen, allerdings auch in den kleinen als Primärfollikel erscheinenden B-Zell-Herden. Die Plasmazellen zeigen ein polyklonales Ig-Muster, CD23 zeigt ein typisches Netzwerk follikulärer dendritischer Zellen. Lediglich in dem solitären Keimzentrum eine Reduktion der FDC.
2-6:
Immunhistochemisch zeigen diese Keimzentren ein typisches Muster mit starker CD20 und Oct2-Expression der Blasten. Ferner eine sehr ausgeprägte Vermehrung von CD57. Auch die progressiv transformierten Keimzentren haben noch einen hohen T-Zell-Gehalt.

Fall 02-7
L601/11
Klinische Angaben:
H., E., 73 J, ♂
Lymphknotenschwellung in der linken Axilla. Verdachtsdiagnose: granulomatöse Lymphadenitis.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch findet sich eine weitgehend aufgehobene Lymphknotengrundstruktur, in der man zwei wesentliche Veränderungen findet. Zum einen zeigt sich ein angedeutet knotiges Infiltrat, daneben aber auch diffuse Infiltrate. Die knotigen sowie die diffusen Anteile bestehen aus kleinen Lymphozyten, eingestreut Histiozyten sowie zahlreiche Blasten, die vielfach klassischen sogenannten Popcorn-Zellen oder LP-Zellen entsprechen. In wenigen Abschnitten sieht man typisch progressiv transformierte Keimzentren mit klassischen LP-Zellen. Dazwischen reichlich Epitheloidzellen. Ein entsprechendes zytologisches Bild auch in den diffusen Anteilen. Darüber hinaus findet sich eine granulomatöse Reaktion mit relativ scharf umgrenzten Nekrosen, die von einem Histiozytenwall und zentraler Nekrose umgeben werden. Daneben auch kleine Epitheloidzellgranulome ohne Nekrose. Keine typische Riesenzellreaktion. In der Nekrose keine Granulozyten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch zeigt sich in der Darstellung von CD20 das knotige Muster mit progressiv transformierten Keimzentren. Die vorbeschriebenen Blasten sind deutlich CD20-positiv, ferner zeigen sie eine deutliche Oct2- Reaktivität. Die CD5-positiven T-Zellen sind insbesondere zwischen den Knoten sehr zahlreich, innerhalb der transformierten Keimzenten liegen sie in kleineren und größeren Gruppen. Darüber hinaus zeigen die Keimzentren eine massive Vermehrung von CD57- positiven lymphatischen Zellen. CD30-positive Blasten - ohne Nachweis klassischer Hodgkinoder Sternberg-Zellen - finden sich insbesondere zwischen den knotigen Formationen. Sie zeigen keine Koexpression von CD15. CD23 markiert in den transformierten Keimzentren z. T. reduzierte Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen. Die Darstellung der leichten Immunglobulinketten Kappa und Lambda zeigen zwischen den Knoten zahlreiche polyklonale Plasmazellen. In der EBER in situ-Hybridisierung keine positiven Zellen. Beim Versuch des Erregernachweises zeigt sich sowohl für Toxoplasmose als auch für Barthonella eine negative Reaktivität, ebenfalls kein Erregernachweis durch Warthin-Starry oder Grocott.
Die durchgeführte PCR zum Nachweis der Tuberkulose fällt negativ aus.

Fall 03-1
L5438/06
Klinische Angaben:
A., H., 74J, ♂
Speicheldrüsentumor, pleomorphes Adenom.
Mikroskopischer Befund:
zeigt sich eine grundsätzlich erhaltene Grundstruktur des lymphatischen Gewebes, in der die Lymphfollikel dominieren. Sie zeigen große floride Keimzentren, vereinzelt zeigt sich eine zonale Schichtung, dazwischen einzelne kleinere Keimzentren, ebenfalls mit zonaler Schichtung. Der Follikelmantel ist zum Teil breit und gelegentlich gering unscharf gegenüber dem Keimzentrum abgegrenzt. Die Keimzentren selbst zeigen zum Teil ein Sternhimmelbild. Interfollikulär ein relativ prominentes Bild epitheloider Venolen, zum Teil histiozytenreiche Abschnitte mit einzelnen Blasten. Insgesamt eine erhebliche Variabilität der Follikel.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch stellt CD20 die großen Follikel dar mit etwas vermehrtem Nachweis CD20-positiver interfollikulär gelegener Zellen. CD23 markiert den Follikelmantel, die Netzwerke der dendritischen Zellen in den Keimzentren sind überwiegend erhalten, vereinzelt etwas destruiert und reduziert. Interfollikulär reichlich CD5-positive T-Zellen, gleichmäßige T-Zell-Verteilung in den Keimzentren. Ein Teil der Keimzentren zeigt eine schwache bcl2-Reaktivität, einzelne Keimzentren sind komplett negativ. In der Darstellung der leichten Immunglobulinketten perifollikulär eine LambdaKlonalität der Plasmazellen.

Fall 03-2
L4325/10 Klinische Angaben:
L., C., 37J, ♀
Leistenlymphknoten, klinisch Verdacht auf malignes Lymphom
Mikroskopischer Befund:
Lymphknoten mit einer zum Teil noch erhaltenen Grundstruktur. Das Bild wird durch follikuläre Infiltrate bestimmt. Diese zeigen meist einen schmalen Follikelmantel, das Keimzentrum selbst zeigt häufig eine Zweischichtung. Die äußere Schicht ist unscharf gegenüber dem Mantel abgegrenzt und zeigt überwiegend kleine zentrozytenartige Zellen, mehr zum Zentrum finden sich gelegentlich kleine Gefäße sowie eine bunte Mischung von Keimzentrumszellen. Interfollikulär eine geringe Vermehrung epitheloider Venolen. Auffallend ein zum Teil kapselüberschreitendes Wachstum mit Follikelbildung.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Die follikulären Strukturen sind gleichförmig CD20-positiv, auch interfollikulär kleine Lymphozyten mit vermehrter CD20-Positivität. In der Darstellung für bcl2 zeigt sich unter dem Follikelmantel ein bcl2-positiver Ring, der ein bcl2- negatives Keimzentrum umschließt. Das Netzwerk follikulärer dendritischer Zellen ist zum Teil destruiert, offenbar reagiert ein Teil der Keimzentrumszellen positiv beim Nachweis von CD23. Die Keimzentren sind in ihrer Gesamtheit bcl6-positiv, wobei der äußere Ring etwas schwächer positiv erscheint. Die CD3-positiven T-Zellen sind weitgehend gleichförmig über die innere follikuläre Struktur verteilt. Die Plasmazellen zeigen keine Leichtkettenrestriktion. In der Darstellung von CD10 nur einzelne, versprengt im Keimzentrum liegende positive Zellen.
Molekulargenetisch Nachweis eines B-Zell-Klons.

Fall 03-3
L4115/08 Klinische Angaben:
G., D., 19J, ♂
Zervikale Lymphknotenschwellung, Verdachtsdiagnose: follikuläres Lymphom Grad I.
Mikroskopischer Befund:
Es findet sich eine erhaltene Lymphknotengrundstruktur mit einer zarten Lymphknotenkapsel. Im Vordergrund stehen zahlreiche Follikel, die große floride Keimzentren mit deutlichem Sternenhimmelbild aufweisen. Diese werden von einem relativ deutlich abgegrenzten Follikelmantel umschlossen. Daneben auch kleinere follikuläre Strukturen sowie einzelne Primärfollikel. Die Interfollikulärareale sind schmal, die Sinusstrukturen erhalten. Einzelne kleine T-Zell-Knötchen parakortikal. Randlich zwei Follikel mit gestörter Grundtextur. In der zytologischen Analyse zeigen die Lymphfollikel einen hohen Blastenreichtum, zum Teil sieht man eine typische zonale Schichtung. Interfollikulär ein lymphozytisches Infiltrat mit regelhafter Vaskularisation der Interfollikulärräume.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch in der Darstellung von CD20 eine typische Markierung der Follikel mit großen, vereinzelt fast konfluierenden Keimzentren und einem gut abgegrenzten Follikelmantel, interfollikulär wenig B-Zellen. Die Lymphfollikel haben einen regelhaften, gleichförmigen T-Zell-Gehalt (CD3, CD5). In der Darstellung von CD23 ausgeprägte erhaltene Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen, lediglich subkapsulär einzelne Follikel mit defekten Netzwerken. Die Keimzentren lassen sich deutlich mit CD10 markieren. In der Darstellung der leichten Ig-Ketten finden sich polyklonale Plasmazellen, subkapsulär drei Follikel mit einer Leichtkettenrestriktion Lambda. Diese Follikel stellen sich ebenfalls in der Markierung für bcl2 positiv dar, die übrigen Keimzentren sind bcl2- negativ. Molekulargenetisch in dem beschriebenen „in situ Areal“ kein Nachweis einer bcl2- Translokation in der FISH-Analyse.

Fall 03-4
L4159/12
Klinische Angaben:
H., V., 77J, ♀
Lymphknoten im Rahmen einer Strumektomie. Rundherde in der Lunge unklarer Genese. Keine weiteren klinischen Information verfügbar.
Mikroskopischer Befund:
Lymphknotengewebe mit zahlreichen nodulären Strukturen, die teils noch eine erhaltene Keimzentrumsschichtung, teils auch eine aufgehobene zeigen mit fehlendem Sternhimmelbild. Die Mantel/-Marginalzone erscheint regelrecht. Die T-Zone ist stellenweise gering verbreitert mit einzelnen untermischten Blasten, wobei Hodgkin-Zellen nicht vorkommen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch Reaktivität für CD20. Die Follikel zeigen ferner eine Expression von CD10 und es sind auch interfollikulär etwas vermehrt CD10-positive Zellen zu detektieren. Koexpression von bcl-2 auf der Mehrzahl der Keimzentrumszellen. Dabei sind aber in Lymphknotenabschnitten mit intakten Sinus einige Follikel bcl-2-negativ. CD23 markiert kräftig entwickelte FDC-Netzwerke sowie MantelLymphozyten. Mäßig hoher Gehalt an CD5-positiven T-Zellen ohne Koexpression auf den BZellen. Wechselnd hohe Proliferationsaktivität gemessen an MIB 1-positiven Zellen, die bezogen auf die intragerminale Tumorzellpopulation im Mittel mit etwa 20% anzugeben ist.

Fall 03-5
P1801/15
Klinische Angaben:
Sch-R., E., 55 J, ♀
Halszyste
Mikroskopischer Befund:
Lymphknotenanschnitte mit zahlreichen Sekundärfollikeln, diese mit blastenreichen teilweise unregelmäßig gestalteten bzw. zersiedelten Keimzentren und relativ breiten Follikelmantelzonen. Teilweise verbreiterte Interfollikulärzonen mit hier buntem zytologischem Bild und geringer Gefäßproliferation.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
CD20-Positivität der Lymphfollikel mit CD23- positiven Follikelmantelzonen und spärlichen residuellen FDC-Netzen. Kräftige Positivität der Keimzentren gegenüber bcl6.
Die T-Zonen erwartungsgemäß mit dominierender CD5-positiver T-Zell-Population. Ferner vermehrt intragerminale T-Lymphozyten. Ein identisches Färbereaktionsmuster in der Darstellung mit CD3. Mit CD30 wenige eingestreute aktivierte Lymphozyten/Blasten, keine diagnostischen Hodgkin- oder Reed-Sternberg-Blasten. Mit CD20 zeigt sich teilweise auch eine interfollikuläre B-Zell-Vermehrung, darunter auch blastäre Zellelemente. In der MIB1- Untersuchung zeigt sich eine gesteigerte Proliferationsaktivität von 30-40 %. In den Keimzentren eine moderate Proliferationsaktivität ohne eindeutig erkennbare Schichtung.
Progressiv transformierte Follikel mit CD20-Expression. Negativität der Keimzentren für CD23. FDC-Verlust. Bei uns zeigt sich eine bcl2-Expression in den Follikeln, die gleichwohl im Vergleich zu den reaktiven Mantelzonen eher schwach ausgeprägt ist, hiernach aber eindeutig scheint. Nicht alle Zellen im Keimzentrum werden markiert. Der Anteil der positiven Zellen scheint aber deutlich größer zu sein als der Anteil der T-Zellen. Die B- und die T-Zonen sind gut abgrenzbar. In der OCT2-Färbung sieht man vermehrt positive Zellen intragerminal. Die übrigen B-Zellen werden ebenfalls markiert. Relativ geringe Anzahl von CD57-positiven NKZellen im Keimzentrum. Etwas zahlreicher sieht man solche interfollikulär vor allem Richtung Pulpa. In der Ki67-Färbung werden die Follikel vermehrt markiert. Interfollikulär sieht man auch etwas vermehrt proliferierende Zellen, deutlich weniger als in den Follikeln. In der Kappa- und Lambda-Immunhistochemie sieht man einen Shift zugunsten von Kappa in den Follikeln. Die Leichtkettenanalyse haben wir durch Titration überprüft. Es scheint sich eine Kappa- Restriktion in den Follikeln zu bestätigen. Auch interfollikulär sieht man vermehrt Kappa-positive Zellen, zu einem größeren Teil als Blasten. In der CD21-Färbung sieht man expandierte FDC-Netze. In der CD23-Färbung Verlust der FDC-Netze und Markierung von Mantelzonenzellen, die teilweise in die Follikel reichen. Dabei ist morphologisch nicht das typische Bild der progressiven Transformation nachweisbar. Teilweise erinnert das Bild eher an ein Castleman-Lymphom, wo man die Follikel in Follikeln-Formationen sieht. Wir haben noch eine FISH-Untersuchung durchgeführt, dabei fand sich kein FISH-Signal für BCL2 (keine Translokation, Wildtyp). Kein Nachweis von Epstein-Barr-Virus in der in-situ-Hybridisierung.

Fall 03-6
L10329/09
Klinische Angaben:
N. B., 48J, ♀
Verdacht auf Hodgkin-Lymphom, Lymphknoten vom Hinterrand der Glandula submandibularis.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch zwei Lymphknoten, die beide eine sehr unterschiedliche Struktur aufweisen. In dem kleineren Lymphknoten sieht man eine erhaltene Grundtextur mit z. T. weiten Sinus, dazwischen kleine Follikel mit einem schmalen Follikelmantel. Die Keimzentren sind relativ blastenreich, vereinzelt sieht man eine zonale Schichtung, zum Teil fehlt diese, ein Sternenhimmelbild ist nicht ausgebildet. Die Interfollikulärareale und Parakortikalzone sind breit mit regelhafter Grundstruktur mit epitheloiden Venolen und einem lymphozytischen Infiltrat. Zarte Lymphknotenkapsel, hier nur umschrieben überwiegend lymphozytische Infiltrate, an einer Stelle eine kleine Follikelausbildung. Der zweite Lymphknoten zeigt dagegen große Keimzentren, die nahezu „Rücken an Rücken“ liegen, teilweise fehlt der Follikelmantel, teilweise ist dieser sehr schmal. Vereinzelt angedeutet ein Sternenhimmelbild in den Keimzentren, wobei eine typische zonale Schichtung nur vereinzelt nachweisbar ist. Auffallend ist neben diesen großen Keimzentren subkapsulär der Nachweis einzelner Follikel, welche blastenreich erscheinen und etwas kleiner sind. Zytologisch zeigen die großen Keimzentren überwiegend eine relativ bunte Zellularität mit zahlreichen Zentrozyten und unregelmäßig eingestreuten Blasten. Der Follikelmantel ist nur zum Teil abgrenzbar.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch zeigt der erste Lymphknoten Gruppen mit kleinen Keimzentren, eine geringe Vermehrung interfollikulär gelegener B-Zellen, in dem zweiten Lymphknoten ein Bild mit „Rücken an Rücken“ gelegenen Follikeln. In der Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigen die Plasmazellen ein polyklonales Ig-Muster. Fraglich an der Oberfläche eine Leichtkettenrestriktion vom Typ Kappa. In beiden Lymphknoten eine deutliche CD10-Expression der Keimzentren. Das typische Netzwerk follikulärer dendritischer Zellen ist in den Keimzentren beider Lymphknoten weitgehend zerstört, einzelne Keimzentrumszellen zeigen offenbar eine CD23-Expression. In beiden Lymphknoten eine gleichmäßige Verteilung von CD5-positiven T-Zellen. CD57 zeigt ebenfalls ein gleiches Reaktionsmuster in beiden Lymphknoten. Die Proliferationsrate (Mib1) ist in dem größeren Lymphknoten mit großen Keimzentren deutlich erhöht, hier beträgt sie in den Keimzentren bis zu 70%, in den kleineren Keimzentren des ersten Lymphknotens ist die Proliferationsrate deutlich niedriger (30%). In der Darstellung von bcl2 reagieren die Keimzentren in den kleinen Follikeln des einen Lymphknotens positiv, in dem zweiten Lymphknoten durchgehend negativ. In der bcl2-FISH-Analyse sieht man ein positives Signal in den kleinen Keimzentren, in dem Lymphknoten mit größeren Keimzentren Signale als Hinweis auf eine numerische Aberration ohne typische Signalkonstellation für t(14 ;18 ).
In der molekularen Klonalitätsanalyse zeigen beide Lymphknoten ein klonales IgHRekombinationsmuster.

Fall 03-7
P8828/15
Klinische Angaben:
R., D., 65 J, ♂
Lymphknoten von der rechten Thoraxwand. Keine weiteren Informationen.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit einer zerstörten Architektur. Einzelne follikuläre Formationen kann man erkennen. Zentrale Gefäße. Manchmal erscheinen die Follikel obliteriert. Man sieht ein Zentrozyten-ähnliches Infiltrat, untermischt mit wenigen Blasten. Nach außen (Mantel- und Marginalzonen) sieht man ein kleinzelligeres Infiltrat und es stellt sich die Frage, ob hier ein follikuläres Lymphom mit kleinzelliger Ausdifferenzierung oder Marginalzonenlymphom mit Kolonisation der Follikel vorliegt.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der CD20-Färbung mit kräftiger positiver Reaktion in den Keimzentren und auch in der Umgebung. Abgrenzbare T-Zonen. Kein vermehrter Nachweis von Zyklin D1. In den Follikeln CD10-Expression, interfollikulär Verlust von CD10 oder zumindest abgeschwächtes Signal. In der CD21-Färbung sieht man FDCNetze in den Follikeln. In der bcl2 Färbung werden die Follikel ausgespart, die perifollikulären und interfollikulären Infiltrate sind positiv. In der CD23-Färbung werden nicht nur vereinzelt FDC-Netze gesehen, auch die B-Zellen werden teilweise kräftig positiv markiert. Auch die interfollikulären B-Zell-Infiltrate sind CD23-positiv. In der CD5-Färbung sieht man ein Muster wie in der CD3-Färbung, die B-Zellen sind hiernach CD5-negativ. Stellenweise relativ viele TZellen perifollikulär und auch innerhalb der Follikel T-Zellen. Variable proliferative Aktivität, die aber in den Keimzentren höher ist als interfollikulär. FOXP1 wird vor allem peri- und interfollikulär exprimiert. Vereinzelt sieht man auch interfollikuläre Lymphozyten. Bcl2 markiert die T-Zonen und die Mantel- und Marginalzonen, die Follikel werden nur marginal markiert. In der LMO2-Färbung sieht man dass die Keimzentren positiv sind. Nach peri- und interfollikulär nimmt der LMO2-Expression ab. In der Leichtkettenanalyse sieht man keine klonalen Plasmazellen, die Follikelzellen zeigen hiernach fraglich eine Leichtkettenrestriktion vom Typ Kappa.
Nachweis einer aberranten Signalkonstellation unter Verwendung der BCL2-BreakapartSonde als Hinweis auf ein Bruchereignis im BCL2-Genlocus.

Fall 03-8
P1282/16
Klinische Angaben:
St., S., 64J, ♂
Anales Basalzellkarzinom bekannt. Retroperitoneale Lymphadenopathie.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit einer destruierten Architektur und nodulären Formationen unterschiedlicher Größe. Dabei sieht man ein bevorzugt Zentrozyten-ähnliches Infiltrat. In einigen Abschnitten kann man Reste von Keimzentren vermuten, so dass die Mehrzahl der Infiltrate hier möglicherweise nicht aus dem Keimzentrum, sondern aus der Mantel- oder Marginalzone stammt (Kolonisation der Follikel?).
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Expansion der B-Zonen in der CD20-Färbung mit Keimzentrumsresten, die CD10-positiv sind und verbreiterten Mantel-/Marginalzonen, dort sieht man eine Negativität gegenüber CD10 und CD5, aber etwas vermehrt CD23-positive BZellen. FDC-Netze in den Follikeln. Die Keimzentren sind bcl2-negativ bzw. nur marginal positiv. In der Leichtkettenanalyse sieht man polyklonale Plasmazellen in der Pulpa. Die BZellen zeigen möglicherweise einen leichten Shift zu Gunsten von Kappa. Die Proliferationsrate ist niedrig, die kleineren residuellen Keimzentren proliferieren deutlich stärker als die exzentrisch liegenden verbreiteten Mantelzonen. Partielle Expression von LMO2 im residuellen Follikel etwas stärker als in der Außenzone. In der TCL1-Färbung sieht man spärliche Mantelzonenzellen, die exzentrisch liegen zu den atypischen Infiltraten. In der FoxP1-Färbung werden die germinalen Infiltrate nur schwach markiert. Je weiter exzentrisch die Infiltrate zu den Keimzentren liegen, desto stärker positiv ist die nukleäre Reaktion für FoxP1. In der IgD-Färbung wird das atypische Infiltrat jenseits der residuellen Follikel markiert. Dabei sieht man keine typischen residuellen Mantelzonen, sondern expandierte atypische Infiltrate im Bereich der Follikel-Mantel- und Marginalzonen.

Fall 04-1
L9932/10
Klinische Angaben:
L., K., 51J, ♂
Bekanntes Malignom, hier reaktiver Lymphknoten.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch zeigt sich ein kleiner Lymphknoten, zum Teil mit lipomatöser Atrophie. Man sieht subkapsulär kleine Knötchen, teilweise bandartig angeordnet, bestehend aus Lymphozyten, die z. T. kleine, etwas gebuchtete Kerne aufweisen, dazwischen vereinzelt ein Blast, zur Pulpa hin ebenfalls Rasen von Lymphozyten, umschrieben sehr kleine Reste von Keimzentren, weite Sinus mit Gewebsmastzellen, in den Sinus weiterhin Lymphozyten und einzelne Makrophagen. Kein extranodales Infiltrat. Immunhistochemie und Spezialfärbungen: Immunhistochemisch zeigt sich in der Darstellung von CD20 subkapsulär eine Darstellung der kleinen Knötchen, auch die Zellen in den Sinus sind positiv. Darunter breitere T-Zonen, tief in die Pulpa hineinreichend. Hier werden die Zellen durchgehend von CD3 markiert. CD23 zeigt vereinzelt kleinste Restnetze follikulärer dendritischer Zellen in den kleinen marginalzonenartigen Knötchen. CD5 zeigt eine allenfalls schwache Koexpression auf diesen kleinen vorbeschriebenen Marginalzonenknötchen, distinkt zeigen diese allerdings eine Positivität beim Nachweis von Zyklin D1. Die Plasmazellen zeigen ein polyklonales Ig-Muster.

Fall 04-2
P646/15
Klinische Angaben:
D., W., 48 J, ♂
Leistenlymphknoten. Keine weiteren Angaben verfügbar.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch Fettgewebe mit einem Lymphknoten, der eine grundsätzlich erhaltene Struktur und durchgängige Sinusoide aufweist. Zahlreiche Lymphfollikel mit einer etwas prominenten, monoton zusammengesetzten Follikelaußenzone. Die Keimzentren imponieren unauffällig, ebenso die T-Zone. Hier sind einige locker eingestreute Histiozyten nachweisbar. Die Monotonie der Mantelzonen-Region bestätigt sich auch in der Giemsa-Färbung, die Zellen haben häufig rundliche, teilweise auch gering unregelmäßige Kerne mit gleichmäßiger Chromatinstruktur. Im Bereich der Randsinus teilweise ein angedeutet hellzelliges Bild.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Versilberung ein unauffälliges Fasermuster. In der PAS-Reaktion stellen sich vereinzelte Granulozyten in dem Sinus dar. Immunhistochemisch ist die Kompartimentierung der B- und T-Zonen gut erhalten, beide sind kräftig ausgebildet.
In der CD5-Färbung zeigt sich allerdings eine schwache Positivität auch im Bereich der Mantelzonen. Passend dazu liegen hier auch - wie von Ihnen beschrieben - zahlreiche ZyklinD1-positive Zellen vor. Die Zellen hier sind teilweise auch CD23-positiv, die FDC-Netze ganz überwiegend unauffällig (CD23). Bei Darstellung der leichten Ketten mit der Immunhistochemie ein polytypisches Profil der Plasmazellen, im Bereich der Mantelzonen ist etwas stärker Lambda als Kappa nachweisbar, ohne dass jedoch eine Restriktion erkennbar wäre.
CD3-Färbung ohne Befunderweiterung. In der Ki67-Färbung eine regelhaft hohe Proliferation in den Keimzentren, die Mantelzonen mit geringer Proliferationsaktivität von ca. 8 %.

Fall 04-3_CD005
P10428/15
Klinische Angaben:
K., G., 80 J, ♂
Gaumentumor
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man unter einer erhaltenen plattenepithelialen Überkleidung ausgedehnte lymphoidzellige Infiltrate, die insgesamt relativ gleichförmig erscheinen, in der Giemsa-Färbung sieht man etwas hellere Abschnitte sowie dazwischen liegend dunklere Herde lymphatischer Zellen. In den helleren Abschnitten erscheinen die Zellen etwas größer als Lymphozyten, das Kernchromatin ist aufgehellt, die Kerne etwas pleomorph. Dazwischen sieht man kleine Lymphozyten mit chromatindichten Kernen. In den helleren Herden lassen sich eindeutige Blasten nicht nachweisen. In der Versilberung zeigt sich ein relativ feines Netz von argyrophilen Fasern, gelegentlich sind einige Gefäße etwas stärker akzentuiert von argyrophilen Fasern umgeben. In der PAS-Färbung lassen sich intranukleäre Einschlüsse nicht nachweisen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Darstellung von CD20 zeigen sich ausgedehnte flächenhafte Infiltrate, wobei die helleren Herde etwas stärker betont sind. In der Markierung für CD3 zeigt sich das sehr grob-knotige Muster mit vermehrt zwischen den Knoten liegenden T-Zellen. Die Proliferationsrate ist relativ gering, in einzelnen Herden etwas akzentuiert, hier liegt der Anteil positiver Zellen bei etwa 20 %. In der Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigt sich im Vergleich ein interessantes Muster. In der Darstellung der leichten Kette Kappa erscheinen die Herde positiv, die Interfollikulärareale hingegen negativ. Für Lambda zeigt sich ein genau umgekehrtes Muster. Wir haben diese Färbungen ergänzt. In der Darstellung von CD5 zeigt sich eine Koexpression auf den B-Zellen, wobei die Koexpression wahrscheinlich überwiegend in den Herden nachweisbar ist. In der Darstellung von CD23 sieht man zwischen den Knoten vermehrt positive Zellen, ebenfalls direkt unter der Schleimhaut ein dichteres Band positiver Zellen. Wir haben aufgrund der bei Ihnen nachgewiesenen Besonderheiten in der Leichtkettenrestriktion eine in-situ-Hybridisierung für die Plasmazellen durchgeführt, diese zeigen ein polyklonales Muster. In der Darstellung von bcl6 sehen wir nur verstreut einzelne stärker nukleär positive Zellen, keine Expression von CD10. In der Darstellung von CyclinD1 zeigt sich eine deutliche nukleäre Positivität in den helleren Herden. FR1-PCR monoklonal 331 Basenpaare FR2-PCR biklonal 259 und 265 Basenpaare FR3-PCR biklonal 118 und 128 Basenpaare
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch monoklonale bzw. biklonale B-Zell-Proliferation.

Fall 04-3_CD20
P10428/15
Klinische Angaben:
K., G., 80 J, ♂
Gaumentumor
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man unter einer erhaltenen plattenepithelialen Überkleidung ausgedehnte lymphoidzellige Infiltrate, die insgesamt relativ gleichförmig erscheinen, in der Giemsa-Färbung sieht man etwas hellere Abschnitte sowie dazwischen liegend dunklere Herde lymphatischer Zellen. In den helleren Abschnitten erscheinen die Zellen etwas größer als Lymphozyten, das Kernchromatin ist aufgehellt, die Kerne etwas pleomorph. Dazwischen sieht man kleine Lymphozyten mit chromatindichten Kernen. In den helleren Herden lassen sich eindeutige Blasten nicht nachweisen. In der Versilberung zeigt sich ein relativ feines Netz von argyrophilen Fasern, gelegentlich sind einige Gefäße etwas stärker akzentuiert von argyrophilen Fasern umgeben. In der PAS-Färbung lassen sich intranukleäre Einschlüsse nicht nachweisen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Darstellung von CD20 zeigen sich ausgedehnte flächenhafte Infiltrate, wobei die helleren Herde etwas stärker betont sind. In der Markierung für CD3 zeigt sich das sehr grob-knotige Muster mit vermehrt zwischen den Knoten liegenden T-Zellen. Die Proliferationsrate ist relativ gering, in einzelnen Herden etwas akzentuiert, hier liegt der Anteil positiver Zellen bei etwa 20 %. In der Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigt sich im Vergleich ein interessantes Muster. In der Darstellung der leichten Kette Kappa erscheinen die Herde positiv, die Interfollikulärareale hingegen negativ. Für Lambda zeigt sich ein genau umgekehrtes Muster. Wir haben diese Färbungen ergänzt. In der Darstellung von CD5 zeigt sich eine Koexpression auf den B-Zellen, wobei die Koexpression wahrscheinlich überwiegend in den Herden nachweisbar ist. In der Darstellung von CD23 sieht man zwischen den Knoten vermehrt positive Zellen, ebenfalls direkt unter der Schleimhaut ein dichteres Band positiver Zellen. Wir haben aufgrund der bei Ihnen nachgewiesenen Besonderheiten in der Leichtkettenrestriktion eine in-situ-Hybridisierung für die Plasmazellen durchgeführt, diese zeigen ein polyklonales Muster. In der Darstellung von bcl6 sehen wir nur verstreut einzelne stärker nukleär positive Zellen, keine Expression von CD10. In der Darstellung von CyclinD1 zeigt sich eine deutliche nukleäre Positivität in den helleren Herden. FR1-PCR monoklonal 331 Basenpaare R2-PCR biklonal 259 und 265 Basenpaare FR3-PCR biklonal 118 und 128 Basenpaare
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch monoklonale bzw. biklonale B-Zell-Proliferation.

Fall 04-3_CD23
P10428/15
Klinische Angaben:
K., G., 80 J, ♂
Gaumentumor
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man unter einer erhaltenen plattenepithelialen Überkleidung ausgedehnte lymphoidzellige Infiltrate, die insgesamt relativ gleichförmig erscheinen, in der Giemsa-Färbung sieht man etwas hellere Abschnitte sowie dazwischen liegend dunklere Herde lymphatischer Zellen. In den helleren Abschnitten erscheinen die Zellen etwas größer als Lymphozyten, das Kernchromatin ist aufgehellt, die Kerne etwas pleomorph. Dazwischen sieht man kleine Lymphozyten mit chromatindichten Kernen. In den helleren Herden lassen sich eindeutige Blasten nicht nachweisen. In der Versilberung zeigt sich ein relativ feines Netz von argyrophilen Fasern, gelegentlich sind einige Gefäße etwas stärker akzentuiert von argyrophilen Fasern umgeben. In der PAS-Färbung lassen sich intranukleäre Einschlüsse nicht nachweisen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Darstellung von CD20 zeigen sich ausgedehnte flächenhafte Infiltrate, wobei die helleren Herde etwas stärker betont sind. In der Markierung für CD3 zeigt sich das sehr grob-knotige Muster mit vermehrt zwischen den Knoten liegenden T-Zellen. Die Proliferationsrate ist relativ gering, in einzelnen Herden etwas akzentuiert, hier liegt der Anteil positiver Zellen bei etwa 20 %. In der Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigt sich im Vergleich ein interessantes Muster. In der Darstellung der leichten Kette Kappa erscheinen die Herde positiv, die Interfollikulärareale hingegen negativ. Für Lambda zeigt sich ein genau umgekehrtes Muster. Wir haben diese Färbungen ergänzt. In der Darstellung von CD5 zeigt sich eine Koexpression auf den B-Zellen, wobei die Koexpression wahrscheinlich überwiegend in den Herden nachweisbar ist. In der Darstellung von CD23 sieht man zwischen den Knoten vermehrt positive Zellen, ebenfalls direkt unter der Schleimhaut ein dichteres Band positiver Zellen. Wir haben aufgrund der bei Ihnen nachgewiesenen Besonderheiten in der Leichtkettenrestriktion eine in-situ-Hybridisierung für die Plasmazellen durchgeführt, diese zeigen ein polyklonales Muster. In der Darstellung von bcl6 sehen wir nur verstreut einzelne stärker nukleär positive Zellen, keine Expression von CD10. In der Darstellung von CyclinD1 zeigt sich eine deutliche nukleäre Positivität in den helleren Herden. FR1-PCR monoklonal 331 Basenpaare R2-PCR biklonal 259 und 265 Basenpaare FR3-PCR biklonal 118 und 128 Basenpaare
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch monoklonale bzw. biklonale B-Zell-Proliferation.

Fall 04-3_CyclinD1
P10428/15
Klinische Angaben:
K., G., 80 J, ♂
Gaumentumor
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man unter einer erhaltenen plattenepithelialen Überkleidung ausgedehnte lymphoidzellige Infiltrate, die insgesamt relativ gleichförmig erscheinen, in der Giemsa-Färbung sieht man etwas hellere Abschnitte sowie dazwischen liegend dunklere Herde lymphatischer Zellen. In den helleren Abschnitten erscheinen die Zellen etwas größer als Lymphozyten, das Kernchromatin ist aufgehellt, die Kerne etwas pleomorph. Dazwischen sieht man kleine Lymphozyten mit chromatindichten Kernen. In den helleren Herden lassen sich eindeutige Blasten nicht nachweisen. In der Versilberung zeigt sich ein relativ feines Netz von argyrophilen Fasern, gelegentlich sind einige Gefäße etwas stärker akzentuiert von argyrophilen Fasern umgeben. In der PAS-Färbung lassen sich intranukleäre Einschlüsse nicht nachweisen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Darstellung von CD20 zeigen sich ausgedehnte flächenhafte Infiltrate, wobei die helleren Herde etwas stärker betont sind. In der Markierung für CD3 zeigt sich das sehr grob-knotige Muster mit vermehrt zwischen den Knoten liegenden T-Zellen. Die Proliferationsrate ist relativ gering, in einzelnen Herden etwas akzentuiert, hier liegt der Anteil positiver Zellen bei etwa 20 %. In der Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigt sich im Vergleich ein interessantes Muster. In der Darstellung der leichten Kette Kappa erscheinen die Herde positiv, die Interfollikulärareale hingegen negativ. Für Lambda zeigt sich ein genau umgekehrtes Muster. Wir haben diese Färbungen ergänzt. In der Darstellung von CD5 zeigt sich eine Koexpression auf den B-Zellen, wobei die Koexpression wahrscheinlich überwiegend in den Herden nachweisbar ist. In der Darstellung von CD23 sieht man zwischen den Knoten vermehrt positive Zellen, ebenfalls direkt unter der Schleimhaut ein dichteres Band positiver Zellen. Wir haben aufgrund der bei Ihnen nachgewiesenen Besonderheiten in der Leichtkettenrestriktion eine in-situ-Hybridisierung für die Plasmazellen durchgeführt, diese zeigen ein polyklonales Muster. In der Darstellung von bcl6 sehen wir nur verstreut einzelne stärker nukleär positive Zellen, keine Expression von CD10. In der Darstellung von CyclinD1 zeigt sich eine deutliche nukleäre Positivität in den helleren Herden. FR1-PCR monoklonal 331 Basenpaare R2-PCR biklonal 259 und 265 Basenpaare FR3-PCR biklonal 118 und 128 Basenpaare
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch monoklonale bzw. biklonale B-Zell-Proliferation.

Fall 04-3_Gie
P10428/15
Klinische Angaben:
K., G., 80 J, ♂
Gaumentumor
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man unter einer erhaltenen plattenepithelialen Überkleidung ausgedehnte lymphoidzellige Infiltrate, die insgesamt relativ gleichförmig erscheinen, in der Giemsa-Färbung sieht man etwas hellere Abschnitte sowie dazwischen liegend dunklere Herde lymphatischer Zellen. In den helleren Abschnitten erscheinen die Zellen etwas größer als Lymphozyten, das Kernchromatin ist aufgehellt, die Kerne etwas pleomorph. Dazwischen sieht man kleine Lymphozyten mit chromatindichten Kernen. In den helleren Herden lassen sich eindeutige Blasten nicht nachweisen. In der Versilberung zeigt sich ein relativ feines Netz von argyrophilen Fasern, gelegentlich sind einige Gefäße etwas stärker akzentuiert von argyrophilen Fasern umgeben. In der PAS-Färbung lassen sich intranukleäre Einschlüsse nicht nachweisen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Darstellung von CD20 zeigen sich ausgedehnte flächenhafte Infiltrate, wobei die helleren Herde etwas stärker betont sind. In der Markierung für CD3 zeigt sich das sehr grob-knotige Muster mit vermehrt zwischen den Knoten liegenden T-Zellen. Die Proliferationsrate ist relativ gering, in einzelnen Herden etwas akzentuiert, hier liegt der Anteil positiver Zellen bei etwa 20 %. In der Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigt sich im Vergleich ein interessantes Muster. In der Darstellung der leichten Kette Kappa erscheinen die Herde positiv, die Interfollikulärareale hingegen negativ. Für Lambda zeigt sich ein genau umgekehrtes Muster. Wir haben diese Färbungen ergänzt. In der Darstellung von CD5 zeigt sich eine Koexpression auf den B-Zellen, wobei die Koexpression wahrscheinlich überwiegend in den Herden nachweisbar ist. In der Darstellung von CD23 sieht man zwischen den Knoten vermehrt positive Zellen, ebenfalls direkt unter der Schleimhaut ein dichteres Band positiver Zellen. Wir haben aufgrund der bei Ihnen nachgewiesenen Besonderheiten in der Leichtkettenrestriktion eine in-situ-Hybridisierung für die Plasmazellen durchgeführt, diese zeigen ein polyklonales Muster. In der Darstellung von bcl6 sehen wir nur verstreut einzelne stärker nukleär positive Zellen, keine Expression von CD10. In der Darstellung von CyclinD1 zeigt sich eine deutliche nukleäre Positivität in den helleren Herden. FR1-PCR monoklonal 331 Basenpaare R2-PCR biklonal 259 und 265 Basenpaare FR3-PCR biklonal 118 und 128 Basenpaare
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch monoklonale bzw. biklonale B-Zell-Proliferation.

Fall 04-3_MIB-1
P10428/15
Klinische Angaben:
K., G., 80 J, ♂
Gaumentumor
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man unter einer erhaltenen plattenepithelialen Überkleidung ausgedehnte lymphoidzellige Infiltrate, die insgesamt relativ gleichförmig erscheinen, in der Giemsa-Färbung sieht man etwas hellere Abschnitte sowie dazwischen liegend dunklere Herde lymphatischer Zellen. In den helleren Abschnitten erscheinen die Zellen etwas größer als Lymphozyten, das Kernchromatin ist aufgehellt, die Kerne etwas pleomorph. Dazwischen sieht man kleine Lymphozyten mit chromatindichten Kernen. In den helleren Herden lassen sich eindeutige Blasten nicht nachweisen. In der Versilberung zeigt sich ein relativ feines Netz von argyrophilen Fasern, gelegentlich sind einige Gefäße etwas stärker akzentuiert von argyrophilen Fasern umgeben. In der PAS-Färbung lassen sich intranukleäre Einschlüsse nicht nachweisen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Darstellung von CD20 zeigen sich ausgedehnte flächenhafte Infiltrate, wobei die helleren Herde etwas stärker betont sind. In der Markierung für CD3 zeigt sich das sehr grob-knotige Muster mit vermehrt zwischen den Knoten liegenden T-Zellen. Die Proliferationsrate ist relativ gering, in einzelnen Herden etwas akzentuiert, hier liegt der Anteil positiver Zellen bei etwa 20 %. In der Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigt sich im Vergleich ein interessantes Muster. In der Darstellung der leichten Kette Kappa erscheinen die Herde positiv, die Interfollikulärareale hingegen negativ. Für Lambda zeigt sich ein genau umgekehrtes Muster. Wir haben diese Färbungen ergänzt. In der Darstellung von CD5 zeigt sich eine Koexpression auf den B-Zellen, wobei die Koexpression wahrscheinlich überwiegend in den Herden nachweisbar ist. In der Darstellung von CD23 sieht man zwischen den Knoten vermehrt positive Zellen, ebenfalls direkt unter der Schleimhaut ein dichteres Band positiver Zellen. Wir haben aufgrund der bei Ihnen nachgewiesenen Besonderheiten in der Leichtkettenrestriktion eine in-situ-Hybridisierung für die Plasmazellen durchgeführt, diese zeigen ein polyklonales Muster. In der Darstellung von bcl6 sehen wir nur verstreut einzelne stärker nukleär positive Zellen, keine Expression von CD10. In der Darstellung von CyclinD1 zeigt sich eine deutliche nukleäre Positivität in den helleren Herden. FR1-PCR monoklonal 331 Basenpaare R2-PCR biklonal 259 und 265 Basenpaare FR3-PCR biklonal 118 und 128 Basenpaare
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch monoklonale bzw. biklonale B-Zell-Proliferation.

Fall 04-3-HE
P10428/15
Klinische Angaben:
K., G., 80 J, ♂
Gaumentumor
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man unter einer erhaltenen plattenepithelialen Überkleidung ausgedehnte lymphoidzellige Infiltrate, die insgesamt relativ gleichförmig erscheinen, in der Giemsa-Färbung sieht man etwas hellere Abschnitte sowie dazwischen liegend dunklere Herde lymphatischer Zellen. In den helleren Abschnitten erscheinen die Zellen etwas größer als Lymphozyten, das Kernchromatin ist aufgehellt, die Kerne etwas pleomorph. Dazwischen sieht man kleine Lymphozyten mit chromatindichten Kernen. In den helleren Herden lassen sich eindeutige Blasten nicht nachweisen. In der Versilberung zeigt sich ein relativ feines Netz von argyrophilen Fasern, gelegentlich sind einige Gefäße etwas stärker akzentuiert von argyrophilen Fasern umgeben. In der PAS-Färbung lassen sich intranukleäre Einschlüsse nicht nachweisen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Darstellung von CD20 zeigen sich ausgedehnte flächenhafte Infiltrate, wobei die helleren Herde etwas stärker betont sind. In der Markierung für CD3 zeigt sich das sehr grob-knotige Muster mit vermehrt zwischen den Knoten liegenden T-Zellen. Die Proliferationsrate ist relativ gering, in einzelnen Herden etwas akzentuiert, hier liegt der Anteil positiver Zellen bei etwa 20 %. In der Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigt sich im Vergleich ein interessantes Muster. In der Darstellung der leichten Kette Kappa erscheinen die Herde positiv, die Interfollikulärareale hingegen negativ. Für Lambda zeigt sich ein genau umgekehrtes Muster. Wir haben diese Färbungen ergänzt. In der Darstellung von CD5 zeigt sich eine Koexpression auf den B-Zellen, wobei die Koexpression wahrscheinlich überwiegend in den Herden nachweisbar ist. In der Darstellung von CD23 sieht man zwischen den Knoten vermehrt positive Zellen, ebenfalls direkt unter der Schleimhaut ein dichteres Band positiver Zellen. Wir haben aufgrund der bei Ihnen nachgewiesenen Besonderheiten in der Leichtkettenrestriktion eine in-situ-Hybridisierung für die Plasmazellen durchgeführt, diese zeigen ein polyklonales Muster. In der Darstellung von bcl6 sehen wir nur verstreut einzelne stärker nukleär positive Zellen, keine Expression von CD10. In der Darstellung von CyclinD1 zeigt sich eine deutliche nukleäre Positivität in den helleren Herden. FR1-PCR monoklonal 331 Basenpaare R2-PCR biklonal 259 und 265 Basenpaare FR3-PCR biklonal 118 und 128 Basenpaare
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch monoklonale bzw. biklonale B-Zell-Proliferation.

Fall 05-1
L7192/13 Der vorliegende Befund dient als Illustration einer regelhaften weißen Pulpa mit regelhafter Schichtung in Primär-oder sekundär-Follikel, Follikelmantel und Marginalzone.
Klinische Angaben:
K., H., 48J, ♀
Milzruptur nach Treppensturz. Organgewicht 140 g.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch fällt eine etwas prominente weiße Pulpa auf mit kleinen Keimzentren und einer deutlich prominenten Follikelaußenzone, die zytologisch monoton imponiert, und deren Zellen etwas größer sind als kleine Lymphozyten, und die ein deutlich helleres Chromatin zeigen. Auch in der roten Pulpa sind perivaskulär kleine Lymphozytenmanschetten etabliert (physiologisch).
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch sind die breiten Follikelaußenzonen CD20-positiv, eine Koexpression von CD5 oder Zyklin D1 besteht nicht, auch CD23 wird nicht in nennenswerter Menge exprimiert, gleichwohl werden FDC-Netze in den Keimzentren nachgewiesen. Letztere proliferieren regelhaft hoch, im Übrigen besteht eine nur geringe Proliferationsrate. In der immunhistochemischen Leichtkettendarstellung sieht man polytypische Plasmazellen in der roten Pulpa, daneben in der weißen Pulpa ein polytypisches Bild bei oberflächenbezogenen Leichtkettenexpression. Die CD43-Färbung verläuft auf den B-Zellen in der Marginalzone negativ. In der in-situ-Hybridisierung für die leichten Immunglobulinketten bleibt es bei einem polytypischen Muster bei den Plasmazellen. In der Immunglobulin-Schwerketten-Gen-Analyse ist eine B-Zell-Klonalität nicht nachweisbar.

Fall 05-2
P9722/15
Klinische Angaben:
H., B., 48J, ♀
Zuvor wurden Stanzpartikel von einem links-axillären Lymphknoten übersandt. Klinischerseits wurde eine beidseitige axilläre Lymphknotenvergrößerung und eine B-Symptomatik angegeben. Im Stanzzylinder konnten Marginalzonenlymphom nicht ausgeschlossen werden. Lymphknotenbiopsie erbeten. Diese liegt hier vor.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sind zwei Lymphknoten angeschnitten, die allenfalls gering vergrößert sind. Kapsel intakt, auch die Sinusoide durchgängig. Es lassen sich reichliche Follikel erkennen, die im Wesentlichen durch Marginalzonen repräsentiert sind und nur vereinzelt auch Keimzentren erkennen lassen. Intrafollikulär imponiert das Bild etwas bunter, einige Plasmazellen sind neben leicht pleomorphen T-Zellen nachzuweisen. Innerhalb der Sinus etwas vermehrte Histiozyten, einige eingestreute Mastzellen (Giemsa). Einige dispers verteilte PAS-positive Makrophagen in den Sinus. Unauffälliges Fasergerüst in der Versilberung.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In Immunfärbungen eine intakte Kompartimentierung des lymphatischen Gewebes, die Follikel etwas prominent (CD20, CD5). Regelhafte Expression von CD23 auf FDC-Netzen innerhalb der Follikel, teilweise auch auf einigen, zumeist schütter angeordneten Mantelzellen. Keine Expression von CyclinD1. In der Leichtkettenanalyse der Plasmazellen ein polytypisches Muster, die B-Lymphozyten ohne Nachweis einer Restriktion. Proliferationsrate durchgehend gering, nur ganz vereinzelt ein höher proliferierendes Keimzentrum.

Fall 05-3
P650/16
Klinische Angaben:
M., B., 51J, ♂
Lymphknoten von der Arteria hepatis communis. Keine näheren Angaben.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man in dem Lymphknoten eine grundsätzlich erhaltene Architektur. Die Kapsel ist überwiegend zart. Die Sinus sind teilweise erweitert. Kleinere B-Zonen mit teilweise atrophen Keimzentren und leichter Hyperplasie der Mantel/Marginalzonen. Schwach entwickelte T-Zonen. In den Sinus sieht man zum Teil Erythrozyten und auch einige Lymphozyten und Histiozyten sowie Sinuswandzellen. Keine atypischen Zellen. An den Trabekeln etwas vermehrt Plasmazellen. Die Veränderungen lassen zunächst an ein reaktives Geschehen denken, allerdings sind die Mantel- und Marginalzone etwas verbreitert; Abgrenzung zum Mantelzelllymphom bzw. zum Marginalzonenlymphom ist vorzunehmen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der CD20 Färbung fand sich eine Vermehrung von B-Zellen. Teilweise reaktiv-hyperplastische, teilweise atrophe Sekundärfollikel. Verbreiterte Mantelzonen. In der CD5-Färbung sieht man abgrenzbare TZonen, die aber auch eher atroph sind. In der Mantelzone eingestreute CD5- positive T-Zellen und Mantelzonenzellen, die partiell mit CD23 markiert werden. Kein vermehrter Nachweis von Zyklin D1-positiven Zellen. In der Ki67-Färbung proliferieren einige Sekundärfollikel deutlich, die atrophen proliferieren wenig. Schließlich sieht man in der Pulpa vermehrt Plasmazellen mit polyklonalem Muster für Kappa und Lambda. Die Mantelzonen-B-Zellen zeigen ebenfalls hiernach ein polyklonales Muster für Kappa und Lambda. In der IgD-Färbung sieht man recht gut abgrenzbare residuelle Mantelzonen und eine deutliche Verbreiterung der Mantelzonen. In der CD43-Färbung sieht man Marginalzonenzellen eingestreut. In der FOXp1-Färbung sieht man eine Verbreiterung der Mantelzonen (das Muster deckt sich in etwa mit der IgD-Färbung). Zudem sieht man CD5 schwach positive Zellen, die möglicherweise CD5-positiven, CD23-negativen Mantel-Zellen (Mantelzonenzellen enthalten BZellen des Primärfollikel – physiolog Gegenstück der B-CLL und Mantelzellen – physiologisches Gegenstück des Mantelzelllymphoms) entsprechen könnten.

Fall 05-4
P6753/15
Klinische Angaben:
J., U., 51J, ♀
Follikuläres Lymphom seit 2009 bekannt, mehrere Rezidive. Erneute Lymphknotenschwellung.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man zerstörtes Lymphknotengewebe. Daneben kleinere Lymphknotenanteile mit erhaltener Architektur. Man sieht noduläre/follikuläre Formationen etwas unterschiedlicher Größe. Viele zentrozytenähnliche Zellen. Einzelne Blasten. Gelegentlich noch Sternhimmelzellen. Vereinzelt lockere Blastengrüppchen. Vereinzelt ein nukleärer Einschluss. Im Bereich der präexistenten Mantel- und Marginalzonen ist das Infiltrat etwas kleinzelliger, leicht hellzellig, zytologisch aber auch atypisch (Marginalzonen-Ausbreitung oder Marginalzonen-Differenzierung des Lymphoms?).
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Man sieht kompakte CD20- positive B-ZellInfiltrate. Nur vereinzelt CD10-positive Zellen, die sich teilweise auf die T-Zonen oder Sinus projizieren. Dort sind auch CD5-positive Lymphozyten nachweisbar. Auffällige FDC-Netze in der CD23-Färbung. Die B-Zellen sind partiell bcl2-positiv, zentral in den Knötchen häufig negativ. Bcl6 wird in den zentralen Knötchen gesehen, so dass hier wahrscheinlich Reste von Keimzentren vorliegen, auch wenn diese nicht relevant mit CD10 markiert werden. In der Ki67- Färbung sieht man in den Follikeln, Follikelresten eine signifikant hohe Proliferationsrate, aber keine sichere Schichtung. In den Mantelzonen sieht man eine Leichtkettenrestriktion vom Typ Kappa auf der Oberfläche der Zellen, vereinzelt sind wohl auch Kappa-positive plasmozytisch differenzierte Zellen nachweisbar.
In der LMO 2 Färbung sieht man Reste der Keimzentren, die schwach positiv markiert werden. Das Infiltrat ist CyclinD1-negativ, SOX11 wird nicht relevant nachgewiesen.

Fall 06-1
L3313/10
Klinische Angaben:
K., F., 86J, ♀
Lymphknotenschwellungen beidseits, dermatopathische Lymphadenitis.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch eine erhaltene Lymphknotengrundstruktur mit zarter Kapsel. Im Vordergrund steht eine ausgeprägt verbreiterte Parakortikalzone, die hell erscheint und mit Rasen von interdigitierenden Retikulumzellen bzw. Langerhans Zellen ausgefüllt ist. Darin eingebettet kleine Lymphozyten, perivaskulär etwas akzentuiert, vereinzelt mittelgroße, etwas stärker pleomorphe Zellen sowie einzelne Blasten. Gelegentlich etwas stärker pleomorphe Zellkerne in kleinen Gruppen von 10-15 Zellen erkennbar. Lymphfollikel sind kaum erkennbar. Zur Pulpa hin kleine primärfollikelartig erscheinende Knötchen. Die Pulpa selbst ist regelhaft strukturiert.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Die Parakortikalzonen sind nahezu frei von CD20-positiven B-Zellen, hier dominieren S100- und CD1a-positive dendritische Zellen in großen Herden. CD23 zeigt kleine feine Netze follikulärer dendritischer Zellen in kleinen Lymphfollikeln. Das T-Zell-Infiltrat innerhalb der Parakortikalzonen exprimiert den vollständigen Phänotyp reifer T-Zellen mit CD3, CD5 sowie ganz überwiegend CD4. CD8- positive Zellen sind lediglich wenige eingestreut. Die Plasmazellen zeigen ein polyklonales IgG-Muster, CD30-positive aktivierte Zellen sind mäßig vermehrt in der Parakortikalzone. Darüber hinaus fällt auf, dass kleine CD20-positive B-Zell-Knoten offenbar eine schwache Koexpression von CD5 zeigen bei CD3-Negativität. In der molekulargenetischen Analyse lässt sich ein T-Zell-Klon nachweisen.

Fall 06-2_CD1a
P6697/15
Klinische Angaben:
C., U., 56J, ♀
Inguinaler Lymphknoten. Externe Diagnose: atopische Dermatitis? Erythrodermie?
Mikroskopischer Befund:
Das Hautexzisat zeigt eine erhaltene epidermale Überkleidung mit minimaler Hyperkeratose. Man sieht ein angedeutet bandförmiges Infiltrat im oberen Korium ohne nennenswerten Epidermotropismus. Perivaskuläres Ausbreitungsmuster; leichte Eosinophilie. Zytologisch vereinzelt leicht atypische Zellen. Im Lymphknoten sieht man eine grundsätzlich erhaltene Architektur mit einzelnen Sekundärfollikeln und auch eine abgrenzbare Kapsel mit erhaltenen Sinus und Pulpasträngen. Relativ breite T-Zonen die auffällig hellzellig erscheinen (viele dendritische Zellen.). Eosinophilie. pleomorphe kleine Lymphozyten und zahlreiche eingestreute Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Haut sieht man ein gefäßassoziiertes, leicht epidermotropes, CD3-positives T-Zell-Infiltrat. Nur ganz vereinzelt sieht man eine BZelle in der CD20-Färbung. In der Ki67-Färbung sieht man eine gering gesteigerte proliferative Aktivität der T-Lymphozyten (10-15 %). Die Mehrzahl der Zellen wird mit CD4 markiert.
Im Lymphknoten sieht man abgrenzbare B- und T-Zonen in der CD20- und CD3-Färbung. Die T-Zonen sind deutlich expandiert. Das lymphatische Gewebe ist aber noch organoid aufgebaut. Geringe Marginalisierung von B-Zellen subkapsulär. Erhöhte proliferative Aktivität in den T-Zonen, gemessen an Ki67-positiven Zellen (fokal bis 50 %). Dort viele CD4-positive Lymphozyten und auch Histiozyten. Partielle Expression von CD30 auf zum Teil polymorphen Blasten. In der CD8-Färbung sieht man gelegentlich zytotoxische T-Zellen.

Fall 06-2_CD20
P6697/15
Klinische Angaben:
C., U., 56J, ♀
Inguinaler Lymphknoten. Externe Diagnose: atopische Dermatitis? Erythrodermie?
Mikroskopischer Befund:
Das Hautexzisat zeigt eine erhaltene epidermale Überkleidung mit minimaler Hyperkeratose. Man sieht ein angedeutet bandförmiges Infiltrat im oberen Korium ohne nennenswerten Epidermotropismus. Perivaskuläres Ausbreitungsmuster; leichte Eosinophilie. Zytologisch vereinzelt leicht atypische Zellen. Im Lymphknoten sieht man eine grundsätzlich erhaltene Architektur mit einzelnen Sekundärfollikeln und auch eine abgrenzbare Kapsel mit erhaltenen Sinus und Pulpasträngen. Relativ breite T-Zonen die auffällig hellzellig erscheinen (viele dendritische Zellen.). Eosinophilie. pleomorphe kleine Lymphozyten und zahlreiche eingestreute Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Haut sieht man ein gefäßassoziiertes, leicht epidermotropes, CD3-positives T-Zell-Infiltrat. Nur ganz vereinzelt sieht man eine BZelle in der CD20-Färbung. In der Ki67-Färbung sieht man eine gering gesteigerte proliferative Aktivität der T-Lymphozyten (10-15 %). Die Mehrzahl der Zellen wird mit CD4 markiert.
Im Lymphknoten sieht man abgrenzbare B- und T-Zonen in der CD20- und CD3-Färbung. Die T-Zonen sind deutlich expandiert. Das lymphatische Gewebe ist aber noch organoid aufgebaut. Geringe Marginalisierung von B-Zellen subkapsulär. Erhöhte proliferative Aktivität in den T-Zonen, gemessen an Ki67-positiven Zellen (fokal bis 50 %). Dort viele CD4-positive Lymphozyten und auch Histiozyten. Partielle Expression von CD30 auf zum Teil polymorphen Blasten. In der CD8-Färbung sieht man gelegentlich zytotoxische T-Zellen.

Fall 06-2_CD3_1
P6697/15
Klinische Angaben:
C., U., 56J, ♀
Inguinaler Lymphknoten. Externe Diagnose: atopische Dermatitis? Erythrodermie?
Mikroskopischer Befund:
Das Hautexzisat zeigt eine erhaltene epidermale Überkleidung mit minimaler Hyperkeratose. Man sieht ein angedeutet bandförmiges Infiltrat im oberen Korium ohne nennenswerten Epidermotropismus. Perivaskuläres Ausbreitungsmuster; leichte Eosinophilie. Zytologisch vereinzelt leicht atypische Zellen. Im Lymphknoten sieht man eine grundsätzlich erhaltene Architektur mit einzelnen Sekundärfollikeln und auch eine abgrenzbare Kapsel mit erhaltenen Sinus und Pulpasträngen. Relativ breite T-Zonen die auffällig hellzellig erscheinen (viele dendritische Zellen.). Eosinophilie. pleomorphe kleine Lymphozyten und zahlreiche eingestreute Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Haut sieht man ein gefäßassoziiertes, leicht epidermotropes, CD3-positives T-Zell-Infiltrat. Nur ganz vereinzelt sieht man eine BZelle in der CD20-Färbung. In der Ki67-Färbung sieht man eine gering gesteigerte proliferative Aktivität der T-Lymphozyten (10-15 %). Die Mehrzahl der Zellen wird mit CD4 markiert.
Im Lymphknoten sieht man abgrenzbare B- und T-Zonen in der CD20- und CD3-Färbung. Die T-Zonen sind deutlich expandiert. Das lymphatische Gewebe ist aber noch organoid aufgebaut. Geringe Marginalisierung von B-Zellen subkapsulär. Erhöhte proliferative Aktivität in den T-Zonen, gemessen an Ki67-positiven Zellen (fokal bis 50 %). Dort viele CD4-positive Lymphozyten und auch Histiozyten. Partielle Expression von CD30 auf zum Teil polymorphen Blasten. In der CD8-Färbung sieht man gelegentlich zytotoxische T-Zellen.

Fall 06-2_CD3_2
P6697/15
Klinische Angaben:
C., U., 56J, ♀
Inguinaler Lymphknoten. Externe Diagnose: atopische Dermatitis? Erythrodermie?
Mikroskopischer Befund:
Das Hautexzisat zeigt eine erhaltene epidermale Überkleidung mit minimaler Hyperkeratose. Man sieht ein angedeutet bandförmiges Infiltrat im oberen Korium ohne nennenswerten Epidermotropismus. Perivaskuläres Ausbreitungsmuster; leichte Eosinophilie. Zytologisch vereinzelt leicht atypische Zellen. Im Lymphknoten sieht man eine grundsätzlich erhaltene Architektur mit einzelnen Sekundärfollikeln und auch eine abgrenzbare Kapsel mit erhaltenen Sinus und Pulpasträngen. Relativ breite T-Zonen die auffällig hellzellig erscheinen (viele dendritische Zellen.). Eosinophilie. pleomorphe kleine Lymphozyten und zahlreiche eingestreute Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Haut sieht man ein gefäßassoziiertes, leicht epidermotropes, CD3-positives T-Zell-Infiltrat. Nur ganz vereinzelt sieht man eine BZelle in der CD20-Färbung. In der Ki67-Färbung sieht man eine gering gesteigerte proliferative Aktivität der T-Lymphozyten (10-15 %). Die Mehrzahl der Zellen wird mit CD4 markiert.
Im Lymphknoten sieht man abgrenzbare B- und T-Zonen in der CD20- und CD3-Färbung. Die T-Zonen sind deutlich expandiert. Das lymphatische Gewebe ist aber noch organoid aufgebaut. Geringe Marginalisierung von B-Zellen subkapsulär. Erhöhte proliferative Aktivität in den T-Zonen, gemessen an Ki67-positiven Zellen (fokal bis 50 %). Dort viele CD4-positive Lymphozyten und auch Histiozyten. Partielle Expression von CD30 auf zum Teil polymorphen Blasten. In der CD8-Färbung sieht man gelegentlich zytotoxische T-Zellen.

Fall 06-2_CD30
P6697/15
Klinische Angaben:
C., U., 56J, ♀
Inguinaler Lymphknoten. Externe Diagnose: atopische Dermatitis? Erythrodermie?
Mikroskopischer Befund:
Das Hautexzisat zeigt eine erhaltene epidermale Überkleidung mit minimaler Hyperkeratose. Man sieht ein angedeutet bandförmiges Infiltrat im oberen Korium ohne nennenswerten Epidermotropismus. Perivaskuläres Ausbreitungsmuster; leichte Eosinophilie. Zytologisch vereinzelt leicht atypische Zellen. Im Lymphknoten sieht man eine grundsätzlich erhaltene Architektur mit einzelnen Sekundärfollikeln und auch eine abgrenzbare Kapsel mit erhaltenen Sinus und Pulpasträngen. Relativ breite T-Zonen die auffällig hellzellig erscheinen (viele dendritische Zellen.). Eosinophilie. pleomorphe kleine Lymphozyten und zahlreiche eingestreute Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Haut sieht man ein gefäßassoziiertes, leicht epidermotropes, CD3-positives T-Zell-Infiltrat. Nur ganz vereinzelt sieht man eine BZelle in der CD20-Färbung. In der Ki67-Färbung sieht man eine gering gesteigerte proliferative Aktivität der T-Lymphozyten (10-15 %). Die Mehrzahl der Zellen wird mit CD4 markiert.
Im Lymphknoten sieht man abgrenzbare B- und T-Zonen in der CD20- und CD3-Färbung. Die T-Zonen sind deutlich expandiert. Das lymphatische Gewebe ist aber noch organoid aufgebaut. Geringe Marginalisierung von B-Zellen subkapsulär. Erhöhte proliferative Aktivität in den T-Zonen, gemessen an Ki67-positiven Zellen (fokal bis 50 %). Dort viele CD4-positive Lymphozyten und auch Histiozyten. Partielle Expression von CD30 auf zum Teil polymorphen Blasten. In der CD8-Färbung sieht man gelegentlich zytotoxische T-Zellen.

Fall 06-2_Gie
P6697/15
Klinische Angaben:
C., U., 56J, ♀
Inguinaler Lymphknoten. Externe Diagnose: atopische Dermatitis? Erythrodermie?
Mikroskopischer Befund:
Das Hautexzisat zeigt eine erhaltene epidermale Überkleidung mit minimaler Hyperkeratose. Man sieht ein angedeutet bandförmiges Infiltrat im oberen Korium ohne nennenswerten Epidermotropismus. Perivaskuläres Ausbreitungsmuster; leichte Eosinophilie. Zytologisch vereinzelt leicht atypische Zellen. Im Lymphknoten sieht man eine grundsätzlich erhaltene Architektur mit einzelnen Sekundärfollikeln und auch eine abgrenzbare Kapsel mit erhaltenen Sinus und Pulpasträngen. Relativ breite T-Zonen die auffällig hellzellig erscheinen (viele dendritische Zellen.). Eosinophilie. pleomorphe kleine Lymphozyten und zahlreiche eingestreute Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Haut sieht man ein gefäßassoziiertes, leicht epidermotropes, CD3-positives T-Zell-Infiltrat. Nur ganz vereinzelt sieht man eine BZelle in der CD20-Färbung. In der Ki67-Färbung sieht man eine gering gesteigerte proliferative Aktivität der T-Lymphozyten (10-15 %). Die Mehrzahl der Zellen wird mit CD4 markiert.
Im Lymphknoten sieht man abgrenzbare B- und T-Zonen in der CD20- und CD3-Färbung. Die T-Zonen sind deutlich expandiert. Das lymphatische Gewebe ist aber noch organoid aufgebaut. Geringe Marginalisierung von B-Zellen subkapsulär. Erhöhte proliferative Aktivität in den T-Zonen, gemessen an Ki67-positiven Zellen (fokal bis 50 %). Dort viele CD4-positive Lymphozyten und auch Histiozyten. Partielle Expression von CD30 auf zum Teil polymorphen Blasten. In der CD8-Färbung sieht man gelegentlich zytotoxische T-Zellen.

Fall 06-2_Ki67_1
P6697/15
Klinische Angaben:
C., U., 56J, ♀
Inguinaler Lymphknoten. Externe Diagnose: atopische Dermatitis? Erythrodermie?
Mikroskopischer Befund:
Das Hautexzisat zeigt eine erhaltene epidermale Überkleidung mit minimaler Hyperkeratose. Man sieht ein angedeutet bandförmiges Infiltrat im oberen Korium ohne nennenswerten Epidermotropismus. Perivaskuläres Ausbreitungsmuster; leichte Eosinophilie. Zytologisch vereinzelt leicht atypische Zellen. Im Lymphknoten sieht man eine grundsätzlich erhaltene Architektur mit einzelnen Sekundärfollikeln und auch eine abgrenzbare Kapsel mit erhaltenen Sinus und Pulpasträngen. Relativ breite T-Zonen die auffällig hellzellig erscheinen (viele dendritische Zellen.). Eosinophilie. pleomorphe kleine Lymphozyten und zahlreiche eingestreute Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Haut sieht man ein gefäßassoziiertes, leicht epidermotropes, CD3-positives T-Zell-Infiltrat. Nur ganz vereinzelt sieht man eine BZelle in der CD20-Färbung. In der Ki67-Färbung sieht man eine gering gesteigerte proliferative Aktivität der T-Lymphozyten (10-15 %). Die Mehrzahl der Zellen wird mit CD4 markiert.
Im Lymphknoten sieht man abgrenzbare B- und T-Zonen in der CD20- und CD3-Färbung. Die T-Zonen sind deutlich expandiert. Das lymphatische Gewebe ist aber noch organoid aufgebaut. Geringe Marginalisierung von B-Zellen subkapsulär. Erhöhte proliferative Aktivität in den T-Zonen, gemessen an Ki67-positiven Zellen (fokal bis 50 %). Dort viele CD4-positive Lymphozyten und auch Histiozyten. Partielle Expression von CD30 auf zum Teil polymorphen Blasten. In der CD8-Färbung sieht man gelegentlich zytotoxische T-Zellen.

Fall 06-2_Ki67_2
P6697/15
Klinische Angaben:
C., U., 56J, ♀
Inguinaler Lymphknoten. Externe Diagnose: atopische Dermatitis? Erythrodermie?
Mikroskopischer Befund:
Das Hautexzisat zeigt eine erhaltene epidermale Überkleidung mit minimaler Hyperkeratose. Man sieht ein angedeutet bandförmiges Infiltrat im oberen Korium ohne nennenswerten Epidermotropismus. Perivaskuläres Ausbreitungsmuster; leichte Eosinophilie. Zytologisch vereinzelt leicht atypische Zellen. Im Lymphknoten sieht man eine grundsätzlich erhaltene Architektur mit einzelnen Sekundärfollikeln und auch eine abgrenzbare Kapsel mit erhaltenen Sinus und Pulpasträngen. Relativ breite T-Zonen die auffällig hellzellig erscheinen (viele dendritische Zellen.). Eosinophilie. pleomorphe kleine Lymphozyten und zahlreiche eingestreute Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Haut sieht man ein gefäßassoziiertes, leicht epidermotropes, CD3-positives T-Zell-Infiltrat. Nur ganz vereinzelt sieht man eine BZelle in der CD20-Färbung. In der Ki67-Färbung sieht man eine gering gesteigerte proliferative Aktivität der T-Lymphozyten (10-15 %). Die Mehrzahl der Zellen wird mit CD4 markiert.
Im Lymphknoten sieht man abgrenzbare B- und T-Zonen in der CD20- und CD3-Färbung. Die T-Zonen sind deutlich expandiert. Das lymphatische Gewebe ist aber noch organoid aufgebaut. Geringe Marginalisierung von B-Zellen subkapsulär. Erhöhte proliferative Aktivität in den T-Zonen, gemessen an Ki67-positiven Zellen (fokal bis 50 %). Dort viele CD4-positive Lymphozyten und auch Histiozyten. Partielle Expression von CD30 auf zum Teil polymorphen Blasten. In der CD8-Färbung sieht man gelegentlich zytotoxische T-Zellen.

Fall 06-2-HE
P6697/15
Klinische Angaben:
C., U., 56J, ♀
Inguinaler Lymphknoten. Externe Diagnose: atopische Dermatitis? Erythrodermie?
Mikroskopischer Befund:
Das Hautexzisat zeigt eine erhaltene epidermale Überkleidung mit minimaler Hyperkeratose. Man sieht ein angedeutet bandförmiges Infiltrat im oberen Korium ohne nennenswerten Epidermotropismus. Perivaskuläres Ausbreitungsmuster; leichte Eosinophilie. Zytologisch vereinzelt leicht atypische Zellen. Im Lymphknoten sieht man eine grundsätzlich erhaltene Architektur mit einzelnen Sekundärfollikeln und auch eine abgrenzbare Kapsel mit erhaltenen Sinus und Pulpasträngen. Relativ breite T-Zonen die auffällig hellzellig erscheinen (viele dendritische Zellen.). Eosinophilie. pleomorphe kleine Lymphozyten und zahlreiche eingestreute Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Haut sieht man ein gefäßassoziiertes, leicht epidermotropes, CD3-positives T-Zell-Infiltrat. Nur ganz vereinzelt sieht man eine BZelle in der CD20-Färbung. In der Ki67-Färbung sieht man eine gering gesteigerte proliferative Aktivität der T-Lymphozyten (10-15 %). Die Mehrzahl der Zellen wird mit CD4 markiert.
Im Lymphknoten sieht man abgrenzbare B- und T-Zonen in der CD20- und CD3-Färbung. Die T-Zonen sind deutlich expandiert. Das lymphatische Gewebe ist aber noch organoid aufgebaut. Geringe Marginalisierung von B-Zellen subkapsulär. Erhöhte proliferative Aktivität in den T-Zonen, gemessen an Ki67-positiven Zellen (fokal bis 50 %). Dort viele CD4-positive Lymphozyten und auch Histiozyten. Partielle Expression von CD30 auf zum Teil polymorphen Blasten. In der CD8-Färbung sieht man gelegentlich zytotoxische T-Zellen.

Fall 06-3
L4462/10
Klinische Angaben:
G., F., 48 J, ♂
Zervikale Lymphknotenschwellung. Klinisch Fieber, Gewichtsabnahme, Anämie, Leukozytose. Intraabdominelle und thorakale Lymphknotenvergrößerungen, Verdacht auf Sarkoidose, Lymphknoten spontan rückläufig, CRP weiter erhöht nach 6 Monaten, Patient beschwerdefrei.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch eine erhaltene Lymphknotengrundstruktur. Man sieht mittelgroße Follikel mit regelhaft strukturierten Keimzentren und regelhaftem Follikelmantel. Die Follikel sind durch eine breite Interfollikulärzone auseinandergedrängt. In dieser Interfollikulärzone zeigt sich eine Vermehrung epitheloider Venolen, etwas vergrößerte T-ZellKnoten in der Parakortikalzone. Zytologisch dominiert in der Interfollikulärzone ein kleinzelliges lymphozytisches Infiltrat, untermischt mit Plasmazellen und einzelnen Blasten. Eingestreut findet man vereinzelt größere Zellen, die gelegentlich an Hodgkin-Zellen erinnern. Klassische Sternberg-Zellen finden sich nicht. Die Lymphknotenkapsel ist fibrosiert und deutlich verbreitert, sie zeigt ein lockeres lymphoplasmazelluläres Infiltrat, das auch etwas die Trabekel aufsiedelt.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch zeigt sich in der Darstellung von CD20 die regelhaft erhaltene Struktur des Lymphknotens. Die Follikel sind relativ scharf begrenzt, interfollikulär nur vereinzelte CD20-positive Blasten. Entsprechend zeigt CD23 erhaltene Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen. CD5 zeigt die breiten Interfollikulärzonen und die parakortikal gelegenen TZell-Knoten. Der T-Zell-Gehalt innerhalb der Follikel ist regelhaft. Es finden sich interfollikulär etwas vermehrt CD8-positive T-Zellen, weiterhin eine geringe, teilweise in kleinen Knötchen nachweisbare Vermehrung plasmozytoider dendritischer Zellen (CD123). In der Darstellung von CD30 interfollikulär sowie in den Follikeln eine nur geringe Vermehrung CD30-positiver Zellen, vereinzelt Hodgkin-artige Zellen ohne Koexpression von CD15. Pax5 zeigt eine schwache Färbung der interfollikulären Blasten, die offenbar CD30 koexprimieren. Mittelgradige Expression von CD10 in den Keimzentren, diese sind bcl2-negativ. Die Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigt eine Vermehrung von polyklonalen Plasmazellen. Die Proliferationsrate interfollikulär und parakortikal ist erhöht, sie liegt hier bei etwa 20-30%. Die EBER in situ-Hybridisierung zeigt keine positiven Zellen.

Fall 06-4
L1593/95 und L1510/95
Klinische Angaben:
B., G.,73J, ♂
Zum Zeitpunkt der ersten Biopsie handelte es sich um einen submandibulären Lymphknoten, 6 Monate später (4/06) bestand eine zervikale und intrathorakale Lymphknotenschwellung mit B-Symptomatik und geringer Splenomegalie. Kein Hautexanthem, keine Entzündungszeichen.
Mikroskopischer Befund:6-4:
Histologisch ein Lymphknoten mit einer etwas fibrosierten Kapsel. Die Lymphknotenarchitektur ist vollständig erhalten, man sieht kleine Lymphfollikel mit unauffälligen, regelhaft geschichteten Keimzentren. Regelhaft ausgebildete, relativ prominente Parakortikalzone mit etwas vermehrt interdigitierenden Zellen. Die Sinus sind weit gestellt. Zytologisch im Bereich der Parakortikalzone ganz überwiegend kleine Lymphozyten, nur vereinzelt wenige Blasten. Weitere Proben enthielten regelhaftes Schilddrüsengewebe. In den Seminar-Schnittstufen wahrscheinlich kein ausreichendes diagnostisches Material.
6-5:
Histologisch ein kleines Lymphknotenteilstück mit einzelnen erkennbaren Keimzentren, welche außerordentlich blastenreich sind und gegenüber der Umgebung unscharf begrenzt erscheinen. Innerhalb dieser Keimzentren ein Sternenhimmelbild. Dazwischen zeigt sich ein teils buntes, teils etwas monomorph erscheinendes Infiltrat. In den monomorphen Abschnitten sieht man mittelgroße Zellen, z. T. mit einem hellen Zytoplasma (Klarzellen). In anderen Abschnitten kleine pleomorphe Lymphozyten, untermischt mit Plasmazellen und Blasten, die teilweise ein basophiles Zytoplasma aufweisen. Es zeigt sich eine deutliche Vermehrung epitheloider Venolen, die ausgeprägt von lymphatischen Zellen durchsetzt werden. Der Lymphknotenhilus und die Lymphknotenkapsel sind regelhaft erhalten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:6-4:
Immunhistochemisch zeigt sich eine regelhafte Gliederung der B- und T-Zell-Areale in der Darstellung von CD20 und CD3, relativ wenige CD8-positive T-Zellen, die Netzwerke follikulär dendritischer Zellen sind ganz überwiegend erhalten. Die T-Zellen lassen keine zytotoxischen Granula nachweisen. Keine signifikante Vermehrung CD30-positiver Zellen. CD10 markiert lediglich Zellen innerhalb des Keimzentrums.
6-5:
CD20 zeigt eine Markierung der Keimzentren, interfollikulär etwas vermehrt CD20- positive Blasten, eine scharfe Abgrenzung gegenüber den Keimzentren ist allerdings schwierig. In der Darstellung von CD3 zeigt sich, dass ein Teil der Blasten sowie die mittelgroßen, etwas monomorph erscheinenden Zellen CD3 exprimieren mit Koexpression von CD4 bei Negativität für CD8. Mäßige Vermehrung von CD30-positiven Blasten interfollikulär. Kein vermehrter Nachweis zytotoxischer Granula auf den T-Zellen. CD2 zeigt ein identisches Bild zu CD3. Neben einer Markierung der Keimzentren durch CD10 zeigt sich auch interfollikulär eine Vermehrung positiver mononukleärer Zellen. Dieser Befund wird begleitet von einer vermehrten interfollikulären Expression von PD1, teilweise liegen die Zellen perifollikulär. CD23 zeigt deutlich vergrößerte, teilweise in die T-Zell-Infiltrate hineinreichende extendierte Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen.
In der EBER in situ-Hybridisierung lediglich unter der Lymphknotenkapsel einzelne positive Zellen.

Fall 06-5
L1593/95 und L1510/95
Klinische Angaben:
B., G.,73J, ♂
Zum Zeitpunkt der ersten Biopsie handelte es sich um einen submandibulären Lymphknoten, 6 Monate später (4/06) bestand eine zervikale und intrathorakale Lymphknotenschwellung mit B-Symptomatik und geringer Splenomegalie. Kein Hautexanthem, keine Entzündungszeichen.
Mikroskopischer Befund:6-4:
Histologisch ein Lymphknoten mit einer etwas fibrosierten Kapsel. Die Lymphknotenarchitektur ist vollständig erhalten, man sieht kleine Lymphfollikel mit unauffälligen, regelhaft geschichteten Keimzentren. Regelhaft ausgebildete, relativ prominente Parakortikalzone mit etwas vermehrt interdigitierenden Zellen. Die Sinus sind weit gestellt. Zytologisch im Bereich der Parakortikalzone ganz überwiegend kleine Lymphozyten, nur vereinzelt wenige Blasten. Weitere Proben enthielten regelhaftes Schilddrüsengewebe. In den Seminar-Schnittstufen wahrscheinlich kein ausreichendes diagnostisches Material.
6-5:
Histologisch ein kleines Lymphknotenteilstück mit einzelnen erkennbaren Keimzentren, welche außerordentlich blastenreich sind und gegenüber der Umgebung unscharf begrenzt erscheinen. Innerhalb dieser Keimzentren ein Sternenhimmelbild. Dazwischen zeigt sich ein teils buntes, teils etwas monomorph erscheinendes Infiltrat. In den monomorphen Abschnitten sieht man mittelgroße Zellen, z. T. mit einem hellen Zytoplasma (Klarzellen). In anderen Abschnitten kleine pleomorphe Lymphozyten, untermischt mit Plasmazellen und Blasten, die teilweise ein basophiles Zytoplasma aufweisen. Es zeigt sich eine deutliche Vermehrung epitheloider Venolen, die ausgeprägt von lymphatischen Zellen durchsetzt werden. Der Lymphknotenhilus und die Lymphknotenkapsel sind regelhaft erhalten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:6-4:
Immunhistochemisch zeigt sich eine regelhafte Gliederung der B- und T-Zell-Areale in der Darstellung von CD20 und CD3, relativ wenige CD8-positive T-Zellen, die Netzwerke follikulär dendritischer Zellen sind ganz überwiegend erhalten. Die T-Zellen lassen keine zytotoxischen Granula nachweisen. Keine signifikante Vermehrung CD30-positiver Zellen. CD10 markiert lediglich Zellen innerhalb des Keimzentrums.
6-5:
CD20 zeigt eine Markierung der Keimzentren, interfollikulär etwas vermehrt CD20- positive Blasten, eine scharfe Abgrenzung gegenüber den Keimzentren ist allerdings schwierig. In der Darstellung von CD3 zeigt sich, dass ein Teil der Blasten sowie die mittelgroßen, etwas monomorph erscheinenden Zellen CD3 exprimieren mit Koexpression von CD4 bei Negativität für CD8. Mäßige Vermehrung von CD30-positiven Blasten interfollikulär. Kein vermehrter Nachweis zytotoxischer Granula auf den T-Zellen. CD2 zeigt ein identisches Bild zu CD3. Neben einer Markierung der Keimzentren durch CD10 zeigt sich auch interfollikulär eine Vermehrung positiver mononukleärer Zellen. Dieser Befund wird begleitet von einer vermehrten interfollikulären Expression von PD1, teilweise liegen die Zellen perifollikulär. CD23 zeigt deutlich vergrößerte, teilweise in die T-Zell-Infiltrate hineinreichende extendierte Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen.
In der EBER in situ-Hybridisierung lediglich unter der Lymphknotenkapsel einzelne positive Zellen.

Fall 06-6
L4508/10
Klinische Angaben:
R., A., 63J ♂
Rezidivierende Fieberschübe ohne LDH-Erhöhung, CRP gering erhöht, geringe Anämie, Verdacht auf Lymphom.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch ein Lymphknoten mit einer erhaltenen Lymphknotenkapsel und überwiegend erhaltener Lymphknotengrundstruktur. Die Follikel erscheinen überwiegend als Primärfollikel. Insgesamt tritt die B-Zellularität in den Hintergrund. Im Vordergrund stehen T-Zellen interfollikulär und in der Parakortikalzone. Interfollikulär sieht man eine deutliche Vermehrung epitheloider Venolen, die sich z. T. verzweigen. Das Infiltrat ist zum Teil kleinzellig, entsprechend kleinen Lymphozyten, untermischt mit einzelnen mittelgroßen Zellen und Plasmazellen. Eingestreut etwas vermehrt Gewebsmastzellen. In der PAS-Färbung sieht man zum Teil verbreiterte Wandungen der epitheloiden Venolen, die herdförmig auch lymphoidzellig infiltriert werden. Insgesamt ist aber eine destruktive Ausbreitung der Interfollikulärzonen nicht erkennbar.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch zeigt sich parakortikal ein flaches Band von B-Zellen, das subkapsulär gelegen ist und in den Trabekeln in die Tiefe zieht. Auch die monotonen Lymphozytenherde entsprechen CD20-positiven B-Zellen. Innerhalb dieser Herde kleinste Netze follikulärer dendritischer Zellen, interfollikulär ebenfalls etwas vermehrte CD20-positive B-Zellen mit einzelnen Blasten. Offenbar innerhalb der B-ZellHerde gelegen einzelne, verstreute CD10-positive lymphatische Zellen. Die T-Zellen entsprechen mit ihrem Phänotyp reifen T-Zellen mit Expression von CD5 und CD3 sowie CD4, CD8-positive Zellen sind nur in geringer Zahl nachweisbar. Die PD1-positiven Zellen sind auf die B-Zell-Herde beschränkt. Es findet sich eine deutliche diffuse Vermehrung von CD30- positiven Blasten ohne Koexpression von CD15. Keine Vermehrung von CD123-positiven monozytoiden dendritischen Zellen. Die Plasmazellen zeigen ein polyklonales Ig-Muster in der Darstellung der leichten Immunglobulinketten. Mib1 zeigt eine deutlich erhöhte Proliferationsrate in den Interfollikulärarealen, diese erreicht hier bis zu 40%.
In der EBER in situ-Hybridisierung zwei Herde mit deutlich vermehrt positiven Zellen.
In der molekulargenetischen Analyse lässt sich in dem Primer Mix A ein T-Zell-Klon im polyklonalen Hintergrund nachweisen.

Fall 06-7
L10631/10
Klinische Angaben:
R., A., 57 J, ♀
Verdacht auf Lymphom, axillärer Lymphknoten, Patientin zeigt das Bild einer rheumatoiden Arthritis mit Fieber.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch zeigt sich ein Lymphknoten mit einer vollständig aufgehobenen Grundstruktur, wobei die Lymphknotenkapsel das Infiltrat deutlich begrenzt. Das Infiltrat selbst breitet sich diffus aus. Es zeigt eine relativ bunte Zellularität, begonnen mit kleinen Lymphozyten bis zu Blasten und untermischt mit Plasmazellen. Viele Zellen sind mittelgroß, nur zum Teil etwas pleomorph. Es findet sich eine geringe bandförmige Sklerosierung sowie eine deutliche Vermehrung epitheloider Venolen. Dazwischen immer wieder kleine Herde von Lymphozyten. Neben dem buntzelligen Infiltrat sieht man einzelne Hodgkin-Zellen und auch vereinzelt Sternberg-Reed-Zellen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch zeigt sich, dass das lymphatische Infiltrat zu über 90% aus T-Zellen besteht, diese exprimieren ganz überwiegend CD4. Die B-Zellen zeigen eine typische Marginalisierung und sind als Band unter die Lymphknotenkapsel gedrängt. Regelhafte follikuläre Strukturen sind nicht mehr erkennbar. In der Darstellung von CD23 ein typisches Netz follikulärer dendritischer Zellen mit ausgedehnten expandierten, unregelmäßig begrenzten Netzwerken. Schließlich sieht man innerhalb der T-Zell-Areale (extrafollikulär) eine deutliche Vermehrung von CD10- und PD1- positiven lymphatischen Zellen. In der Darstellung von CD30 eine sehr ausgeprägte Vermehrung positiver Zellen, darunter auch die vorbeschriebenen Blasten. Diese Blasten zeigen eine schwache Pax5-Positivität, vereinzelt mit schwacher Positivität für CD15.
Die EBER-in-situ- Hybridisierung zeigt lediglich ganz vereinzelte positive Zellen.

Fall 07-1
L5369/10
Klinische Angaben:
Sch., R., 41J, ♂
Tervikale Lymphknotenschwellung 2 cm, V.D.: Hodgkin-Lymphom vs reaktiv.
Mikroskopischer Befund:
Mikroskopisch zeigen die Lymphknoten eine grundsätzlich erhaltene Struktur. Es zeigen sich teils regelrechte, teils etwas hyperplastische Lymphfollikel mit einem regelhaft entwickelten Follikelmantel. Die Interfollikulär- und Parakortikalzone ist kräftig entwickelt mit reichlich epitheloiden Venolen und einem bunten zellulären Infiltrat, hier – wie auch in einzelnen Follikeln kleine Gruppen von Epitheloidzellen. Ferner mehrfach eine monozytoide B-Zell-Reaktion. In einzelnen Follikeln etwas vermehrt bizarre Blasten sowie eine kleine umschriebene Nekrose. Die Lymphknotenkapsel wird durch ein lymphozytisches Infiltrat stellenweise durchsetzt, auch in der Interfollikulärzone eine kleine Nekrose.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch spiegelt sich in der Darstellung von CD20 die erhaltene Lymphknotenstruktur wider. Die Lymphfollikel sind z. T. unscharf begrenzt mit etwas vermehrt interfollikulären B-Zellen. Markante monozytoide B-ZellReaktion. Die T-Zellen entsprechen überwiegend CD4-positiven T-Zellen. CD23 zeigt überwiegend regelhaft erhaltene Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen, nur in zwei Keimzentren mit angedeuteter progressiver Transformation eine Reduktion der dendritischen Zellen. Es zeigt sich keine signifikante Vermehrung von CD57 in den Follikeln, dagegen sieht man eine deutliche Vermehrung von CD30-positiven Zellen, z. T. auf die Keimzentren fokussiert. Diese Zellen zeigen ebenfalls eine deutliche Oct2-Expression ohne Nachweis von CD15. Mit CD15 zeigen sich vermehrt Granulozyten in der monozytoiden B-Zell-Reaktion. Ferner in der Darstellung der leichten Immunglobulinketten reichlich polyklonale Plasmazellen. Kein Nachweis von Toxoplasma gondii. Interfollikulär etwas vermehrt plasmozytoide dentritische Zellen, teilweise in kleinen Nestern. Dabei kommt noch einmal die erhaltene Lymphknotengrundtextur zur Darstellung. Innerhalb einzelner Keimzentren eine sehr hohe Proliferationsrate über 90%. In der EBER in-situ-Hybridisierung finden sich zahlreiche Keimzentren mit einer ausgeprägten Expression auf den Keimzentrums-B-Zellen, die auch CD30 koexprimieren.

Fall 07-10
L1289/13
Klinische Angaben:
M., W., 77J, ♀
Hb 12; Leuko 9; Thrombozyten 88; Lymphknoten axillär und retroperitoneal bis 3 cm; Milz nicht vergrößert.
Mikroskopischer Befund:
Man sieht Lymphknotengewebe mit vollständig zerstörter Architektur sowie relativ ausgeprägter Sklerose, teilweise mit unscharf nodulärem Muster. Zytologisch ein relativ buntes Bild mit im Vordergrund stehenden kleinen lymphozytären Zellen sowie relativ reichlich histiozytären Zellelementen. Weniger reichlich Plasmazellen und nur einzelne eosinophile Granulozyten bei wechselnd reichlich eingestreuten Blasten nach Art von Hodgkin- und Reed-Sternberg-Zellen. Daneben kommen auch mittelgroße Blasten zur Darstellung.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
die Blasten kräftig CD20- und PAX5- exprimieren. CD30 wird ebenfalls auf den Blasten nachgewiesen, jedoch in relativ schwacher Färbeintensität. Nur vereinzelt eine CD15-positive größere Zelle, die wohl einem Tumorblasten zuzuordnen ist, wobei die Differenzierung zu einem aktivierten Histiozyten nicht immer gut gelingt. Die histiozytäre Population ist positiv für PgM1. Die proliferative Aktivität, gemessen an MiB1-positiven Zellen, ist sehr lebhaft, wobei auch zahlreiche Zellen jenseits der Blasten markiert sind. Keine größeren FDC-Netzwerke. Die Blasten zeigen eine Reaktivität für OCT2, wohingegen eine Immunglobulin-Expression (IgM, Kappa, Lambda) nicht zu detektieren ist. CD57 wird auf mäßig reichlich Zellen exprimiert.
In der in-situ-Hybridisierung für EBV (EBER) eine sehr hohe EBV-Last mit Markierung praktisch aller Tumorblasten aber auch einem kleineren Anteil kleiner und mittelgroßer Zellen.

Fall 07-11
L4073/10
Klinische Angaben:
B., U., 83 J, ♀
Supraklavikulärer Lymphknoten, Verdacht auf T-Zell-Lymphom.
Mikroskopischer Befund:
Mikroskopisch sieht man Veränderungen, die zwei Kompartimente betreffen. Zum einen breite Interfollikulärzonen sowie Lymphfollikel mit regelhaft strukturierten Keimzentren. Teilweise zeigen die Keimzentren einen sehr breiten unscharf begrenzten Mantel. Die Lymphknotenkapsel ist überall relativ zart und nicht infiltriert. Zytologisch zeigen die Keimzentren eine typische zonale Schichtung, der Follikelmantel ist breit, es zeigt sich, dass die kleinen Follikelmantellymphozyten zum Teil unscharf übergehen in ein zelluläres perifollikuläres Kompartiment, das etwas größere Zellkerne aufweist. Die Zellen erscheinen hier etwas heller als in der Mantelzone. Gegenüber dem interfollikulären Areal ebenfalls eine unscharfe Grenze. Interfollikulär sehr reichlich Lymphozyten, etwas prominente epitheloide Venolen und vermehrt Plasmoblasten sowie nicht eindeutig zu klassifizierende Blasten. Im Bereich der subkapsulären Sinus vermehrt Plasmazellen und auch Plasmoblasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbung:
Immunhistochemisch in der Darstellung von CD20 eine breite Zone um die Keimzentren herum gelegen. Diese Zone zeigt einen unscharfen Übergang zu beiden Seiten. Interfollikulär einzelne CD20-positive Blasten. In der Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigen die interfollikulären Plasmazellen sowie die Plasmoblasten und Plasmazellen in den Keimzentren eine Leichtkettenrestriktion vom Typ Kappa. Die Proliferationsrate ist im Follikelmantel bzw. der follikulären Außenzone etwas erhöht. Interfollikulär finden sich dann sehr reichlich CD3-positive T-Zellen, die teilweise mit fließendem Übergang die Keimzentren besiedeln. CD30 zeigt eine mäßige Vermehrung positiver Zellen, überwiegend im Randbereich der Keimzentren oder perifollikulär gelegen. Sie zeigen keine Koexpression von CD15, die Keimzentren sind komplett CD10-negativ, ebenso negativ beim Nachweis von bcl2. In der Darstellung von CD23 sieht man eine partielle Destruktion der Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen. In der EBER in situ-Hybridisierung sieht man eine deutliche Positivität in den Interfollikulärzonen auf etwa 20% der Zellen. Hier findet sich eine deutliche Erhöhung der Proliferationsrate bis auf 70-80%.

Fall 07-12
L6288/09
Klinische Angaben:
B., H., 60 J, ♀
Inguinale Lymphknotenschwellung, Anämie, Leukopenie.
Mikroskopischer Befund:
Die Lymphknotenstruktur ist destruiert, es findet sich ein teils knotiges/follikuläres Infiltrat, das zum Teil die Kapsel überschreitet, teilweise auch eine diffuse Ausbreitung aufzeigt. Die follikulären Strukturen zeigen keinen regelhaften Follikelmantel. Umschrieben zeigt sich meist von der Kapsel ausgehend eine geringe Sklerosierung. Darüber hinaus kleinere und größere, angedeutet landkartenartige Nekrosen. Zytologisch zeigen die Follikel eine Mischung aus Zentrozyten, Lymphozyten und Blasten. Ein entsprechendes zelluläres Infiltrat findet sich in dem diffusen Anteil, hier zum Teil eine höhere Vaskularisierung ohne Ausbildung ausgeprägter epitheloider Venolen. Die Nekrosen zeigen Zelldetritus mit Granulozyten untermischt. In den Nekrosen ein etwas erhöhter Blastengehalt, hierunter auch Plasmoblasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Das Infiltrat zeigt eine CD20-Positivität in den follikulären Strukturen, in den diffusen Abschnitten ist nur ein lockeres CD20-positives Infiltrat schemenhaft erkennbar, auch in den Nekrosen CD20-Positivität. Die follikulären Strukturen sind auch CD10 und bcl-2 positiv. CD23 zeigt etwas destruierte Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen, ein weitgehend identisches Muster für CD21.
In der EBER-in-situ-Hybridisierung zeigt sich herdförmig eine ausgeprägte Positivität, insbesondere im Bereich der Nekrosen.

Fall 07-13
L11176/12
Klinische Angaben:
Sch., J., 56 J, ♂
Signifikante Lymphadenopathie zervikal, retroperitoneal, paraortal, parakaval, iliakal und inguinal. Verdacht auf Lymphom.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch Anschnitte von Lymphknoten mit erhaltener Kapsel. Man sieht viele atrophe Follikel, die zentral eine Vermehrung hyalinen Materials aufweisen. Interfollikulär und teilweise in die atrophen Follikel einwandernd ein ausgedehntes Infiltrat aus mittelgroßen bis großen Zellen, die große pleomorphe Zellkerne mit aufgelockerter Chromatinstruktur und teilweise mehreren prominenten Nukleolen aufweisen. Viele Mitosefiguren. Hintergründig kleine Lymphozyten mit chromatindichten Zellkernen. Auffällig ist zudem eine Hyalinose des proliferierten Gefäßnetzes.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch ist das blastenreiche Zellinfiltrat positiv für CD20 und partiell positiv für bcl2. CD5 markiert viele untermischte, interfollikulär gelegene T-Lymphozyten. CD23 macht die teilweise kleinen kompakten, teilweise zerstörten FDC-Netzwerke sichtbar. CD10 markiert die nur noch sehr spärlich vorhandenen Keimzentrumszellen der atrophen Follikel, CD 30 einige locker eingestreute größere Zellen. In der Immunglobulin-Leichtketten-Analyse mittels immunhistochemischer Färbung und in-situ-hybridisierung (Kappa und Lambda) eine Leichtkettenrestriktion vom Typ Kappa auf den beschriebenen Blasten. Die Proliferationsrate (MIB1) ist insgesamt und in nahezu homogener Verteilung hoch.
Diagnose:
EBV-positive polymorphe Lymphoproliferation im Übergang in ein diffuses großzelliges B-Zelllymphom.

Fall 07-2
L10872/10
Klinische Angaben:
K., M., 20 J, ♂
3 cm großer zervikaler Lymphknoten. Lymphknotenvergrößerungen generalisiert, keine allg. Entzündungszeichen.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch eine erhaltene Lymphknotenstruktur mit zahlreichen Lymphfollikeln, die große floride Keimzentren mit typischem Sternenhimmelbild und zonaler Schichtung aufweisen. Umschrieben eine monozytoide B-Zell-Reaktion. Ferner kleinere und größere Nester plasmozytoider dendritischer Zellen. Schmale Parakortikalzone. Die Lymphknotenkapsel ist intakt. Interfollikulär gelegentlich ein etwas erhöhter Blastengehalt. Auch in den Sinus etwas vermehrt Blasten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch dokumentiert CD20 die erhaltene Lymphknotengrundstruktur mit typischen Keimzentren mit scharf abgegrenztem Follikelmantel und monozytoider B-Zell-Reaktion. Die Parakortikalzone ist weitgehend frei von B-Zellen. In anderen Abschnitten interfollikulär etwas vermehrt CD20-positive B-Zellen. Die Plasmazellen zeigen in der Darstellung der leichten Immunglobulinketten ein polyklonales IgMuster. Die Keimzentren selbst sind bcl2-negativ. Regelhaft erhaltene Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen. In der Markierung für CD123 kleinere und größere Nester von plasmozytoiden dendritischen Zellen. Die Proliferationsrate ist innerhalb der Keimzentren außerordentlich hoch, hier spiegelt sich zum Teil die typische zonale Schichtung wider. Umschrieben auch interfollikulär etwas vermehrt proliferierende Zellen. Dichte interfollikuläre CD3-positive T-Zell-Infiltrate. Vermehrt teils interfollikulär, teils am Rand der Keimzentren gelegen CD30-positive aktivierte Zellen. Kein Nachweis von HIV-GP120 oder HHV8.
In der EBER in situ-Hybridisierung sieht man in drei unterschiedlichen Lymphknoten in einzelnen Keimzentren, angedeutet auch interfollikulär, primär aber am Rand der Keimzentren eine deutliche Positivität.

Fall 07-3
L7859/09
Klinische Angaben:
M., H., 44 J, ♂
Lymphknoten zervikal und abdominell, Leukozytose. Verdacht auf malignes Lymphom.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch eine nur teilweise erhaltene Lymphknotengrundstruktur. Im Bereich der Pulpa sieht man weite Sinus. Weiterhin mehrere Follikel, die regelhaft strukturiert erscheinen mit Keimzentrum und Follikelmantel. Die Interfollikulär- und Parakortikalzone ist massiv verbreitert. Hier findet sich eine bunte Zellularität mit Lymphozyten, Plasmazellen, Histiozyten und zahlreichen Blasten. Ferner kleinere und größere Hämorrhagien. Einzelne Follikel zeigen vermehrt Fibrinpräzipitate und Apoptosen, ganz umschrieben kleinste Nekrosen. Zytologisch in der Parakortikalzone zahlreiche Blasten mit basophilem Zytoplasma in der Giemsa-Färbung, darunter auch große bizarre Blasten, die z. T. an Hodgkin und Sternberg-Reed-Zellen erinnern, gelegentlich ihnen sogar entsprechen. Auch die Trabekel sind infiltriert ebenso wie die Lymphknotenkapsel, hier überwiegend Lymphozyten, allerdings auch untermischt mit einzelnen Blasten. Auch in den Sinus eine Vermehrung von blastären Zellen. In der Versilberung zeigt sich die Aufsiedlung der Trabekeltextur mit ausgedehnten Infiltraten, teilweise werden auch die Sinuswandungen peritrabekulär zerstört.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch in der Darstellung von CD20 die follikulären Strukturen mit regelhaft erhaltener Architektur. Interfollikulär einzelne positive Blasten. CD79 markiert eine sehr große Zahl von Plasmazellen interfollikulär und parakortikal, daneben ein großer Teil der parakortikal gelegenen Zellen, die positiv für CD3 und CD5 sind. Die Blasten lassen nur teilweise T-Zell-Antigene nachweisen, teilweise sind sie negativ. In der Darstellung der follikulären dendritischen Zellen (CD23) zeigt sich, dass einzelne Lymphfollikel offenbar von außen infiltriert und zerstört werden. Die Proliferationsrate in der Parakortikalzone ist deutlich erhöht, sie liegt bei etwa 60-70%. In der Markierung der TZell-Subpopulationen zeigt sich ein Überwiegen von CD8, die teilweise auch die Keimzentren besiedeln, dagegen nur eine geringe Vermehrung von CD56-positiven NK-Zellen. Die CD8- Zellen koexprimieren zytotoxische Granula.
In der EBER in situ-Hybridisierung sieht man eine Positivität für EBV, überwiegend parakortikal zur Pulpa hin deutlich abnehmend, auch einzelne Follikel sind besiedelt. Ebenfalls positive Zellen in den zuführenden Sinusstrukturen.

Fall 07-4
L4941/09
Klinische Angaben:
K., C., 22 J, ♂
Zervikale Lymphknoten, Verdacht auf malignes Lymphom.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch eine partiell zerstörte Lymphknotengrundstruktur, wobei allerdings erhaltene Sinusstrukturen insbesondere in der Pulpa auffallen. Es finden sich kleine, regelhaft strukturierte Lymphfollikel, z. T. werden sie von außen destruiert. Die Parakortikalzone zeigt ein breites destruierendes Infiltrat mit sehr reichlich Blasten, aber auch mittelgroßen Zellen (vgl. 7-3). In der Parakortikalzone z. T. eine deutliche Vermehrung prominenter, sich auch verzweigender epitheloider Venolen. Auch die Sinus sind deutlich mit Blasten gefüllt. Kleine angedeutete Nekrosen. Ferner ein lymphoplasmazelluläres Infiltrat in den Trabekeln, auf die Lymphknotenkapsel übergreifend. Stellenweise reichlich Apoptosen in den Keimzentren sowie parakortikal dichte Blastenrasen. Die Blasten entsprechen zytologisch Immunoblasten, Plasmoblasten und Hodgkin-ähnlichen Zellen mit zahlreichen Mitosen und Apoptosen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch zeigt sich in der Darstellung von CD20 eine partielle Destruktion der Keimzentren und eine ebenfalls partielle Positivität der parakortikalen interfollikulären Blasten. In der Darstellung von CD3 ein hoher Anteil positiver parakortikal gelegener Zellen, einschließlich der Blasten. Die Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen sind vereinzelt aufgelöst, in den Follikeln vermehrt Apoptosen. Die Darstellung der leichten Immunglobulinketten zeigt ein polyklonales Ig-Muster. In der EBER in situ-Hybridisierung zeigen die Parakortikalzonen sowie einzelne Follikel eine deutliche Positivität. In der IgH-PCR-Analyse zeigen die B-Zellen ein polyklonales Muster.

Fall 07-5
P516/16
Klinische Angaben:
B., W., 73J, ♀
Angaben zunächst: „bulky disease“ im Mediastinum, Metastasen oder Lymphom oder Sarkoidose? Multiple Lymphknoten betroffen. IgG-Titer stark erhöht. Fieberhafter Infekt. Keine Hepatosplenomegalie. LDH nur leicht erhöht. Keine B-Symptome. Keine Rundherde in der Lunge. Besserung unter Steroiden.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Weichgewebe, teilweise kapselartig begrenzt. Entsprechend kann man Lymphknoten annehmen. Die Architektur des lymphatischen Gewebes ist teilweise erhalten, teilweise destruiert. Man sieht vereinzelte dilatierte Sinus, stellenweise auch von Zellen leicht depletierte Abschnitte. Dort vermehrt Histiozyten und etwas Fibrin und vereinzelt neutrophile Granulozyten. Vereinzelt ein kleiner Einschmelzungsherd. Leicht erhöhte Vaskularisation. Stellenweise sieht man vermehrt polymorphe Blasten. Diese lassen sich zum Teil als Hodgkin- oder Sternberg-Zellen ansprechen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Man sieht verstreut B-Zellen, aber auch kleine B-Zellgrüppchen. Umschriebene CD20-positive Nekrosen. In der CD23-Färbung sieht man FDC-Netze innerhalb der B-Zell-Infiltrate, diese sind zum Teil atroph, zum Teil leicht expandiert. Die residuellen Follikel lassen teilweise PD1-positive T-Zellen erkennen. In der Ki67-Färbung sieht man eine mäßig hohe proliferative Aktivität. Einzelne Restfollikel mit erkennbarer Schichtung. Umschrieben vermehrt proliferierende Zellen, die sich auf die BZellen und CD30-positive Zellen projizieren. Hiernach kann man annehmen, dass die Mehrzahl der B-Zellen CD30-positiv ist. Expression von Epstein-Barr-Virus in der EBER-insitu-Hybridisierung auf diesen Blasten. In der PGM1-Färbung sieht man vermehrt histiozytäre Zellen, teilweise als lockere, teilweise als dichte Histiozyten-Grüppchen. Keine echten Granulome. Histiozyten stehen teilweise randständig um die Nekrosen. Die T-Zonen zeigen eine Vermehrung von CD8-positiven zytotoxischen T-Zellen. In der CD15- Färbung sieht man einzelne Granulozyten, keine Markierung von Blasten. Diese wiederum sind OCT2-kräftig positiv. Molekulargenetik: Ergebnis: FR1-PCR oligoklonales Muster mit zwei prominenten Peaks bei 318 und 331 bp FR2-PCR oligoklonales Muster mit prominentem Peak bei 271 bp FR3-PCR polyklonales Muster. Wir haben die Analyse wiederholt, die DNA verdünnt. 2. Lauf: FR1-PCR oligoklonales Muster mit 1 prominenten Peaks bei 332 bp FR2-PCR ein prominentem Peak bei 276 bp FR3-PCR polyklonales Muster
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch sieht man ein oligo- bis polyklonales Muster mit einzelnen, teilweise reproduzierbaren Peaks.

Fall 07-6
L7163/02
Klinische Angaben:
S., U., 41J, ♂
Leistenlymphknoten, Verdacht auf Rezidiv eines Hodgkin-Lymphoms, dieses wurde vor 7 Jahren diagnostiziert.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch ein Lymphknoten mit deutlicher Fibrosierung und Sklerosierung (Leistenlymphknoten) sowie in weiten Strecken erhaltene Lymphknotengrundstruktur mit kleinen unauffälligen Lymphfollikeln und schmalen Interfollikulärzonen sowie kleinen parakortikalen T-Zell-Knoten. Im Bereich der Pulpa eine deutliche Fibrosierung des Gewebes. Umschrieben in etwa einem Viertel der Lymphknotenfläche ein diffuses Infiltrat aus überwiegend mittelgroßen bis großen blastären Zellen. Im Randbereich ein kleines destruiertes Keimzentrum. Auch in diesem Fall eine teils lymphozytische, teils plasmazelluläre Infiltration der Trabekel in die Lymphknotenkapsel hinein (vgl. 2-9, 2-8). Zytologisch ist das hier vorliegende Infiltrat dominiert von basophilen Blasten, die dicht beieinander liegen, dazwischen allerdings zahlreiche Apoptosen. Man sieht auch einzelne größere Zellen, die an Hodgkin-Zellen erinnern. Insgesamt ist die Zytologie der Blasten selbst noch etwas variabel hinsichtlich der Zellkerngröße.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch sieht man in weiten Anteilen die erhaltene Grundtextur mit regelhaften Follikeln. Das vorbeschriebene blastäre Infiltrat zeigt nur einzelne CD20-positive Blasten, gelegentlich auch in kleinen Gruppen gelegen. CD79 markiert innerhalb des Blastenherdes zusätzlich Plasmazellen und Plasmoblasten, deutlich vermehrt CD30-positive Blasten, die allerdings diffus verteilt sind, CD2 und CD3 markieren im Gegensatz zu CD5 einen Teil der blastären Zellen ohne Koexpression von CD56. Immunhistochemisch zeigen die Plasmoblasten eine Leichtkettenrestriktion vom Typ Lambda.
In der EBER in situ-Hybridisierung eine ausgeprägte Positivität etwa von 60-70% des blastären Infiltrats, in der Umgebung verstreut einzelne Zellen interfollikulär positiv.

Fall 07-7
L4590/08
Klinische Angaben:
T., L., 80 J, ♂
zervikale Lymphknotenschwellung, geringe An ä mie und geringe Monozytose im Blut.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch ein Lymphknoten mit einer völlig zerstörten Grundstruktur. Das Infiltrat breitet sich diffus aus, eine Vermehrung epitheloider Venolen ist nicht erkennbar. Zytologisch zeigt sich ein relativ buntes Infiltrat von kleinen und mittelgroßen Zellen, untermischt mit Blasten und sehr reichlich Makrophagen. Unter den Blasten auch klassische Hodgkin- und vereinzelt Sternberg Reed-Zellen. Man sieht etwas vermehrt Apoptosen und zahlreiche Mitosen. Der etwas oxyphile Hintergrund des diffusen Infiltrats ist durch den Makrophagenreichtum bedingt. Die Lymphknotenkapsel ist gelegentlich gering durch ein lymphozytisches Infiltrat durchsetzt. Eine eindeutige Ausbildung von Nekrosen ist nicht erkennbar. Zytologisch sieht man im Zentrum des Lymphknotens kleine, nahezu geschlossene Blastenrasen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch zeigt sich, dass zumindest ein Teil der Blasten stark CD20 exprimiert mit deutlicher Koexpression von Pax5 und CD30. CD30 lässt sich teilweise rasenartig nachweisen, eine Koexpression von CD15 findet sich allerdings nicht. Dazwischen liegend reichlich CD3-positive TZellen, darunter auch größere aktivierte T-Zellen.
In der EBER in situ-Hybridisierung zeigt sich eine ausgeprägte Positivität, wobei auffällt, dass sowohl kleine Lymphozyten als auch große Blasten bis hin zu Sternberg-Zellen EBV-positiv sind.

Fall 07-8
P4071/15
Klinische Angaben:
W., K., 76J, ♂
Verdacht auf hochmalignes Lymphom. Alle Lymphknotenstation vergrößert. Milz vergrößert. Leber vergrößert. Leukozyten 11,3; Hb 10,8; Thrombozyten 140. Übersandtes Material: Lymphknoten inguinal (1,2 x 1,7 x 2,2 cm)
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit einer destruierten Architektur. Man sieht ein buntes Infiltrat mit kleinen Lymphozyten, mit eingestreuten Blasten und reichlich Epitheloidzellen. Leichte Eosinophilie. Erhöhte Vaskularisation, teilweise epitheloide Venolen, geringe Verzweigung.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Man sieht in der CD20-Färbung kleine B-ZellGrüppchen und auch vermehrt B- Blasten, die locker verstreut innerhalb eines expandierten TZell-Infiltrates vorliegen. Vereinzelt zeigen die B-Zellen eine Marginalisierung an die Trabekel und Sinus. Die T-Zellen sind CD5 kräftig positiv, in der CD23-Färbung sieht man expandierte FDC-Netze. In der EBER-in-situ-Hybridisierung werden die B-Zellen und B-Blasten kräftig positiv markiert. In der CD30-Färbung sieht man eine Markierung von blastären Zellen, teilweise projizieren sich die Zellen auf die B-Zellen. Die Leichtkettenanalyse ergibt ein polyklonales Muster der Plasmazellen. Keine eindeutige Markierung von B-Zellen oder Blasten. Leichter Shift zu Gunsten von Kappa? Die T-Lymphozyten sind partiell PD1-positiv, vermehrte und kräftige Expression von CD10. Expansion der FDC-Netze auch in der CD21-Färbung und vermehrt Histiozyten in der PgM1- Färbung. Molekulargenetik: In der molekularen Analyse finden wir einen monoklonalen Peak im Primer-Mix FR1 und ein biklonales Muster im Primer-Mix FR2. Polyklonales Muster in FR3. Die T-Zell-Rezeptor-Analyse ergibt einen biklonalen Peak im Primer Mix A und ein oligoklonales Muster im Primermix B.

Fall 07-9
P1725/15
Klinische Angaben:
M., M., 86J, ♀
Eingesandtes Material: Lymphknoten der rechten Leiste (7,3 x 4 x 2,7 cm) Verdacht auf lymphoproliferative Neoplasie, Lymphknotenschwellungen inguinal und intrabdominell. Knochenmarkpunktion vorangegangen. Hb 9,8; Leukozyten 13,78; Thrombozyten 438.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit einer zerstörten Architektur. Man sieht neben vielen kleinen und etwas pleomorphen Lymphozyten und einer Sklerose eingestreute polymorphe Blasten, die manchmal an Hodgkin- oder Sternbergzellen denken lassen. Zudem sieht man auch vermehrt histiozytäre Zellen und auch gelegentlich eosinophile Granulozyten und Vorstufen. Stellenweise sieht man kleinere Nekrosen und eine fibrohistiozytäre Komponente.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Man sieht auffällige CD20-kräftig positive Blasten, die eine Koexpression von CD30, CD15 und EBV (EBER-in-situ-Hybridisierung) aufweisen. In der CD3-Färbung sieht man viele T-Zellen und T-Zell-Rosetten. Erhöhte Proliferationsrate, bezogen auf die Blasten. Zudem proliferieren wohl auch histiozytäre Zellen und T-Zellen vermehrt. In der CD10-Färbung werden Fasern markiert (fibrohistiozytäre Abschnitte), in der PAX5- Färbung werden die Tumorzellen kräftig markiert. Wenige kleine B-Zellen/B-Zellgrüppchen. Sehr große Anzahl von PGM1-positiven histiozytären Zellen, die manchmal in konfluierenden Grüppchen vorliegen. Fokale Faservermehrung. Keine echten Granulome. In der TGP-Färbung sieht man zytotoxische Lymphozyten. Die polymorphen Blasten werden nicht markiert.

Fall 08-1
L7405/10
Klinische Angaben:
S., H., 51J, ♂
Verdacht auf Lymphom links zervikal
Mikroskopischer Befund:
Mehrere Lymphknoten mit etwas unterschiedlichem Bild. Die Lymphknotenkapsel ist nur vereinzelt als schmale Kapsel erkennbar, stellenweise ist das Parenchym in dem Bereich der Kapsel zerstört und eingeblutet. Man sieht nur schwach entwickelte Kortikalzonen mit einzelnen, teilweise regressiv veränderten Keimzentren. Einzelne Keimzentren auch mit regelhaftem Blastengehalt, Sternenhimmelzellen. Dann sieht man einzelne Primärfollikel. Die T-Zonen sind morphologisch als solche kaum wahrnehmbar und gehen in einer stark verbreiterten Pulpa auf. Gefäße kann man aber in der T-Zone noch recht gut erkennen, die Vaskularisation scheint in der PAS-Färbung etwas vermehrt, einzelne auffällige Endothelien und gelegentlich zirkulierende Lymphozyten und auch einzelne größere Elemente in den Gefäßen. Verstreut einige neutrophile Granulozyten. Man sieht ein ausgedehntes polymorphes Blasteninfiltrat, welches nahezu die gesamte T-Zone und Pulpa einnimmt. Einzelne der Blasten finden sich auch in der Mantel- und Marginalzone. Dabei kommen gelegentlich Hodgkin- und Sternberg-ähnliche Elemente vor. Zytologisch kann man hier schwer unterscheiden, ob es sich um BBlasten/T-Blasten handelt, dazwischen sieht man histiozytäre Zellen, die z. T. auch aktiviert erscheinen. In zwei weiteren Lymphknotenfragmenten sieht man dann kleinherdige und auch größere Nekrosen mit neutrophilen Granulozyten und Fibrin, einzelne Gefäß- Nekrosen, dort sieht man vermehrt mononukleäre Infiltrate. Keine konzentrische Schichtung der Gefäße.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Die Eber-in-situ-Hybridisierung zeigt keine positiven Zellen. In der CD10-Färbung sieht man spärliche Restkeimzentren und vereinzelte Fasern. In der CD23-Färbung Reste von Mantelzonen, einzelne Primärfollikel, einzelne FDC. Keine FDC-Proliferate. In der CD3-Färbung sieht man viele T-Zellen und auch T-Blasten darunter. Diese wiederum sind teilweise CD4- und teilweise CD8-positiv. Gelegentlich CD30- positive Blasten. In der CD123-Färbung sieht man gelegentlich Nester von plasmozytoiden dendritischen Zellen, im Bereich der Nekrose sind sie signfikant vermehrt. Man sieht daneben aber schwach positive histiozytäre Zellen, die kräftig positiv sind für PgM1 und für Lysozym. Auch im Fettgewebe vermehrt Makrophagen. Die Proliferationsrate ist stark erhöht (wie bei einem High-Grade-Lymphom der TZone!).
Auch in der Nekrose sieht man proliferierende Zellen.

Fall 08-2
P926/16
Klinische Angaben:
A., L., 40 J, ♀
Lymphknoten aus dem Bereich links zervikal. Lymphknotenschwellung ausschließlich links. Keine generalisierte Lymphadenopathie, keine die Symptomatik. Übersandtes Material: Lymphknoten 1,4 cm. Interfollikuläre, hoch proliferativer T-Zellpopulation. T-Zell-Lymphom?
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man in dem Lymphknoten eine teilweise noch erhaltene, teilweise aufgelockerte Architektur. Es kommen Sekundärfollikel vor mit relativ zahlreichen Blasten. Sternhimmelmakrophagen. Dann sieht man in den verbreiterten T-Zonen vermehrt polymorphe Blasten und wohl auch histiozytäre Zellen. Immer wieder Apoptosekörperchen und etwas Fibrin in kleineren Nekrosezonen. Kapselüberschreitende Proliferation. In der Silberfärbung ein überwiegend regelhaftes Gefäßmuster. Einzelne Gefäße zeigen eine geringe Zersiedelung, und dort sieht man auch Lymphozyten in der Gefäßwandung.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Man sieht kleine CD20-positive residuelle BZell-Follikel und abgrenzbare CD5-positive T-Zonen. Einzelne Follikel sind atroph. Interfollikulär sieht man kaum B-Zellen. In der CD23-Färbung sieht man in den Follikeln FDC. Spärliche Mantelzonen.In den umgebauten Abschnitten ist die Expression von CD5 deutlich abgeschwächt. Dort sieht man sehr viele CD8-positive zytotoxische T-Zell-Infiltrate. In der CD123-Färbung sieht man PDC- Grüppchen, die häufig im Randbereich zu diesem auffälligen Infiltrat liegen. Innerhalb dieser umgebauten T-Zonen viele PGM1-positive histiozytäre Zellen. Dort ist auch die Proliferationsrate signifikant hoch, gemessen an Ki67-positiven Zellen. Mit CyclinD1 werden die Gefäße und auch histiozytäre Zellen markiert. In der CD30-Färbung sieht man etwas vermehrt blastäre Zellen, die in den T-Zonen vorliegen. Dort gelegentlich leicht gesteigerte Vaskularisation in der CD34- Färbung, keine Blasten. Einige CD56 positive NKZellen.
In der bcl2-Färbung werden die Mantelzonen markiert, die Keimzentren ausgespart.

Fall 08-3
L4258/10
Klinische Angaben:
S., M., 41J, ♀
Lymphknoten zervikal, klinischer Verdacht auf Kikuchi-Lymphadenitis.
Mikroskopischer Befund:
Lymphknotengewebe mit zarter Kapsel und stellenweise noch gut erhaltenen Kortex und Parakortex, abgrenzbar im Sinus und Trabekel. Die B-Zonen sind eher schmal, einzelne Primär- und Sekundärfollikel kommen vor. Die T-Zone leicht verbreitert. Dann Übergang in ein umgebautes Areal mit Expansion der T-Zonen bzw. der Pulpa, diese sind nicht scharf voneinander abgrenzbar. Man sieht ein polymorphes Blasteninfiltrat wie unter 3-5 beschrieben mit Rasen von Apoptosen. Keine vollständige Nekrose.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Ein Teil dieser mononukleären Zellen entspricht wieder T-Zellen, die CD3-, teils CD4- und CD8-positiv sind. In allen T-Zell-Färbungen sieht man zum Teil blastäre Elemente. Hier CD4 deutlich weniger als CD8. Teilweise wird CD30 exprimiert, oft im Randbereich der auffälligen Infiltratherde. Auch in den T-Zonen etwas vermehrt CD8-positive Zellen und CD30-positive Blasten. Signifikante Proliferation von CD123-positiven plasmozytoiden dendritischen Zellen, z. T. in Form von Nestern im Randbereich der umgebauten Abschnitte und auch stellenweise gefäßassoziiert in der TZone. Vermehrt PgM1-positive Makrophagen.
Kein EBV in der Eber-in-situ-Hybridisierung. Polyklonale Plasmazellen in der Kappa- und Lambda-Färbung. Kaum Granulozyten in der Chlorazetatesterase-Färbung.

Fall 09-1
P1387/15
Klinische Angaben:
D., S., 62J, ♀, geboren 25.07.1952
Lupus erythematodes. Lymphome unklarer Genese. Lymphknoten aus der linken Axilla. Hb 12,1; Leukozyten 8,4; Thrombozyten 304. Übersandtes Material: Lymphknoten 1,5 und 1,1 cm
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man ein erheblich umgebautes Lymphknotenparenchym und eine auffällige ausgedehnte Epitheloidzellreaktion mit großleibigen histiozytären Zellen. Eingestreut erkennt man kleine Lymphozyten und intermediär große Zellen und auch einige eosinophile Granulozyten. Erhöhte Vaskularisation. Vereinzelt kommen größere polymorphe Blasten vor. Aktivierte lymphatische Blasten, hiernach eher keine Hodgkin- oder Sternbergzellen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Wir haben Spezialfärbungen durchgeführt, dabei sieht man eine Verbreiterung der T-Zonen mit einer Vermehrung von CD3-positiven TZellen. Gleichzeitig zeigen diese T-Zellen aber auch ein Rosetten-Phänomen um CD20- positive B-Blasten, die hier typischerweise in der T-Zone und in der Pulpa vorliegen. Man sieht auch Restkeimzentren in der CD20-Färbung. Kein Nachweis von Epstein-Barr-Virus. Vermehrte Expression von CD30 auf den Blasten in der T-Zone in der Pulpa. Kein vermehrter Nachweis von CD15. Einzelne Granulozyten werden markiert, keine Hodgkinoder Sternberg-Blasten. Die T-Zellen sind schwach positiv für PD1. Man sieht FDC-Netze in der CD21-Färbung im Bereich der präexistenten Follikel. Stellenweise sind diese etwas ausgezogen. In der CD23-Färbung sieht man ebenfalls leicht verdünnte und stellenweise zersiedelte FDC-Netze. Hohe proliferative Aktivität in der T-Zone (40-50 %). CD10 wird nur auf einzelnen Zellen gesehen. Zunächst haben wir die B-Zellen und die Plasmazellen bezüglich einer plasmozytischen Differenzierung analysiert. Dazu wurden die Leichtketten in verschiedenen Verdünnungskurven titriert. Man sieht eine monoklonale Leichtkettenrestriktion vom Typ Kappa auf den B-Zellen/plasmozytisch differenzierten Zellen. Vereinzelt werden wohl auch Blasten markiert. Das Ergebnis ist reproduzierbar. In der CD34 Färbung sieht man vermehrt T-Zellen und viele Epitheloidzellgrüppchen, die schwächer positiv sind als die T-Zellen. In der CD8-Färbung sieht man auch signifikant vermehrt zytotoxische T-Zellen und auch einige T-Blasten. Molekulargenetik:
In der molekularen Analyse fand sich eine monoklonale Genumlagerung des ImmunglobulinSchwerketten-Gen-Locus IgH in FR2 und FR3 und ein biklonales/triklonales Muster in FR1. In der T-Zell-Rezeptor-Analyse finden wir einen auffälligen Peak im Primer Mix B vor polyklonalem Hintergrund.

Fall 09-2_CD20
L2270/14
Klinische Angaben:
G.-R., M., 37J, ♀
Unklares Fieber, Exanthem, Lymphadenopathie, Verdacht auf Non-Hodgkin-Lymphom. Patientin hat keine Medikamente genommen, bevor der Lymphknoten exstirpiert wurde. Auch in der Anamnese nicht. Nach Lymphknotenexstirpation wurde klinischerseits aufgrund des Befundes mit einer Prednisolon-Therapie angefangen.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit subtotal zerstörter Architektur durch ein in der Übersicht teils diffus, teils unscharf nodulär proliferiertes Infiltrat. Zytomorphologisch ein relativ variables Bild. Neben kleineren pleomorphen Zellen sieht man relativ reichlich mittelgroße Zellen sowie wiederholt auch blastäre Zellelemente, die vereinzelt an Hodgkin-Zellen erinnern. Daneben Plasmazellen und einige eosinophile Granulozyten. In der PAS-Reaktion sowie der Versilberung eine etwas gesteigerte Vaskularisation, wobei vereinzelt auch sich verzweigende Gefäße zur Darstellung kommen. Wiederholt kleinere Nekroseherde, die z.T. fibrinoid imponieren. In den Sinus vereinzelt Hämophagozytose.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Hiernach besteht eine erhebliche Reduktion des B-zellulären Kompartimentes (CD20), teilweise auch mit Marginalisierung der B-Zellen. Das atypische Infiltrat selber ist T-zellulärer Natur in der Reaktion für CD3. CD21 markiert einige Mantellymphozyten sowie mäßig kräftig entwickelte FDC-Netzwerke. Einige schwach CD30- positiven Zellen. Relativ reichlich CD15-positiven Zellen, die aber mehrheitlich Granulozyten/Histiozyten entsprechen. Kein Nachweis CD30- und CD15-koexprimierender Hodgkin-Blasten. Die proliferative Aktivität, gemessen an Ki67-positiven Zellen, liegt bei ca. 70 %. Wir haben einige Reaktionen ergänzt. Hiernach ist das T-zelluläre Infiltrat deutlich CD4 dominant mit mäßig reichlich CD8-positiven Zellen. Keine Expression von CD10 oder PD1. Negativer Reaktionsausfall in der in-situ-Hybridisierung für EBV (EBER-ISH). In der Leichtkettenanalyse in Form einer in-situ-Hybridisierung keine monoklonale Plasmazellpopulation. Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der T-Zell-Population und der CD7- Reaktivität als möglicher Hinweis auf eine fehlende oder nur partielle Expression von CD7. CD25 wird gleichfalls nur auf einem Teil der Zellen exprimiert. Dagegen besteht eine im Wesentlichen durchgehende Reaktivität für CD2 und CD5. Auffällig reichlich CD123-positive Zellen. Mäßig reichlich CD138-positive Plasmazellen. Sehr reichlich PGM1-positive Zellen. In der Ladewig-Reaktion keine überzeugenden fibrinoiden Nekrosen. Molekularpathologische Untersuchung:
Ergebnis:
TCR A-PCR monoclonal TCR B-PCR polyklonal
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch Nachweis einer klonalen T-Zell-Population.

Fall 09-2_CD3
L2270/14
Klinische Angaben:
G.-R., M., 37J, ♀
Unklares Fieber, Exanthem, Lymphadenopathie, Verdacht auf Non-Hodgkin-Lymphom. Patientin hat keine Medikamente genommen, bevor der Lymphknoten exstirpiert wurde. Auch in der Anamnese nicht. Nach Lymphknotenexstirpation wurde klinischerseits aufgrund des Befundes mit einer Prednisolon-Therapie angefangen.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit subtotal zerstörter Architektur durch ein in der Übersicht teils diffus, teils unscharf nodulär proliferiertes Infiltrat. Zytomorphologisch ein relativ variables Bild. Neben kleineren pleomorphen Zellen sieht man relativ reichlich mittelgroße Zellen sowie wiederholt auch blastäre Zellelemente, die vereinzelt an Hodgkin-Zellen erinnern. Daneben Plasmazellen und einige eosinophile Granulozyten. In der PAS-Reaktion sowie der Versilberung eine etwas gesteigerte Vaskularisation, wobei vereinzelt auch sich verzweigende Gefäße zur Darstellung kommen. Wiederholt kleinere Nekroseherde, die z.T. fibrinoid imponieren. In den Sinus vereinzelt Hämophagozytose.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Hiernach besteht eine erhebliche Reduktion des B-zellulären Kompartimentes (CD20), teilweise auch mit Marginalisierung der B-Zellen. Das atypische Infiltrat selber ist T-zellulärer Natur in der Reaktion für CD3. CD21 markiert einige Mantellymphozyten sowie mäßig kräftig entwickelte FDC-Netzwerke. Einige schwach CD30- positiven Zellen. Relativ reichlich CD15-positiven Zellen, die aber mehrheitlich Granulozyten/Histiozyten entsprechen. Kein Nachweis CD30- und CD15-koexprimierender Hodgkin-Blasten. Die proliferative Aktivität, gemessen an Ki67-positiven Zellen, liegt bei ca. 70 %. Wir haben einige Reaktionen ergänzt. Hiernach ist das T-zelluläre Infiltrat deutlich CD4 dominant mit mäßig reichlich CD8-positiven Zellen. Keine Expression von CD10 oder PD1. Negativer Reaktionsausfall in der in-situ-Hybridisierung für EBV (EBER-ISH). In der Leichtkettenanalyse in Form einer in-situ-Hybridisierung keine monoklonale Plasmazellpopulation. Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der T-Zell-Population und der CD7- Reaktivität als möglicher Hinweis auf eine fehlende oder nur partielle Expression von CD7. CD25 wird gleichfalls nur auf einem Teil der Zellen exprimiert. Dagegen besteht eine im Wesentlichen durchgehende Reaktivität für CD2 und CD5. Auffällig reichlich CD123-positive Zellen. Mäßig reichlich CD138-positive Plasmazellen. Sehr reichlich PGM1-positive Zellen. In der Ladewig-Reaktion keine überzeugenden fibrinoiden Nekrosen. Molekularpathologische Untersuchung:
Ergebnis:
TCR A-PCR monoclonal TCR B-PCR polyklonal
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch Nachweis einer klonalen T-Zell-Population.

Fall 09-2_EBERpb
L2270/14
Klinische Angaben:
G.-R., M., 37J, ♀
Unklares Fieber, Exanthem, Lymphadenopathie, Verdacht auf Non-Hodgkin-Lymphom. Patientin hat keine Medikamente genommen, bevor der Lymphknoten exstirpiert wurde. Auch in der Anamnese nicht. Nach Lymphknotenexstirpation wurde klinischerseits aufgrund des Befundes mit einer Prednisolon-Therapie angefangen.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit subtotal zerstörter Architektur durch ein in der Übersicht teils diffus, teils unscharf nodulär proliferiertes Infiltrat. Zytomorphologisch ein relativ variables Bild. Neben kleineren pleomorphen Zellen sieht man relativ reichlich mittelgroße Zellen sowie wiederholt auch blastäre Zellelemente, die vereinzelt an Hodgkin-Zellen erinnern. Daneben Plasmazellen und einige eosinophile Granulozyten. In der PAS-Reaktion sowie der Versilberung eine etwas gesteigerte Vaskularisation, wobei vereinzelt auch sich verzweigende Gefäße zur Darstellung kommen. Wiederholt kleinere Nekroseherde, die z.T. fibrinoid imponieren. In den Sinus vereinzelt Hämophagozytose.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Hiernach besteht eine erhebliche Reduktion des B-zellulären Kompartimentes (CD20), teilweise auch mit Marginalisierung der B-Zellen. Das atypische Infiltrat selber ist T-zellulärer Natur in der Reaktion für CD3. CD21 markiert einige Mantellymphozyten sowie mäßig kräftig entwickelte FDC-Netzwerke. Einige schwach CD30- positiven Zellen. Relativ reichlich CD15-positiven Zellen, die aber mehrheitlich Granulozyten/Histiozyten entsprechen. Kein Nachweis CD30- und CD15-koexprimierender Hodgkin-Blasten. Die proliferative Aktivität, gemessen an Ki67-positiven Zellen, liegt bei ca. 70 %. Wir haben einige Reaktionen ergänzt. Hiernach ist das T-zelluläre Infiltrat deutlich CD4 dominant mit mäßig reichlich CD8-positiven Zellen. Keine Expression von CD10 oder PD1. Negativer Reaktionsausfall in der in-situ-Hybridisierung für EBV (EBER-ISH). In der Leichtkettenanalyse in Form einer in-situ-Hybridisierung keine monoklonale Plasmazellpopulation. Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der T-Zell-Population und der CD7- Reaktivität als möglicher Hinweis auf eine fehlende oder nur partielle Expression von CD7. CD25 wird gleichfalls nur auf einem Teil der Zellen exprimiert. Dagegen besteht eine im Wesentlichen durchgehende Reaktivität für CD2 und CD5. Auffällig reichlich CD123-positive Zellen. Mäßig reichlich CD138-positive Plasmazellen. Sehr reichlich PGM1-positive Zellen. In der Ladewig-Reaktion keine überzeugenden fibrinoiden Nekrosen. Molekularpathologische Untersuchung:
Ergebnis:
TCR A-PCR monoclonal TCR B-PCR polyklonal
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch Nachweis einer klonalen T-Zell-Population.
L2270/14
Klinische Angaben:
G.-R., M., 37J, ♀
Unklares Fieber, Exanthem, Lymphadenopathie, Verdacht auf Non-Hodgkin-Lymphom. Patientin hat keine Medikamente genommen, bevor der Lymphknoten exstirpiert wurde. Auch in der Anamnese nicht. Nach Lymphknotenexstirpation wurde klinischerseits aufgrund des Befundes mit einer Prednisolon-Therapie angefangen.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit subtotal zerstörter Architektur durch ein in der Übersicht teils diffus, teils unscharf nodulär proliferiertes Infiltrat. Zytomorphologisch ein relativ variables Bild. Neben kleineren pleomorphen Zellen sieht man relativ reichlich mittelgroße Zellen sowie wiederholt auch blastäre Zellelemente, die vereinzelt an Hodgkin-Zellen erinnern. Daneben Plasmazellen und einige eosinophile Granulozyten. In der PAS-Reaktion sowie der Versilberung eine etwas gesteigerte Vaskularisation, wobei vereinzelt auch sich verzweigende Gefäße zur Darstellung kommen. Wiederholt kleinere Nekroseherde, die z.T. fibrinoid imponieren. In den Sinus vereinzelt Hämophagozytose.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Hiernach besteht eine erhebliche Reduktion des B-zellulären Kompartimentes (CD20), teilweise auch mit Marginalisierung der B-Zellen. Das atypische Infiltrat selber ist T-zellulärer Natur in der Reaktion für CD3. CD21 markiert einige Mantellymphozyten sowie mäßig kräftig entwickelte FDC-Netzwerke. Einige schwach CD30- positiven Zellen. Relativ reichlich CD15-positiven Zellen, die aber mehrheitlich Granulozyten/Histiozyten entsprechen. Kein Nachweis CD30- und CD15-koexprimierender Hodgkin-Blasten. Die proliferative Aktivität, gemessen an Ki67-positiven Zellen, liegt bei ca. 70 %. Wir haben einige Reaktionen ergänzt. Hiernach ist das T-zelluläre Infiltrat deutlich CD4 dominant mit mäßig reichlich CD8-positiven Zellen. Keine Expression von CD10 oder PD1. Negativer Reaktionsausfall in der in-situ-Hybridisierung für EBV (EBER-ISH). In der Leichtkettenanalyse in Form einer in-situ-Hybridisierung keine monoklonale Plasmazellpopulation. Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der T-Zell-Population und der CD7- Reaktivität als möglicher Hinweis auf eine fehlende oder nur partielle Expression von CD7. CD25 wird gleichfalls nur auf einem Teil der Zellen exprimiert. Dagegen besteht eine im Wesentlichen durchgehende Reaktivität für CD2 und CD5. Auffällig reichlich CD123-positive Zellen. Mäßig reichlich CD138-positive Plasmazellen. Sehr reichlich PGM1-positive Zellen. In der Ladewig-Reaktion keine überzeugenden fibrinoiden Nekrosen. Molekularpathologische Untersuchung:
Ergebnis:
TCR A-PCR monoclonal TCR B-PCR polyklonal
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch Nachweis einer klonalen T-Zell-Population.

Fall 09-2_Gie
L2270/14
Klinische Angaben:
G.-R., M., 37J, ♀
Unklares Fieber, Exanthem, Lymphadenopathie, Verdacht auf Non-Hodgkin-Lymphom. Patientin hat keine Medikamente genommen, bevor der Lymphknoten exstirpiert wurde. Auch in der Anamnese nicht. Nach Lymphknotenexstirpation wurde klinischerseits aufgrund des Befundes mit einer Prednisolon-Therapie angefangen.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit subtotal zerstörter Architektur durch ein in der Übersicht teils diffus, teils unscharf nodulär proliferiertes Infiltrat. Zytomorphologisch ein relativ variables Bild. Neben kleineren pleomorphen Zellen sieht man relativ reichlich mittelgroße Zellen sowie wiederholt auch blastäre Zellelemente, die vereinzelt an Hodgkin-Zellen erinnern. Daneben Plasmazellen und einige eosinophile Granulozyten. In der PAS-Reaktion sowie der Versilberung eine etwas gesteigerte Vaskularisation, wobei vereinzelt auch sich verzweigende Gefäße zur Darstellung kommen. Wiederholt kleinere Nekroseherde, die z.T. fibrinoid imponieren. In den Sinus vereinzelt Hämophagozytose.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Hiernach besteht eine erhebliche Reduktion des B-zellulären Kompartimentes (CD20), teilweise auch mit Marginalisierung der B-Zellen. Das atypische Infiltrat selber ist T-zellulärer Natur in der Reaktion für CD3. CD21 markiert einige Mantellymphozyten sowie mäßig kräftig entwickelte FDC-Netzwerke. Einige schwach CD30- positiven Zellen. Relativ reichlich CD15-positiven Zellen, die aber mehrheitlich Granulozyten/Histiozyten entsprechen. Kein Nachweis CD30- und CD15-koexprimierender Hodgkin-Blasten. Die proliferative Aktivität, gemessen an Ki67-positiven Zellen, liegt bei ca. 70 %. Wir haben einige Reaktionen ergänzt. Hiernach ist das T-zelluläre Infiltrat deutlich CD4 dominant mit mäßig reichlich CD8-positiven Zellen. Keine Expression von CD10 oder PD1. Negativer Reaktionsausfall in der in-situ-Hybridisierung für EBV (EBER-ISH). In der Leichtkettenanalyse in Form einer in-situ-Hybridisierung keine monoklonale Plasmazellpopulation. Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der T-Zell-Population und der CD7- Reaktivität als möglicher Hinweis auf eine fehlende oder nur partielle Expression von CD7. CD25 wird gleichfalls nur auf einem Teil der Zellen exprimiert. Dagegen besteht eine im Wesentlichen durchgehende Reaktivität für CD2 und CD5. Auffällig reichlich CD123-positive Zellen. Mäßig reichlich CD138-positive Plasmazellen. Sehr reichlich PGM1-positive Zellen. In der Ladewig-Reaktion keine überzeugenden fibrinoiden Nekrosen. Molekularpathologische Untersuchung:
Ergebnis:
TCR A-PCR monoclonal TCR B-PCR polyklonal
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch Nachweis einer klonalen T-Zell-Population.

Fall 09-2_MIB
L2270/14
Klinische Angaben:
G.-R., M., 37J, ♀
Unklares Fieber, Exanthem, Lymphadenopathie, Verdacht auf Non-Hodgkin-Lymphom. Patientin hat keine Medikamente genommen, bevor der Lymphknoten exstirpiert wurde. Auch in der Anamnese nicht. Nach Lymphknotenexstirpation wurde klinischerseits aufgrund des Befundes mit einer Prednisolon-Therapie angefangen.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit subtotal zerstörter Architektur durch ein in der Übersicht teils diffus, teils unscharf nodulär proliferiertes Infiltrat. Zytomorphologisch ein relativ variables Bild. Neben kleineren pleomorphen Zellen sieht man relativ reichlich mittelgroße Zellen sowie wiederholt auch blastäre Zellelemente, die vereinzelt an Hodgkin-Zellen erinnern. Daneben Plasmazellen und einige eosinophile Granulozyten. In der PAS-Reaktion sowie der Versilberung eine etwas gesteigerte Vaskularisation, wobei vereinzelt auch sich verzweigende Gefäße zur Darstellung kommen. Wiederholt kleinere Nekroseherde, die z.T. fibrinoid imponieren. In den Sinus vereinzelt Hämophagozytose.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Hiernach besteht eine erhebliche Reduktion des B-zellulären Kompartimentes (CD20), teilweise auch mit Marginalisierung der B-Zellen. Das atypische Infiltrat selber ist T-zellulärer Natur in der Reaktion für CD3. CD21 markiert einige Mantellymphozyten sowie mäßig kräftig entwickelte FDC-Netzwerke. Einige schwach CD30- positiven Zellen. Relativ reichlich CD15-positiven Zellen, die aber mehrheitlich Granulozyten/Histiozyten entsprechen. Kein Nachweis CD30- und CD15-koexprimierender Hodgkin-Blasten. Die proliferative Aktivität, gemessen an Ki67-positiven Zellen, liegt bei ca. 70 %. Wir haben einige Reaktionen ergänzt. Hiernach ist das T-zelluläre Infiltrat deutlich CD4 dominant mit mäßig reichlich CD8-positiven Zellen. Keine Expression von CD10 oder PD1. Negativer Reaktionsausfall in der in-situ-Hybridisierung für EBV (EBER-ISH). In der Leichtkettenanalyse in Form einer in-situ-Hybridisierung keine monoklonale Plasmazellpopulation.
Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der T-Zell-Population und der CD7- Reaktivität als möglicher Hinweis auf eine fehlende oder nur partielle Expression von CD7. CD25 wird gleichfalls nur auf einem Teil der Zellen exprimiert. Dagegen besteht eine im Wesentlichen durchgehende Reaktivität für CD2 und CD5. Auffällig reichlich CD123-positive Zellen. Mäßig reichlich CD138-positive Plasmazellen. Sehr reichlich PGM1-positive Zellen. In der Ladewig-Reaktion keine überzeugenden fibrinoiden Nekrosen.
Molekularpathologische Untersuchung:
Ergebnis:
TCR A-PCR monoclonal TCR B-PCR polyklonal
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch Nachweis einer klonalen T-Zell-Population.

Fall 09-2-HE
L2270/14
Klinische Angaben:
G.-R., M., 37J, ♀
Unklares Fieber, Exanthem, Lymphadenopathie, Verdacht auf Non-Hodgkin-Lymphom. Patientin hat keine Medikamente genommen, bevor der Lymphknoten exstirpiert wurde. Auch in der Anamnese nicht. Nach Lymphknotenexstirpation wurde klinischerseits aufgrund des Befundes mit einer Prednisolon-Therapie angefangen.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit subtotal zerstörter Architektur durch ein in der Übersicht teils diffus, teils unscharf nodulär proliferiertes Infiltrat. Zytomorphologisch ein relativ variables Bild. Neben kleineren pleomorphen Zellen sieht man relativ reichlich mittelgroße Zellen sowie wiederholt auch blastäre Zellelemente, die vereinzelt an Hodgkin-Zellen erinnern. Daneben Plasmazellen und einige eosinophile Granulozyten. In der PAS-Reaktion sowie der Versilberung eine etwas gesteigerte Vaskularisation, wobei vereinzelt auch sich verzweigende Gefäße zur Darstellung kommen. Wiederholt kleinere Nekroseherde, die z.T. fibrinoid imponieren. In den Sinus vereinzelt Hämophagozytose.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Hiernach besteht eine erhebliche Reduktion des B-zellulären Kompartimentes (CD20), teilweise auch mit Marginalisierung der B-Zellen. Das atypische Infiltrat selber ist T-zellulärer Natur in der Reaktion für CD3. CD21 markiert einige Mantellymphozyten sowie mäßig kräftig entwickelte FDC-Netzwerke. Einige schwach CD30- positiven Zellen. Relativ reichlich CD15-positiven Zellen, die aber mehrheitlich Granulozyten/Histiozyten entsprechen. Kein Nachweis CD30- und CD15-koexprimierender Hodgkin-Blasten. Die proliferative Aktivität, gemessen an Ki67-positiven Zellen, liegt bei ca. 70 %.
Wir haben einige Reaktionen ergänzt. Hiernach ist das T-zelluläre Infiltrat deutlich CD4 dominant mit mäßig reichlich CD8-positiven Zellen. Keine Expression von CD10 oder PD1. Negativer Reaktionsausfall in der in-situ-Hybridisierung für EBV (EBER-ISH). In der Leichtkettenanalyse in Form einer in-situ-Hybridisierung keine monoklonale Plasmazellpopulation. Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der T-Zell-Population und der CD7- Reaktivität als möglicher Hinweis auf eine fehlende oder nur partielle Expression von CD7. CD25 wird gleichfalls nur auf einem Teil der Zellen exprimiert. Dagegen besteht eine im Wesentlichen durchgehende Reaktivität für CD2 und CD5. Auffällig reichlich CD123-positive Zellen. Mäßig reichlich CD138-positive Plasmazellen. Sehr reichlich PGM1-positive Zellen. In der Ladewig-Reaktion keine überzeugenden fibrinoiden Nekrosen. Molekularpathologische Untersuchung:
Ergebnis:
TCR A-PCR monoclonal TCR B-PCR polyklonal
Molekularpathologische Begutachtung:
Molekularpathologisch Nachweis einer klonalen T-Zell-Population.

Fall 09-3
P1004/16
Klinische Angaben:
A., N., 45J, ♀
Rezidivierte Lymphadenopathie; aktuelle Rebiopsie. Klinisch Verdacht auf Hodgkinlymphom. Hb 8; Leuko 7,4; Thrombozyten 343. Knochenmarktumorfrei Lymphknoten axillär, mediastinal paraortal. Hepatosplenomegalie. Primäre Lymphknotenhistologie reaktiv immunologisch. Aktuelle Einsendung: axillärer Lymphknoten
Mikroskopischer Befund:
Es zeigen sich Anschnitte eines Lymphknotens mit einigen Sekundärfollikeln sowie auffällig breiten Interfollikulärzonen mit hier prominenter Vaskularisation und einem bunten Zellbild bestehend aus kleinen und mittelgroßen lymphoiden Zellen, untermengten Plasmazellen, wenigen eosinophilen Granulozyten und auch vermehrten blastären Zellelementen. Hierbei zeigen sich auch einige Hodgkin-ähnliche Zellen mit großen eosinophilen Nukleolen. Die Keimzentren der Sekundärfollikel zeigen eine gemischtzellige Population aus Blasten und zentrozytoiden Zellen. Einige Sekundärfollikel mit kleinen atrophischen Keimzentren.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Positivität der Lymphfollikel gegenüber CD20, interfollikulär eine leichte B-Zellvermehrung, darunter auch B-blastäre Zellen. Mit CD23 zeigen sich umschriebene FDC-Netzwerke sowie partiell schwach CD23-exprimierende Follikelmantelzonenzellen. In den immunhistochemischen Leichtkettenuntersuchungen zeigt sich ein polytypisches Muster der eingestreuten Plasmazellen für Kappa und Lambda. Nur wenige IgG4-exprimierende Plasmazellen. Locker eingestreute CD123-positive plasmozytoide Monozyten unter Ausbildung einzelner kleinster Zellkomplexe. Geringe interfollikuläre Vermehrung CD30-positiver Blasten, darunter auch Hodgkin-ähnliche Blasten und einzelne Blasten mit auffällig gelappten Kernen. In der Ki67-Untersuchung eine erhöhte Proliferationsaktivität in den Interfollikulärzonen von bis zu 50-60 %. Es findet sich keine Befunderweiterung in der PAS-Färbung. In der Versilberung ein etwas vergröbertes Retikulinfasermuster. Wir haben hier noch eine EBER-in-situ-Hybridisierung ergänzt. Es zeigen sich hierbei einige wenige nukleär EBV-positive Zellen, darunter überwiegend kleine Zellen. In den Interfollikulärarealen eine dominierende CD3-positive T-Zellpopulation neben einer ebenso intragerminalen T-Zell-Vermehrung. Molekulargenetik: kein Nachweis einer klonalen B- oder T-Zell-Population in der molekulargenetischen Analyse

Fall 10-1
Fall 10-1 / 10-2 / 10-3 (sequentielle Biopsien) L376/07, L3758/10, L1584/10
Klinische Angaben:
S., N., 51 J, ♂
Anamnestisch ein Jahr vor Entnahme Verdacht auf Kollagenose mit mediastinalen Lymphknotenvergrößerungen, im gleichen Jahr histologisch leukozytoklastische Vaskulitis, rezidivierende Arthralgien, Sinusitis. ANA positiv, RF positiv. Thrombozytopenie, interpretiert im Sinne einer Autoimmunthrombozytopenie. Kein Hinweis auf eine EBV- oder Herpesinfektion. Aktuell: klinisch Verdacht auf Hodgkin-Lymphom. Verdacht auf follikuläres Lymphom.
Mikroskopischer Befund:10-1:
Es handelt sich um einen deutlich vergrößerten Lymphknoten, in dem eine follikuläre Hyperplasie im Vordergrund steht. Die Follikel erscheinen regelhaft strukturiert, zum Teil mit zonaler Schichtung und regelhaft ausgebildetem Follikelmantel. Die Lymphknotenkapsel ist teilweise lymphoplasmazellulär infiltriert. Typische Parakortikalzonen sind kaum ausgebildet. Man sieht man eine verbreiterte Interfollikulärzone mit einer erhöhten Vaskularisation mit mittelgradig prominenten epitheloiden Venolen. In diesen Regionen eine relativ bunte Zellularität, wobei allerdings kleine Lymphozyten dominieren, dazwischen einzelne Plasmazellen sowie einzelne Blasten, ferner einzelne eosinophile Granulozyten. Die Struktur der epitheloiden Venolen erscheint regelhaft, ausgeprägte Verzweigungen finden sich nicht.
10-2:
Histologisch ein Lymphknoten mit etwas veränderter Grundstruktur. Weiterhin sind im Vergleich zu 10-1 Follikel nachweisbar. Sie treten jetzt etwas in den Hintergrund und zeigen gelegentlich eine Vaskularisation wie beim Morbus Castleman. Im Vordergrund stehen jetzt die Veränderungen in der Interfollikulär/Parakortikalzone, diese ist deutlich verbreitert. Sie zeigt eine erhöhte Vaskularisation, allerdings sind deutlich verstärkt entwickelte epitheloide Venolenverzweigungen nicht nachweisbar. Zytologisch steht ein sehr plasmazellreiches Infiltrat im Vordergrund, dazwischen kleine Lymphozyten und einzelne Blasten. Die Lymphknotenkapsel wird teilweise von dem Infiltrat überschritten. Insgesamt erscheint die Lymphknotengrundstruktur allerdings mit erhaltenen, zum Teil weiten Sinus, noch regelhaft. Umschrieben finden sich kleine Nekrosen ohne Nachweis von Riesenzellen, vereinzelt Epitheloidzellen in der Umgebung.
10-3:
Histologisch zeigt sich jetzt eine aufgehobene Grundstruktur des Lymphknotens. Es sind nur mehr kleine rudimentäre Follikelstrukturen erkennbar. Das interfollikuläre/parakortikale Infiltrat hat sich im Vergleich zu 10-2 weiter ausgedehnt, die epitheloiden Venolen treten jetzt etwas stärker in den Vordergrund, das Infiltrat ist immer noch buntzellig, im Gegensatz zu den Vorbiopsien jetzt aber vermehrt Blasten und auch mittelgroße pleomorphe Zellen sowie reichlich Mitosen. Teilweise werden die epitheloiden Venolen von lymphatischen Zellen durchwandert. Die Lymphknotenkapsel ist lymphoplasmazellulär infiltriert.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:10-2:
Immunhistochemisch sieht man in der Darstellung von CD20 die regelhafte Gliederung der T- und B-Zonen mit geringer Vermehrung CD20-positiver interfollikulär gelegener B-Zellen. Regelhafte Verteilung CD5- und CD3-positiver TZellen, auch der Lymphozytengehalt in den Keimzentren ist regelhaft, stellenweise hoch. Etwas vermehrt finden sich interfollikulär CD30- positive aktivierte Zellen, die allerdings gleichmäßig über den Lymphknoten verteilt sind. Deutliche Expression von CD10 in den Keimzentren bei bcl2-Negativität. Die Proliferationsrate ist in den Follikeln regelhaft, interfollikulär in den Bereichen der epitheloiden Venolen etwas erhöht ohne punktuelle Akzentuierung. CD23 zeigt einzelne, etwas destruierte Netzwerke dendritischer Zellen (FDC). PD1-positive Zellen finden sich innerhalb der Keimzentren.
10-2:
Immunhistochemisch zeigt CD20 die kleineren Follikel mit einem etwas erhöhten interfollikulären Nachweis von B-Zellen mit nur wenigen positiven Blasten. CD3 zeigt die interfollikulär gelegenen T-Zellen sowie eine deutliche Betonung von perifollikulär gelegenen T-Zellen. Die T-Zellen selbst sind überwiegend CD4-positiv. Die CD8-positiven T-Zellen zeigen zytotoxische Granula. Die Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen sind weitgehend regelhaft erhalten, nicht ausgedehnt. Interfollikulär vermehrt CD30-positive aktivierte Zellen ohne Koexpression von CD15. CD10 markiert die Keimzentrumszellen aber auch interfollikulär einzelne mononukleäre Zellen. In der Darstellung von PD1 zeigt sich jetzt ein etwas vermehrter Nachweis interfollikulär im Vergleich zur Vorbiopsie (10-1).
10-3:
Immunhistochemisch zeigt sich die fortgeschrittene Depletion der B-Zonen als nunmehr kleine residuale Follikel, interfollikulär etwas vermehrt CD20-positive mittelgroße und große, zum Teil blastäre Zellen. Interfollikulär und perifollikulär um residuale Follikel herum gelegen betont CD3-positive T-Zellen, die CD5 koexprimieren. Ebenfalls interfollikulär vermehrt CD30- positive Blasten ohne Koexpression von CD15. Die Plasmazellen zeigen in der Darstellung von Kappa und Lambda ein polyklonales Ig-Muster. Extrafollikulär eine geringe Vermehrung CD10-positiver mononukleärer Zellen. Die Proliferationsrate interfollikulär ist deutlicher gegenüber den Vorbiopsien erhöht, sie liegt jetzt bei etwa 20-30%. Die Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen sind reduziert, aber weitgehend noch regelhaft erhalten. In der Darstellung von PD1 vermehrt interfollikulär nachweisbare positive T-Zellen.

Fall 10-2
Fall 10-1 / 10-2 / 10-3 (sequentielle Biopsien) L376/07, L3758/10, L1584/10
Klinische Angaben:
S., N., 51 J, ♂
Anamnestisch ein Jahr vor Entnahme Verdacht auf Kollagenose mit mediastinalen Lymphknotenvergrößerungen, im gleichen Jahr histologisch leukozytoklastische Vaskulitis, rezidivierende Arthralgien, Sinusitis. ANA positiv, RF positiv. Thrombozytopenie, interpretiert im Sinne einer Autoimmunthrombozytopenie. Kein Hinweis auf eine EBV- oder Herpesinfektion. Aktuell: klinisch Verdacht auf Hodgkin-Lymphom. Verdacht auf follikuläres Lymphom.
Mikroskopischer Befund:10-1:
Es handelt sich um einen deutlich vergrößerten Lymphknoten, in dem eine follikuläre Hyperplasie im Vordergrund steht. Die Follikel erscheinen regelhaft strukturiert, zum Teil mit zonaler Schichtung und regelhaft ausgebildetem Follikelmantel. Die Lymphknotenkapsel ist teilweise lymphoplasmazellulär infiltriert. Typische Parakortikalzonen sind kaum ausgebildet. Man sieht man eine verbreiterte Interfollikulärzone mit einer erhöhten Vaskularisation mit mittelgradig prominenten epitheloiden Venolen. In diesen Regionen eine relativ bunte Zellularität, wobei allerdings kleine Lymphozyten dominieren, dazwischen einzelne Plasmazellen sowie einzelne Blasten, ferner einzelne eosinophile Granulozyten. Die Struktur der epitheloiden Venolen erscheint regelhaft, ausgeprägte Verzweigungen finden sich nicht.
10-2:
Histologisch ein Lymphknoten mit etwas veränderter Grundstruktur. Weiterhin sind im Vergleich zu 10-1 Follikel nachweisbar. Sie treten jetzt etwas in den Hintergrund und zeigen gelegentlich eine Vaskularisation wie beim Morbus Castleman. Im Vordergrund stehen jetzt die Veränderungen in der Interfollikulär/Parakortikalzone, diese ist deutlich verbreitert. Sie zeigt eine erhöhte Vaskularisation, allerdings sind deutlich verstärkt entwickelte epitheloide Venolenverzweigungen nicht nachweisbar. Zytologisch steht ein sehr plasmazellreiches Infiltrat im Vordergrund, dazwischen kleine Lymphozyten und einzelne Blasten. Die Lymphknotenkapsel wird teilweise von dem Infiltrat überschritten. Insgesamt erscheint die Lymphknotengrundstruktur allerdings mit erhaltenen, zum Teil weiten Sinus, noch regelhaft. Umschrieben finden sich kleine Nekrosen ohne Nachweis von Riesenzellen, vereinzelt Epitheloidzellen in der Umgebung.
10-3:
Histologisch zeigt sich jetzt eine aufgehobene Grundstruktur des Lymphknotens. Es sind nur mehr kleine rudimentäre Follikelstrukturen erkennbar. Das interfollikuläre/parakortikale Infiltrat hat sich im Vergleich zu 10-2 weiter ausgedehnt, die epitheloiden Venolen treten jetzt etwas stärker in den Vordergrund, das Infiltrat ist immer noch buntzellig, im Gegensatz zu den Vorbiopsien jetzt aber vermehrt Blasten und auch mittelgroße pleomorphe Zellen sowie reichlich Mitosen. Teilweise werden die epitheloiden Venolen von lymphatischen Zellen durchwandert. Die Lymphknotenkapsel ist lymphoplasmazellulär infiltriert.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:10-2:
Immunhistochemisch sieht man in der Darstellung von CD20 die regelhafte Gliederung der T- und B-Zonen mit geringer Vermehrung CD20-positiver interfollikulär gelegener B-Zellen. Regelhafte Verteilung CD5- und CD3-positiver TZellen, auch der Lymphozytengehalt in den Keimzentren ist regelhaft, stellenweise hoch. Etwas vermehrt finden sich interfollikulär CD30- positive aktivierte Zellen, die allerdings gleichmäßig über den Lymphknoten verteilt sind. Deutliche Expression von CD10 in den Keimzentren bei bcl2-Negativität. Die Proliferationsrate ist in den Follikeln regelhaft, interfollikulär in den Bereichen der epitheloiden Venolen etwas erhöht ohne punktuelle Akzentuierung. CD23 zeigt einzelne, etwas destruierte Netzwerke dendritischer Zellen (FDC). PD1-positive Zellen finden sich innerhalb der Keimzentren.
10-2:
Immunhistochemisch zeigt CD20 die kleineren Follikel mit einem etwas erhöhten interfollikulären Nachweis von B-Zellen mit nur wenigen positiven Blasten. CD3 zeigt die interfollikulär gelegenen T-Zellen sowie eine deutliche Betonung von perifollikulär gelegenen T-Zellen. Die T-Zellen selbst sind überwiegend CD4-positiv. Die CD8-positiven T-Zellen zeigen zytotoxische Granula. Die Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen sind weitgehend regelhaft erhalten, nicht ausgedehnt. Interfollikulär vermehrt CD30-positive aktivierte Zellen ohne Koexpression von CD15. CD10 markiert die Keimzentrumszellen aber auch interfollikulär einzelne mononukleäre Zellen. In der Darstellung von PD1 zeigt sich jetzt ein etwas vermehrter Nachweis interfollikulär im Vergleich zur Vorbiopsie (10-1).
10-3:
Immunhistochemisch zeigt sich die fortgeschrittene Depletion der B-Zonen als nunmehr kleine residuale Follikel, interfollikulär etwas vermehrt CD20-positive mittelgroße und große, zum Teil blastäre Zellen. Interfollikulär und perifollikulär um residuale Follikel herum gelegen betont CD3-positive T-Zellen, die CD5 koexprimieren. Ebenfalls interfollikulär vermehrt CD30- positive Blasten ohne Koexpression von CD15. Die Plasmazellen zeigen in der Darstellung von Kappa und Lambda ein polyklonales Ig-Muster. Extrafollikulär eine geringe Vermehrung CD10-positiver mononukleärer Zellen. Die Proliferationsrate interfollikulär ist deutlicher gegenüber den Vorbiopsien erhöht, sie liegt jetzt bei etwa 20-30%. Die Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen sind reduziert, aber weitgehend noch regelhaft erhalten. In der Darstellung von PD1 vermehrt interfollikulär nachweisbare positive T-Zellen.

Fall 10-3
Fall 10-1 / 10-2 / 10-3 (sequentielle Biopsien) L376/07, L3758/10, L1584/10
Klinische Angaben:
S., N., 51 J, ♂
Anamnestisch ein Jahr vor Entnahme Verdacht auf Kollagenose mit mediastinalen Lymphknotenvergrößerungen, im gleichen Jahr histologisch leukozytoklastische Vaskulitis, rezidivierende Arthralgien, Sinusitis. ANA positiv, RF positiv. Thrombozytopenie, interpretiert im Sinne einer Autoimmunthrombozytopenie. Kein Hinweis auf eine EBV- oder Herpesinfektion. Aktuell: klinisch Verdacht auf Hodgkin-Lymphom. Verdacht auf follikuläres Lymphom.
Mikroskopischer Befund:10-1:
Es handelt sich um einen deutlich vergrößerten Lymphknoten, in dem eine follikuläre Hyperplasie im Vordergrund steht. Die Follikel erscheinen regelhaft strukturiert, zum Teil mit zonaler Schichtung und regelhaft ausgebildetem Follikelmantel. Die Lymphknotenkapsel ist teilweise lymphoplasmazellulär infiltriert. Typische Parakortikalzonen sind kaum ausgebildet. Man sieht man eine verbreiterte Interfollikulärzone mit einer erhöhten Vaskularisation mit mittelgradig prominenten epitheloiden Venolen. In diesen Regionen eine relativ bunte Zellularität, wobei allerdings kleine Lymphozyten dominieren, dazwischen einzelne Plasmazellen sowie einzelne Blasten, ferner einzelne eosinophile Granulozyten. Die Struktur der epitheloiden Venolen erscheint regelhaft, ausgeprägte Verzweigungen finden sich nicht.
10-2:
Histologisch ein Lymphknoten mit etwas veränderter Grundstruktur. Weiterhin sind im Vergleich zu 10-1 Follikel nachweisbar. Sie treten jetzt etwas in den Hintergrund und zeigen gelegentlich eine Vaskularisation wie beim Morbus Castleman. Im Vordergrund stehen jetzt die Veränderungen in der Interfollikulär/Parakortikalzone, diese ist deutlich verbreitert. Sie zeigt eine erhöhte Vaskularisation, allerdings sind deutlich verstärkt entwickelte epitheloide Venolenverzweigungen nicht nachweisbar. Zytologisch steht ein sehr plasmazellreiches Infiltrat im Vordergrund, dazwischen kleine Lymphozyten und einzelne Blasten. Die Lymphknotenkapsel wird teilweise von dem Infiltrat überschritten. Insgesamt erscheint die Lymphknotengrundstruktur allerdings mit erhaltenen, zum Teil weiten Sinus, noch regelhaft. Umschrieben finden sich kleine Nekrosen ohne Nachweis von Riesenzellen, vereinzelt Epitheloidzellen in der Umgebung.
10-3:
Histologisch zeigt sich jetzt eine aufgehobene Grundstruktur des Lymphknotens. Es sind nur mehr kleine rudimentäre Follikelstrukturen erkennbar. Das interfollikuläre/parakortikale Infiltrat hat sich im Vergleich zu 10-2 weiter ausgedehnt, die epitheloiden Venolen treten jetzt etwas stärker in den Vordergrund, das Infiltrat ist immer noch buntzellig, im Gegensatz zu den Vorbiopsien jetzt aber vermehrt Blasten und auch mittelgroße pleomorphe Zellen sowie reichlich Mitosen. Teilweise werden die epitheloiden Venolen von lymphatischen Zellen durchwandert. Die Lymphknotenkapsel ist lymphoplasmazellulär infiltriert.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:10-2:
Immunhistochemisch sieht man in der Darstellung von CD20 die regelhafte Gliederung der T- und B-Zonen mit geringer Vermehrung CD20-positiver interfollikulär gelegener B-Zellen. Regelhafte Verteilung CD5- und CD3-positiver TZellen, auch der Lymphozytengehalt in den Keimzentren ist regelhaft, stellenweise hoch. Etwas vermehrt finden sich interfollikulär CD30- positive aktivierte Zellen, die allerdings gleichmäßig über den Lymphknoten verteilt sind. Deutliche Expression von CD10 in den Keimzentren bei bcl2-Negativität. Die Proliferationsrate ist in den Follikeln regelhaft, interfollikulär in den Bereichen der epitheloiden Venolen etwas erhöht ohne punktuelle Akzentuierung. CD23 zeigt einzelne, etwas destruierte Netzwerke dendritischer Zellen (FDC). PD1-positive Zellen finden sich innerhalb der Keimzentren.
10-2:
Immunhistochemisch zeigt CD20 die kleineren Follikel mit einem etwas erhöhten interfollikulären Nachweis von B-Zellen mit nur wenigen positiven Blasten. CD3 zeigt die interfollikulär gelegenen T-Zellen sowie eine deutliche Betonung von perifollikulär gelegenen T-Zellen. Die T-Zellen selbst sind überwiegend CD4-positiv. Die CD8-positiven T-Zellen zeigen zytotoxische Granula. Die Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen sind weitgehend regelhaft erhalten, nicht ausgedehnt. Interfollikulär vermehrt CD30-positive aktivierte Zellen ohne Koexpression von CD15. CD10 markiert die Keimzentrumszellen aber auch interfollikulär einzelne mononukleäre Zellen. In der Darstellung von PD1 zeigt sich jetzt ein etwas vermehrter Nachweis interfollikulär im Vergleich zur Vorbiopsie (10-1).
10-3:
Immunhistochemisch zeigt sich die fortgeschrittene Depletion der B-Zonen als nunmehr kleine residuale Follikel, interfollikulär etwas vermehrt CD20-positive mittelgroße und große, zum Teil blastäre Zellen. Interfollikulär und perifollikulär um residuale Follikel herum gelegen betont CD3- positive T-Zellen, die CD5 koexprimieren. Ebenfalls interfollikulär vermehrt CD30- positive Blasten ohne Koexpression von CD15. Die Plasmazellen zeigen in der Darstellung von Kappa und Lambda ein polyklonales Ig-Muster. Extrafollikulär eine geringe Vermehrung CD10-positiver mononukleärer Zellen. Die Proliferationsrate interfollikulär ist deutlicher gegenüber den Vorbiopsien erhöht, sie liegt jetzt bei etwa 20-30%. Die Netzwerke follikulärer dendritischer Zellen sind reduziert, aber weitgehend noch regelhaft erhalten. In der Darstellung von PD1 vermehrt interfollikulär nachweisbare positive T-Zellen.

Fall 10-4
P1605/16
Klinische Angaben:
R., G., 61J, ♂
Zervikale Lymphknoten. Übersandtes Material: ein Lymphknoten
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man Lymphknotengewebe mit einer überwiegend erhaltenen Architektur. Man sieht eine Hyperplasie der Follikel mit abgrenzbaren Follikelmantelzonen. Lebhaftes Sternhimmelbild und interfollikulär etwas aufgelockerte Zonen mit Abschnitten mit T-Zellen und Gefäßen. Stellenweise kleine Lymphozyten. Vereinzelt sieht man in den Keimzentren vermehrt Plasmazellen. Zytologisch reife Zellen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Wir haben Spezialfärbungen durchgeführt, dabei sieht man kräftig entwickelte CD20-positive B-Zell-Follikel mit abgrenzbaren Mantelzonen. Geringe Expansion von B-Zellen in die T-Zonen. Dort CD5-positive T-Zellen. Intragerminal sieht man ebenfalls etwas vermehrt T-Zellen. In den Follikeln abgrenzbare und gut erhaltene CD23-positive FDC-Netze. Leicht verbreiterte Mantelzonen in der CD23- Färbung.
Die Keimzentren sind bis auf die eingestreuten T-Zellen bcl2-negativ. In der Leichtkettenanalyse sieht man signifikant vermehrt Plasmazellen, häufig liegen diese in den Follikeln, etwas weniger prominent sieht man solche entlang der Pulpastränge. Signifikant vermehrt IgG4-positive Plasmazellen in den Keimzentren. Polyklonales Muster für Kappa und Lambda.
In der Ki67-Färbung sieht man jeweils eine erhöhte Proliferationsrate in den Follikeln, dort ist eine Schichtung erkennbar. In der PGM1-Färbung sieht man vermehrt histiozytäre Zellen, stellenweise auch Grüppchen von Histiozyten in den T-Zonen und entlang der Pulpastränge. Keine echten Granulome. In der CD30-Färbung sieht man etwas vermehrt Blasten im Randbereich der Keimzentren und vereinzelt interfollikulär.

Fall 10-5
L12034/11
Klinische Angaben:
H., A., 36J, ♂
Lymphknotensubmandibulär seit 4 Wochen. Klinisch Verdacht auf Hodgkin-Lymphom.
Mikroskopischer Befund:
Es handelt sich um Lymphknotengewebe, welches in beiden Fraktionen zahlreiche reaktiv geschichtete und unterschiedlich große Keimzentren aufweist. Daneben sieht man allerdings einzelne progressiv verändert erscheinende Keimzentren. In der T-Zone stellen sich vermehrt Epitheloidzellgruppen, teils eosinophile Granulozyten und vermehrt hodgkinartige Blasten dar. Ganz vereinzelt sieht man auch eine Sternbergzell-artige Form.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch markieren sich die zahlreichen nodulären Strukturen mit CD20. CD5 markiert die prominente T-Zone. CD23 markiert FDC-Netzwerke, die teilweise leicht zersiedelt sind und eine breite Mantelzone. Internodulär stellen sich vermehrt CD30-positive blastäre Zellen dar. CD15 reagiert vorwiegend mit histiozytären Zellen und Granulozyten. Die in-situ-Hybridisierung für EBV verläuft negativ. OCT2 ohne eine nennenswerte Blastenvermehrung. CD57 mit diffus untermischten T-Zellen. Die proliferative Aktivität (MIB1) ist leicht erhöht. Leicht vermehrt IgG4-positive Plasmazellen, die sowie intragerminal als auch internodulär gelegen sind Molekulargenetik: polyklonales Muster für den Immunglobulin-Schwerketten-Gen-Locus.
Diagnose:
Chronische unspezifische Lymphadenitis. Wenngleich ein derartiger Befund nicht beweisend ist und auch im Rahmen eines immunologisch/autoimmunologisch vermittelten Geschehens beobachtet werden kann, sollte dieser dennoch Anlass sein, ein IgG4-assoziiertes Syndrom klinisch auszuschließen. In dem Zusammenhang könnte auch die Speicheldrüse untersucht werden (Küttner-Tumor?)

Fall 10-6
L12522/14
Klinische Angaben:
B., T., 83J, ♀
Klinisch deutlich vergrößerter submandibulärer ich Lymphknoten. Klinisch wurde eine Metastase eines Mammakarzinoms vermutet, anamnestisch ist ein brusterhaltend operiertes duktales Carcinoma in situ (high grade mit Komedonekrosen) bekannt.
Mikroskopischer Befund:
Die Lymphknotenstruktur ist grundsätzlich erhalten, man sieht deutlich vermehrte Lymphfollikel mit rundlichen oder ovoiden Keimzentren, überwiegend scharf begrenzt und mit erhaltener Follikelaußenzone. Einige der Follikel werden von der Mantelzone aufgesiedelt, sodass der Aspekt progressiv transformierter Keimzentren besteht, wie von Ihnen angegeben. Die Interfollikulärzone ist zusammengedrängt und zeigt eine bunte Infiltration, die einige eosinophile Granulozyten enthält, Lymphozyten, recht reichlich Plasmazellen sowie Histiozyten. Blasten sind hier ebenfalls in etwas vermehrter Zahl und in unterschiedlicher Größe eingestreut, nur vereinzelt allerdings findet sich eine hodgkinähnliche Zelle. Schließlich vereinzelte granulomatöse Histiozytengruppen mit Riesenzellen und ohne Nekrosen; diese finden sich im Randbereich der Follikel und imponieren hier teilweise palisadenartig. Pilze oder andere Erreger sind in der PAS-Reaktion nicht auszumachen, auch keine prominenten nukleären Einschlüsse in den Plasmazellen. In der Versilberung erwartungsgemäß eine Verdichtung der retikulären Fasern interfollikulär.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Verdichtung der retikulären Fasern interfollikulär. Immunhistochemisch bestätigt sich eine weitestgehend erhaltene Textur mit Bund T-Zonen in der Färbung für CD20 und CD5. Es sind reichlich aktivierte lymphatische Zellen und Blasten in der CD30-Reaktion nachweisbar, ferner viele Plasmazellen mit polytypischem Leichtkettenmuster in der Immunfärbung, insbesondere auch intragerminale Plasmazellen. Zu einem größeren Teil exprimieren diese IgG4. Die Proliferationsrate ist interfollikulär diskret erhöht, in den Follikeln regelhaft hoch. Die Granulomformationen sind auch in der CD68-Färbung nur spärlich nachweisbar, im Übrigen sind interfollikulär reichlich locker verstreute Makrophagen angefärbt.

Fall 10-7
L9948/04
Klinische Angaben:
S. E., 62J, ♂
Lymphknoten aus dem Retroperitoneum
Mikroskopischer Befund:
Man sieht ein ausgeprägt umgebautes, jedoch nicht vollständig zerstörtes lymphatisches Gewebe. Die Außenzonen lassen teilweise noch kleine Primär- und Sekundärfollikel erkennen, die T-Zonen sind zum Teil nur mehr zu erahnen. Diese und auch die Trabekelareale werden durch ein narbiges Gewebe ersetzt. Dort sieht man viele Lymphozyten und Plasmazellen, zytologisch unauffällig. Gelegentlich Blasten und verstreut auch eosinophile Granulozyten. Nicht selten sind die Hilusgefäße auch von einer konzentrischen Fibrose umgeben. Man sieht eine Vermehrung sm-Aktin-positiver Spindelzellen im Lymphknoten, etwas zersiedelte Hilusgefäße (vorwiegend Venen).
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Man sieht eine histiozytäre Proliferation, die mit CD68 markiert wird. Die B- und T-Zell-Areale erscheinen hypoplastisch, jedoch in ihrer Architektur prinzipiell erhalten. Die Plasmazellen sind signifikant vermehrt, sie werden mit CD38 markiert und erscheinen polyklonal für Kappa und Lambda. Die Proliferationsrate ist, gemessen an MiB1, etwas gesteigert. In der Elastica-van-Gieson-Färbung vornehmlich Veränderungen der Venen, jedoch auch Zeichen einer Arteriosklerose. Kein Nachweis von EBV. Weder in der CD23-Färbung noch mit CNA42 finden sich Netzwerke follikulärer dendritischer Retikulumzellen. In der CD34-Färbung ist ein lockeres Geflecht von Gefäßen in dem fibrös-entzündlichen Stroma nachweisbar. EBER negativ.

Fall 11-1
L7413/09
Klinische Angaben:
N., B., 74J, ♀
Inflammatorischer Pseudotumor, DD Hodgkin-Lymphom, klinisch zweiherdiger Milztumor bis 8,5 cm
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man im Randbereich noch organoides Milzgewebe mit roter und weißer Pulpa. Übergang in eine teilweise spindelzellige Proliferation mit Zellen, die teilweise etwas unregelmäßig geformte Kerne und kleine Nukleolen aufweisen. Das Zytoplasma der Zellen ist schwach eosinophil, manchmal leicht vakuolisiert. Daneben sieht man Lymphozyten und Plasmazellen und auch einige Blasten, gelegentlich eosinophile Granulozyten.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
In der Giemsafärbung sieht man viele plasmozytisch differenzierte Zellen, daneben das locker aufgebaute, teilweise spindelzellige Stroma, morphologisch recht typisch für einen Pseudotumor. In der PAS-Färbung keine auffälligen Einschlüsse. In der Silberfärbung ein grobes Retikulinfasermuster, die normale sinusoidale Architektur ist aufgehoben. Immunhistochemisch sieht man eingestreut mäßig reichlich CD2-positive T-Zellen, dann kleinherdige, angedeutet follikelähnliche Formationen von CD20-positiven BZellen. Auch in den vermeintlichen T-Zonen einige B-Zellen, einzelne BBlasten. Kein vermehrter Nachweis von Alk1. Ein Teil der T-Lymphozyten exprimiert CD8. In der CD34-Färbung sieht man kleine Gefäße. Die Spindelzellen sind negativ. Sie sind auch negativ für CD117, in dieser Färbung erkennt man Mastzellen. Kein vermehrter Nachweis von CD56. Polyklonales Muster für Kappa und Lambda mit Prädominanz gegenüber Kappa (Verhältnis Kappa zu Lambda etwa 5:1.). Die Proliferationsrate ist gemessen an MiB1- positiven Zellen interfollikulär mäßig erhöht (variiert zwischen 5% und 30%). In der EBER-insitu-Hybridisierung sieht man eine signifikante Vermehrung EBV-positiver Zellen, zum Teil auf den Spindelzellen, zum Teil auf den blastären Zellen. Kein Nachweis von TreponemenAntikörper, kein Nachweis von HIV.

Fall 11-2
L10332/10
Klinische Angaben:
M., U., 38J, ♀
Mikroskopischer Befund:
Lymphknoten mit abgrenzbarer Kapsel, jedoch einzelnen kleinen Satelliten im perinodalen Gewebe mit etwas auffälligen Gefäßen dort. Die Bund T-Zonen sind aufgehoben, man erkennt vereinzelt noch rudimentäre Trabekel. Man sieht ein ausgedehntes spindelzelliges, teilweise wirbeliges Infiltrat, untermischt mit einzelnen Schaumzellen. Dazwischen kleine Lymphozyten und einzelne Plasmazellen, gelegentlich neutrophile Granulozyten, vereinzelt auch ein Mikroabszess. Zytologisch erscheinen die Spindelzellen relativ blande, man sieht aber ein feingranuläres Zytoplasma. Vereinzelt eine Mitose.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Keine Erreger in der PAS-Färbung. In der Chlorazetatesterase-Färbung kleine Mikroabszesse und deutlich vermehrt neutrophile Granulozyten, oft diffus verteilt. Keine EBV-positiven Zellen. Das Infiltrat ist CD123 kräftig positiv, CD23-negativ, SM partiell positiv. Die Infiltrate sind CD34-, S100- und Desmin- sowie Faktor8-, HHV8-, Alk1-negativ. In der CD31-Färbung werden die Infiltrate markiert, dazwischen Gefäße. Die Proliferationsrate ist gemessen an MiB1-positiven Zellen leicht erhöht (5-25%). In der Ziehl-Neelsen-Färbung sieht man eine ausgedehnte Positivität mit hoher Erregerlast und kräftige Reaktivität auch für Tbc-Antikörper. Negativität für Barthonella und keine sichere Reaktivität gegenüber HIV-Antikörper.

Fall 11-3
L9425/06 Klinische Angaben:
N., H., 63J, ♀
Lymphknoten aus dem Beckenbereich, unauffällige hämatologische Parameter, lediglich geringe Thrombozytose, keine Vorerkrankungen bekannt.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch Anteile eines Lymphknotenexisats mit einem teilweise spindelzelligen Infiltrat. In der Übersicht sieht man ein angedeutet storiformes Wachstumsmuster. Die teils länglich gezogenen, teils etwas epitheloiden Spindelzellen zeigen eine granuläre Chromatinstruktur mit distinkten, relativ kleinen Nukleolen. Dazwischen eine bunte Zellularität mit kleinen Lymphozyten, Plasmazellen und eosinophilen Granulozyten, die teilweise reichlich nachweisbar sind. Der Gefäßgehalt ist unauffällig, erhaltene Anteile einer Lymphknotentextur sind allerdings nicht erkennbar. Es zeigen sich mehrfach Mitosen, darunter auch vereinzelt atypische Mitosen. Immunhistochemie und Spezialfärbungen: Immunhistochemisch zeigt sich eine Expression von CD35, zu etwa 70% CD21, schwach CNA42 sowie partiell (etwa 30%) CD23. Ferner eine durchgehende Expression von Vimentin. Die Reaktionen gegenüber Desmin, SM-Aktin, EMA, S100, LYVE-1 fallen negativ aus. Ferner eine partielle Expression von Clusterin und Podoplanin. Negative Reaktion in der EBER in-situ-Hybridisierung.

Fall 11-4
L9498/09
Klinische Angaben:
B., K., 54 J, ♂
Submandibulärer Lymphknoten
Mikroskopischer Befund:
Histologisch sieht man eine aufgehobene Lymphknotengrundstruktur. Es imponieren kleine residuelle Lymphfollikeln, die wie ausgestanzt in einem Infiltrat liegen, das aus mittelgroßen Zellen besteht. Die Kerne sind ovalär, gelegentlich „zigarrenartig“, das Zytoplasma ist in der HE-Färbung oxyphil, die Zellen sind nicht deutlich gegeneinander abgrenzbar. Stellenweise spindelzellige Abschnitte sowie eingestreut eosinophile Granulozyten. In der Giemsafärbung zeigt sich eine feine basophile Granulierung der Zellen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch findet sich eine Expression von CD117, zusammen mit Tryptase und Chymase. Ferner eine aberrante CD25- Expression und eine schwache positive Cholrazetatesterase-Reaktion. Eingestreut findet man CD20-positive B-Zellen in den Follikeln, untermischt mit CD5-positiven T-Zellen. Innerhalb der Keimzentren kleine CD23-positive Netzwerke von FDC. Die Proliferationsrate (Mib1) ist gering und liegt bei 1-2%.

Fall 11-5
L6598/06
Klinische Angaben:
D., G., 53 J, ♂
Axillärer Lymphknoten, Verdacht auf Lymphom oder Melanom.
Mikroskopischer Befund:
Histologisch Lymphknoten mit einem relativ gleichförmigen, teilweise etwas spindelzellig oder epitheloidzellig erscheinenden Infiltrat, das gelegentlich ein angedeutet storiformes Wachstumsmuster aufweist und teilweise Pseudorosetten perivavaskulär ausbildet. Man sieht eine prominente Vaskularisation mit perivaskulär gelegenen, dichten Herden von Lymphozyten, auch in dem Infiltrat selbst kleinere und größere Lymphozytenherde. Die Infiltratzellen selbst zeigen ovale, gelegentlich spindelig Kerne mit scharf gezeichneter Kernmembran und ein oder zwei distinkten kleinen Nukleolen. Es zeigen sich etwas vermehrt Mitosen, kleinherdig Nekrosen.
Immunhistochemie und Spezialfärbungen:
Immunhistochemisch zeigt sich eine Reaktivität gegenüber CD35 und schwach Podoplanin sowie patiell CD1a. Keine Reaktion beim Nachweis von CD21 und CD23. Ferner Negativität für CD68, S100, KiM4p sowie CD117, CD34, EMA, Zytokeratin, Kl-1, Chromogranin, Synaptophysin, CD56, TTF-1, CEA, sm-Aktin, CD31, Faktor 8, VEGF und LYVE-1.

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