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Internationale Akademie für Pathologie
Deutsche Abteilung e.V.
Joseph-Schumpeter-Allee 33
53227 Bonn

VLADMIR TOTOVIĆ – STIFTUNG ZUR FÖRDERUNG DER PATHOLOGIE

Die Vladimir Totović-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung in der treuhänderischen Verwaltung des Deutschen Stifterverbandes zur Förderung der Pathologie und ihres akademischen Nachwuchses. Sie wurde 2014 durch die Internationale Akademie für Pathologie Deutsche Abteilung e.V. errichtet. Vladimir Totovic-Stiftung

Prof. Dr. med. Vladimir Totović 1924 – 1997

Vladimir Totović wurde am 9. Mai 1924 in Novisad, der damaligen Hauptstadt der autonomen Provinz Vojvodina im ehemaligen Jugoslawien, geboren.

Abitur 1946 in Novisad, anschließend Studium der Medizin an der Karls-Universität in Prag im Wintersemester 1946/47. Nach Prag, Studium an der Universität Zagreb und 1953 Promotion zum Dr. med. in Zagreb. Es folgte die Medizinalassistentenzeit und Weiterbildung im Fach Pathologie. Besonders geprägt wurde er dabei von seinem damaligen Lehrer, Prof. Dr. Z. Kopac, einem Schüler u. a. von Roessle und Hueck. Von 1960 bis 1962 war er als Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung am Pathologischen Institut der Universität Bonn unter Leitung von Prof. H. Hamperl sowie an der Universität Marburg unter Leitung von Prof. Peter Gedigk. Im Wintersemester 1967/68 erfolgte dort die Habilitation.

Ab 1968 war er in der Funktion eines Oberassistenten Leiter der Abteilung für Experimentelle Pathologie und Elektronenmikroskopie am Pathologischen Institut der Universität Bonn, an die sein Lehrer, Prof. Gedigk, gegangen war. 1971 Ernennung zum apl-Professor an der Universität Bonn sowie die Ernennung zum wissenschaftlichen Rat und Professor für experimentelle Pathologie und Elektronenmikroskopie.

Seit 1964/65 widmete V. Totović sich dem Problem der Fort- und Weiterbildung in der Pathologie.

 

Er war einer der Gründungsmitglieder der Deutschen Abteilung der Internationalen Akademie für Pathologie (IAP) 1964/65. 1980 Wahl in den Vorstand der  Deutschen Abteilung der IAP und Übernahme der Funktion des Schatzmeisters. Auf Initiative von V. Totović wurde eine umfangreiche Spendenaktion ins Leben gerufen, die die Geschäftsstelle finanziell absicherte und damit den Fortgang der Weiterbildung ermöglichte.

 

Im Gründungsjahr der Vladimir Totović Stiftung 2014 konnte die Deutsche Abteilung der IAP dank der weitblickenden Organisation und Verwaltung von V. Totović auf ein erfolgreiches 50jähriges Jubiläum zurückschauen.

 

Zweck der Stiftung ist insbesondere die Förderung der wissenschaftlich fundierten Weiter- und Fortbildung in der Pathologie einschließlich der dabei zur Anwendung kommenden Untersuchungsmethoden in ihrer interdisziplinären Bedeutung für die gesamte Medizin.
Die Stiftung bestreitet ihre Förderungen vornehmlich aus Spenden.

Für die Zweckverwirklichung stehen die drei folgenden Förderschwerpunkte zur Verfügung

Förderschwerpunkte:

Vladimir Totović Forschungspreis
Der Vladimir Totović Forschungspreis würdigt herausragende Forschungsleistungen international anerkannter Pathologen. Verbunden mit dem Preisgeld von 5,000 € sind die Vergabe der Vladimir Totović Medaille und die Vladimir Totović Lecture durch den Preisträger. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch den Stiftungsvorstand; eine Selbstbewerbung ist nicht möglich.

Vladimir Totović Forschungsstipendien
Forschungsstipendiaten können für ein maximal dreimonatiges Projekt, das einen engen Bezug zur akademischen Pathologie aufweist, ein Stipendium und Forschungsmittel beantragen. Ziel ist die Förderung einer frühen wissenschaftlichen Unabhängigkeit durch einen selbständigen Projektleiter. Hierzu ist ein Wechsel von Deutschland an eine ausländische Einrichtung oder von einer ausländischen Einrichtung nach Deutschland erforderlich. Anträge entsprechend dem Leitfaden für Forschungsstipendien können jeweils zum 30. Juni und 31. Dezember eingereicht werden. Die Entscheidung hierüber trifft der Stiftungsvorstand auf der Basis unabhängiger Gutachten. Bedingung für die Förderung ist die Vorlage eines wissenschaftlichen und rechnerischen Abschlussberichtes innerhalb von 3 Monaten Beendigung der Förderungsmaßnahme.

Leitfaden Forschungsstipendien

Guidelines Research Scholarships

 

Vladimir Totović Reisestipendien
Reisestipendien können für die Teilnahme an einem deutschen oder internationalen Kongress für Pathologie oder an einem Symposion der Internationalen Akademie für Pathologie beantragt werden. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller einen eigenen, wissenschaftlichen Beitrag nachweist (Posterpräsentation oder Vortrag). Anträge entsprechend dem Leitfaden für Reisestipendien können jederzeit eingereicht werden. Die Entscheidung hierüber trifft der Stiftungsvorstand innerhalb von 8 Wochen. Bedingung für die Förderung ist die Vorlage eines Abschlussberichtes innerhalb von 3 Monaten Beendigung der Förderungsmaßnahme.

Leitfaden Reisestipendien

Guidelines Travel Grants

 

Kuratoriumsmitglieder:

Prof. Dr. med. Reinhard Büttner, Köln (Vorsitzender)
Prof. Dr. med. Kurt Werner Schmid, Essen (stellv. Vorsitzender)
Prof. Dr. med. Sigurd Lax, AT-Graz
Rainer Lüdtke (Mitglied Stifterverband)
RA Dr. Eberhard Luetjohann, Villiprott
Prof. Dr .med. Klaus-Michael Müller, Münster
Frau Ulla Ohlms, Berlin

Preisträger der Vladimir Totović – Medaille

Margarete Radtke, Bonn
Verliehen auf dem 50. Symposion 2014 am 15.02.2014    

Prof. Klaus-Michael Müller, Münster
Verliehen auf dem 50. Symposion 2014 am 15.02.2014
   

Prof. George J. Netto, USA-Baltimore
„Oncologic Pathology in the Era of Precision Medicine: the Impact of Genomics“
Verliehen auf dem 50. Symposion 2014 am 15.02.2014    

Prof. Sunil S. Badve, USA-Indianapolis
„Prognostication of breast cancer“

Verliehen auf dem 51. Symposion 2015 am 20.02.2015    

Prof. Sir. E. Dillwyn Williams, MA, Mb, BChir , GB-Cambridge
“ A century of thyroid pathology – From Switzerland to Fukushima via Chernobyl“

Verliehen auf dem 52. Symposium 2016 am 05.03.16

Prof. Dr. med. Thomas Kirchner, München
„Tumorpathologie am Modell des Dickdarmkarzinoms“

Verliehen auf dem 53. Symposium 2017 am 11.03.2017

Prof.  Anna Sapino, Turin / Italien
„The History of HER2 in Breast Cancer“

Verliehen auf dem 54. Symposium 2018 am 24.02.2018