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Internationale Akademie für Pathologie
Deutsche Abteilung e.V.
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53227 Bonn

261 - Nierentumoren

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Autor

A. Agaimy, Erlangen, A. Hartmann, Erlangen, Kerstin Amann, Erlangen, 2013

Anamnese-/Diagnoseliste

Anamnesen_LS261.pdf pdf-Datei, 20,77 KB
Diagnosen_LS261.pdf pdf-Datei, 2,89 KB

Online-Diagnosebogen: Herbsttutorials 2019 - 532. Tutorial Epitheliale Tumoren der Niere

Unter jedem Fall befindet sich ein Textfeld zur Eingabe Ihrer Diagnose. Nachdem Sie alle Diagnosen eingetragen haben, gelangen Sie durch einen Klick auf "Kontrolle" in dieser Box zu einer Übersicht Ihrer Diagnosen. Anschließend können Sie Ihre Diagnosen absenden.

Diagnosen kontrollieren

LS 261 Fall 01
Anamnese:
Bei einem 55-jährigen Patienten wurde in einer Routineuntersuchung beim Hausarzt sonographisch eine 3,5 cm große Raumforderung an der linken Niere nachgewiesen. Zur Abklärung erfolgte eine Teilnephrektomie.

Makroskopischer Befund:
Teilnephrektomiepräparat von 5 x 4,5 x 2,5 cm. Auf der Schnittfläche ein 3,7 cm im Durchmesser messender Tumor mit teils gelblicher, teils rötlicher, teils weißer Schnittflächen. Resektion im Gesunden.

LS 261 Fall 02
Anamnese:
Bei einem 65-jährigen Patient erfolgt aufgrund einer zufällig sonografisch entdeckten ca. 2,0 cm großen Raumforderung eine Teilnephrektomie.

Makroskopischer Befund:
Teilnephrektomiepräparat von 4 x 4 x 2,8 cm. Auf der Schnittfläche gruppiert bis 1,5 cm im Durchmesser große, glattwandige, von seröser Flüssigkeit ausgefüllte Zysten. Der Gesamtdurchmesser der Läsion beträgt 2,3 cm. Resectio in sano.

LS 261 Fall 03
Anamnese:
Bei einem 75-jährigen Patienten wurde in der Voruntersuchung vor einer Herzklappen-OP eine CT durchgeführt. Hier zeigte sich im Bereich der rechten Niere ein 3 cm im Durchmesser messender Tumor. Es erfolgte eine Teilnephrektomie zur Abklärung des Befundes.

Makroskopischer Befund:
Teilnephrektomiepräparat von 3,5 x 3 x 2,8 cm. Auf der Schnittfläche ein im Durchmesser 2 cm messender Tumor mit weißlichem Aussehen und relativ homogenem Erscheinungsbild. Resektion im Gesunden.

LS 261 Fall 04
Anamnese:
Eine 31-jährige Patientin wird wegen eines als Zufallsbefund diagnostizierten Nierentumors rechts nephrektomiert. Zusätzlich besteht bei der Patientin ein Zustand nach Entfernung mehrerer großer Leiomyome des Uterus bei ausgeprägten Blutungen. Bei Diagnosestellung ausgedehnte pulmonale Metastasierung. In der Familienanamnese gibt die Patientin an, dass ihre Mutter und die Tante ebenfalls einen Nierentumor entwickelt haben und an ihrer Erkrankung verstorben sind.

Makroskopischer Befund:
8 cm großer, relativ scharf begrenzter Tumorknoten mit gelblich-weißlicher Schnittfläche.

LS 261 Fall 05
Anamnese:
Bei einem 62-jährigen Patienten wurde wegen eines als Zufallsbefund festgestellten unklaren Nierentumors eine Nierenteilresektion links durchgeführt. Er hat keine chronische Nierenerkrankung. Seine Tumoranamnese wie auch seine Familienanamnese sind leer.

Makroskopischer Befund:
Nierenkeilexzision mit einem subkapsulär gelegenen, scharf begrenzten 1,5 cm großen Tumorknoten mit grau-weißlicher Schnittfläche.

LS 261 Fall 06
Anamnese:
35-jähriger Mann mit Flankenschmerz und Diagnose eines 10 cm großen Nierentumors links. Keine Tumorerkrankung in der eignen oder Familienanamnese.

Makroskopischer Befund:
Nephrektomiepräparat mit einem 9 x 7 x 5 cm im Durchmesser messsenden Tumor im Bereich des Nierenoberpols mit bräunlicher Schnittfläche und ausgeprägten Nekrosen. Scharfe Begrenzung mit Bildung einer Kapsel. Mitreseziert kleinere Pankreasanteile, die mit dem Tumor verbacken sind. Zusätzlich Resektion von 9 paraaortalen Lymphknoten.

LS 261 Fall 07
Anamnese:
42-jähriger Patient mit Rückenschmerzen. Bei der Untersuchung beim Hausarzt erfolgte eine Ultraschalluntersuchung. Hier zeigte sich ein 5,5 cm im Durchmesser messender Tumor der rechten Niere. Es erfolgte eine Teilnephrektomie zur Abklärung des Befundes.

Makroskopischer Befund:
Teilnephrektomiepräparat von 5,9 x 4,8 x 3 cm mit einem max. 5,2 cm im Durchmesser messenden Tumor mit relativ homogener brauner Schnittfläche. Resektion im Gesunden.

LS 261 Fall 08
Anamnese:
81-jährige Patientin, die im Rahmen einer hausärztlichen Untersuchung mit einer Neumanifestation eines Diabetes mellitus auffällt. Zusätzlich wird eine neu aufgetretene Hypertonie diagnostiziert. In der internistischen Abklärung erfolgt eine abdominelle Ultraschalluntersuchung mit Nachweis eines 4 cm im Durchmesser messenden Nierentumors rechts. Dieser zeigte in der Bildgebung eine zentrale Narbe mit Radspeichen-artigem Muster der Vernarbung.

Makroskopischer Befund:
Teilnephrektomiepräparat mit insgesamt 4,2 cm im Durchmesser messendem, scharf begrenzten Tumor mit brauner Schnittfläche und zentral nachweisbarer Narbe. Resektion im Gesunden.

LS 261 Fall 09
Anamnese:
Bei einem 67-jähriger Patient wird bei Makrohämaturie sonografisch ein ca. 6,0 cm großer Nierentumor links entdeckt. Zusätzlich finden sich hilär, paraaortal und paravertebral zahlreiche deutlich vergrößerte Lymphknoten, so dass klinischerseits der V.a. ausgedehnte lymphogene Metastasierung besteht. Es erfolgt die Nephrektomie mit Lymphdissektion.

Makroskopischer Befund:
Nephrektomiepräparat mit umgebender Fettkapsel von insgesamt 21 x 12 x 9 cm, darin eine Niere von 10,8 x 8 x 5 cm. Im Bereich des Nierenbeckens sowie im Bereich des Nierenparenchyms Infiltrate eines grau-weißen Tumors von 6,2 x 4,6 x 4,1 cm. Infiltration des umgebenden Fettgewebes. Niere nicht dekapsulierbar. Im Bereich des Nierenhilus multiple weiße Infiltrate bis 3,2 cm, mutmaßlich Lymphknoteninfiltrate. Makroskopisch kein eindeutiger Hinweis auf Blutgefäßeinbrüche. Nachresektion paraaortal links: Drei miteinander verbackene weiße, derbe Knoten von zusammen 2,5 x 1,3 x 1 cm. Paravertebral Nachresektion links: Zwei derbe, weiße Knoten von 4 x 2 x 1,1 cm bzw. 3 x 2 x 1,5 cm. Auf der Schnittfläche mehrere, miteinander verbackene Lymphknoten.

LS 261 Fall 10
Anamnese:
Ein 53-jähriger Mann mit unklaren Flankenschmerzen. Im CT Abdomen ein sich von der Niere partiell vorwölbender großer Tumor, CT-morphologisch vorrangig Nierenzellkarzinom. Eine Nephrektomie rechts wurde durchgeführt. Die Lymphknoten waren intraoperativ unauffällig.

Makroskopischer Befund:
Nephrektomiepräparat mit einem im mittleren Nierengeschoss gelegenen scharf begrenzten 5,5 cm im Durchmesser großen Knoten mit weißlicher Schnittfläche von solider, partiell auch schwammartiger bzw. feinzystischer Konsistenz. Keine weiteren Herde oder auffälligen hilären Lymphknoten.

LS 261 Fall 11
Anamnese:
38-jähriger Patient mit Hepatitis B mit Proteinurie 2,5 g/d. Ausgeprägter arterieller Hypertonus seit Jahren, Kreatinin 3,4 mg/dl.

Makroskopischer Befund:
Zwei Nierenstanzzylinder von 1,1 bzw. 0,6 cm Länge.

LS 261 Fall 12
Anamnese:
Eine 49-jährige Patientin mit zufällig entdecktem zystischem Nierentumor im Bereich des lateralen linken Nierengeschosses. Klinisch bildmorphologisch wie eine komplizierte Nierenzyste imponierend. Es folgte die Entfernung in zwei Fraktionen (Niere-schonend).

Makroskopischer Befund:
Nierenteilresektat mit einem mindestens 2,8 cm großen multizystischen Gebilde auf der Schnittfläche. Beim Schneiden entleerte sich bräunliche dünne Flüssigkeit. Makroskopisch keine grauweißen derben oder verdächtigen Anteile.

LS 261 Fall 13
Anamnese:
Bei einer 54-jährigen Patientin besteht seit 8 Jahren ein Nierentumor rechts. Aufgrund Größenprogredienz in letzter Zeit erfolgt jetzt die Nephrektomie.

Makroskopischer Befund:
Gut dekapsulierbares Nephrektomiepräparat von 11,5 x 5,5 x 3,0 cm, anhängender Ureter 10,5 x 0,5 cm, Hilusgefäße bis 0,5 cm, Ureter im Hilusbereich dilatiert auf 2,5 cm, dies auf einer Länge von 3,0 cm. Nierenmark 1,5 cm, Rinde 1,0 cm, beiliegend Fettgewebe von 6,5 cm ohne Herdbefund. Niere hilusnah mit einem Einschnitt von 2,5 x 2,5 x 2,0 cm. Weiterhin beiliegend zwei Gewebsfragmente von 2,7 x 2,5 x 1,3 cm und 2,5 x 1,5 x 0,7 cm. Im größeren Fragment auf der Schnittfläch weiß bis hellgelber, glasiger Tumor von 2,1 cm. Makroskopisch randbildend.

LS 261 Fall 14
Anamnese:
35-jährige Patientin mit Schwindel und Kopfschmerzen. Schwer einstellbare arterielle Hypertonie. In der Umfeldiagnostik sonographische Detektion eines 2 cm großen Nierentumors links. Keine Tumorerkrankung in der Familienanamnese. Partielle Nephrektomie mit Tumorentfernung.

Makroskopischer Befund:
2,1 cm im Durchmesser messender, subkapsulär gelegener Nierentumor mit hellbrauner bis gelblicher Schnittfläche und kleinen Zysten.

LS 261 Fall 15_HE
Anamnese
55 jährige Frau mit akuter myeloischer Leukämie, Z.n. allogener Stammzelltransplantation vor 1 Jahr. Bei einer MRT Aufnahme der Wirbelsäule aufgrund eines Lumbago wird eine 4x3 cm grosse Raumforderung am Unterpol der linken Niere gesehen.
Die Patientin hatte keinen Anhalt für eine tuberöse Sklerose.
In einem daraufhin angefertigen MRT der Niere wurde der Verdacht auf ein Nierenzellkarzinom (RCC) gestellt (Abb. 15-1).
Da die Raumforderung bildgebend kein Fettgewebe enthielt, wurde eine Angiomyolipom differentialdiagnostisch nicht erwogen und es wurde eine CT gesteuerte Biopse durchgeführt (17 G Nadel).

Makroskopischer Befund
Ca 1 cm lange Nadelbiopsie.

LS 261 Fall 15-PAS
Anamnese
55 jährige Frau mit akuter myeloischer Leukämie, Z.n. allogener Stammzelltransplantation vor 1 Jahr. Bei einer MRT Aufnahme der Wirbelsäule aufgrund eines Lumbago wird eine 4x3 cm grosse Raumforderung am Unterpol der linken Niere gesehen.
Die Patientin hatte keinen Anhalt für eine tuberöse Sklerose.
In einem daraufhin angefertigen MRT der Niere wurde der Verdacht auf ein Nierenzellkarzinom (RCC) gestellt (Abb. 15-1).
Da die Raumforderung bildgebend kein Fettgewebe enthielt, wurde eine Angiomyolipom differentialdiagnostisch nicht erwogen und es wurde eine CT gesteuerte Biopse durchgeführt (17 G Nadel).

Makroskopischer Befund
Ca 1 cm lange Nadelbiopsie.

LS 261 Fall 16
Anamnese:
60-jährige Patientin mit linksseitiger Nephrektomie wegen unklarer Nierenraumforderung. Klinisch besteht kein Hinweis auf eine chronische Nierenerkrankung.

Makroskopischer Befund:
Nephrektomiepräparat mit einem in toto entfernten 4 cm großen Tumorknoten mit hämorrhagischer und teils myxoider Schnittfläche. Der Tumor im mittleren Nierengeschoss lokalisiert und erreicht den Hilusbereich.

LS 261 Fall 17
Anamnese:
51-jährige Patientin mit Zustand nach follikulärem Schilddrüsenkarzinom vor Jahren. Im Rahmen der Nachsorge Nachweis einer großen suspekten Nierenraumforderung rechts. Darauf folgte eine Nephrektomie.

Makroskopischer Befund:
Nephrektomiepräparat mit einem in maximaler Längsausdehnung 6 cm großen, sich mehrknotig innerhalb der Niere ausbreitendem lobulierten weichen, hämorrhagisch nekrotischem Tumor. Das perirenale Fettkapselgewebe vorwiegend tumorfrei.

LS 261 Fall 18
Anamnese:
42-jähriger Mann mit einem großen Nierentumor links mit Bezug zum Nierenbecken. Eine Nephrektomie wurde durchgeführt. Klinisch besteht keine relevante Anamnese, insbesondere keine Tumoranamnese.

Makroskopischer Befund:
Nephrektomiepräparat mit einem in toto entfernten 8 cm großen Tumorknoten mit weicher fleischartiger, fokal eingebluteter Schnittfläche.

LS 261 Fall 19
Anamnese:
52 jähriger Mann. Klinik: Nierentumor links (kavernös infiziert).

Makroskopischer Befund:
Nephrektomiepräparat von insgesamt 28 x 20 x 16 cm, Präparatgewicht formalinfixiert 2393 g. Auf dem Längsschnitt Niere von 17 x 10 x 5 cm, bereits im Bereich des Hilus eingeschnitten. Auf der Schnittfläche zystische Knoten auf 12 x 9 x 11 cm, diese mit Einblutungen. Begleitend massive eitrige Pyelonephritis. Anhängend ein Dickdarmresektat von 22 cm Länge, zentral ein bräunlicher Schleimhautpolyp von 0,9 cm im Durchmesser, minimaler Abstand zu den Absetzungsrändern 4 cm.

LS 261 Fall 20
Anamnese:
61-jähriger Mann in gutem Allgemeinzustand. Nach Hausarztwechsel Durchführung einer Routine-Ultraschalluntersuchung beim neuen Hausarzt. Dabei Feststellung einer Raumforderung im Bereich der rechten Niere mit Bezug zum Nierenbecken. Bei Malignitätsverdacht (V.a. Nierenbeckenkarzinom) wurde eine Nephrektomie durchgeführt. Klinisch bestehen keine weiteren Auffälligkeiten. Eine serologische Untersuchung wurde bislang nicht durchgeführt.

Makroskopischer Befund:
Nephrektomiepräparat mit einem in toto entfernten unmittelbar nahe dem Nierenbecken gelegenen und makroskopisch davon nicht eindeutig abgrenzbaren, auf der Schnittfläche homogen weißlichem, fokal etwas myxoid wirkenden Tumor von 7,5 x 5,4 cm. Makroskopisch keine Nekrose oder Einblutungen. Das Nierenparenchym selbst unauffällig.

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